15.10.2026, 02:37
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
nun ist es amtlich: Die in den vergangenen Wochen wiederholt öffentlich verbreitete Darstellung, der historische Heilig-Blut-Altar bzw. sein Sockel sei „marode“, ist fachlich nicht haltbar.
Das bestätigt nun ausdrücklich Thomas Pehle, Leiter des Amtes für Vermögen und Bau Baden-Württemberg in Ravensburg, das die Basilika für das Land verwaltet. Auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung (14.10.2026) erklärt er unmissverständlich: „Aus unserer Sicht ist das fachlich nicht zutreffend. Bauschäden wurden durch uns bisher nicht festgestellt.“ Auch die rund 100 Jahre alten Stufen weisen zwar Gebrauchsspuren auf, stellen aber derzeit keine Gefahr dar.
Damit ist klargestellt: Der historische Altar kann nach fachlicher Einschätzung des zuständigen Amtes nicht als marode bezeichnet werden. Ebensowenig lässt sich mit einem angeblich schlechten baulichen Zustand ein dringender Handlungsbedarf begründen. Auch die Sicherheit der Heilig-Blut-Reliquie ist gewährleistet; denn eine Alarmanlage ist vorhanden, wie das Bauamt bestätigt, und kann im Zuge der Sanierung technisch aktualisiert werden.
Diese Klarstellung ist angesichts der vergangenen Wochen von besonderer Bedeutung. Denn die Behauptung eines „maroden“ Altars wurde wiederholt öffentlich in den Raum gestellt und konnte den Eindruck erwecken, der Erhalt des historischen Altars sei aus baulichen oder sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr verantwortbar.
Diese Argumentation ist nun widerlegt.
Unser Anliegen war und ist deshalb berechtigt: Es geht nicht um die Rettung eines angeblich baufälligen Altars, sondern um die Frage, ob ein kunst- und liturgiegeschichtlich bedeutendes Zeugnis der Weingartener Basilika erhalten bleiben soll.
Am Sonntag, 18. Oktober, werden wir die Petition mit inzwischen fast 6.000 Unterschriften dem Kirchengemeinderat und Dekan übergeben.
Allen, die mit ihrer Unterschrift für den Erhalt des historischen Heilig-Blut-Altars eingestanden sind, gilt unser herzlicher Dank. Ihr Engagement hat wesentlich dazu beigetragen, dass nun Klarheit über den tatsächlichen baulichen Zustand geschaffen wurde.
Nun gilt es umso mehr, sachlich, transparent und mit offenem Blick über die Zukunft des Altarraums zu sprechen.