Faire Beiträge für alle – Stoppt die finanzielle Überforderung von Eltern in Esslingen!

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Matthias Klopfer

764 Unterschriften

Sammlung beendet

764 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 13.04.2026
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

13.04.2026, 09:01

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ich möchte mich herzlich bei euch bedanken. Dank eurer Unterstützung konnten wir die Petition „Faire Beiträge für alle“ mit 764 Stimmen persönlich im Rathaus Esslingen übergeben.
Beim Gespräch anwesend waren Oberbürgermeister Matthias Klopfer, Bürgermeister Yalcin Bayraktar, Amtsleiter Bernd Berroth, Vertreter der Esslinger Zeitung, eine betroffene Mutter sowie Herr Anderka als Vertreter der AfD-Fraktion.

Ich möchte euch offen und transparent schildern, wie das Gespräch verlaufen ist:

  • Die Stadt hat deutlich gemacht, dass ihr die Problematik grundsätzlich bekannt ist.
  • Es wurde nicht bestritten, dass die aktuellen Kita-Gebühren für Familien eine erhebliche wirtschaftliche Belastung darstellen können.
  • Gleichzeitig wurde aber auch klar gesagt, dass die Verwaltung derzeit keine Bereitschaft erkennen lässt, von sich aus ein neues Modell vorzulegen oder konkrete Veränderungen anzustoßen.
  • Die zentrale Botschaft der Stadt war:
  • Ohne politische Mehrheit im Gemeinderat wird es keine grundlegende Änderung der Gebührenstruktur geben.
  • Besonders ernüchternd war für mich, dass auf die entscheidende Frage, woran die Stadt die wirtschaftliche Zumutbarkeit beziehungsweise Sozialverträglichkeit der Beiträge konkret misst, keine klare Antwort gegeben werden konnte.
  • Es wurde eingeräumt, dass es dafür keine feste Definition, keine konkrete Grenze und keine eindeutige Formel gibt.

Ich habe im Gespräch unter anderem deutlich gemacht:

  • dass Familien durch die aktuelle Gebührenlogik massiv belastet werden,
  • dass insbesondere der starke finanzielle Unterschied zwischen Ganztag und VÖ unfair ist,
  • dass höhere Erwerbstätigkeit, gerade auch bei Müttern, durch die Gebührenstruktur wirtschaftlich unattraktiv gemacht werden kann,
  • und dass viele Familien faktisch keine echte Wahlfreiheit haben, obwohl genau damit argumentiert wird.

Die Stadt hat ihre bisherige Linie im Kern verteidigt:

  • VÖ-Plätze sollen bewusst attraktiver gehalten werden, weil sie weniger Personal benötigen, günstiger sind und so mehr Plätze geschaffen werden können.
  • Familien, die auf Ganztagsbetreuung angewiesen sind, werden dadurch finanziell benachteiligt.

Mein persönliches Fazit nach diesem Termin:

  • Ich habe mich menschlich durchaus verstanden gefühlt.
  • Ich habe aber nicht den Eindruck gewonnen, dass aktuell echter politischer Wille besteht, kurzfristig etwas zu verändern.

Trotzdem war das Gespräch wichtig:

  • Denn nun ist noch klarer, dass es sich nicht um ein Missverständnis handelt, sondern um eine bewusste politische Entscheidung.
  • Und genau deshalb kann sich nur dann etwas ändern, wenn der öffentliche und politische Druck weiter aufrechterhalten wird.

Ich werde deshalb nicht locker lassen und die nächsten Schritte weiter vorbereiten. Dazu gehört insbesondere, das Thema gegenüber Politik und Öffentlichkeit weiter sachlich, fundiert und beharrlich zu platzieren.
Noch einmal danke für eure Unterstützung, eure Kommentare und euer Vertrauen. Ohne euch wäre dieses wichtige Signal nicht möglich gewesen.

Viele Grüße


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