Faire Beiträge für alle – Stoppt die finanzielle Überforderung von Eltern in Esslingen!

Petition richtet sich an:
Oberbürgermeister Matthias Klopfer

764 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

764 Unterschriften

Der Petition wurde nicht entsprochen

  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 13.04.2026
  4. Dialog
  5. Beendet

Neuigkeiten

18.07.2026, 09:20

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diese Nachricht schreiben soll.

Nicht, weil mir das Thema weniger wichtig geworden ist. Im Gegenteil. Sondern weil ich nicht möchte, dass diese Mail als Frust oder persönliche Abrechnung verstanden wird.
Darum geht es mir nicht.

Aber manchmal muss man Dinge aussprechen, gerade dann, wenn sie unbequem sind.
Viele von euch haben unsere Petition „Faire Beiträge für alle“ unterstützt, unterschrieben, geteilt, Rückmeldungen gegeben oder Mut gemacht. Dafür danke ich euch aufrichtig.

Am 13. April 2026 wurde die Petition im Rathaus an Oberbürgermeister Matthias Klopfer übergeben. Anwesend waren außerdem Bürgermeister Yalcin Bayraktar und der zuständige Amtsleiter Bernd Berroth. 764 Unterschriften standen am Ende für ein Anliegen, das viele Familien in Esslingen unmittelbar betrifft: faire und tragbare Kita-Gebühren.

In den Wochen davor habe ich beim Bürgerentscheid zum Erhalt des Pfleghofs erlebt, welche Kraft Bürgerengagement entfalten kann. Ich habe mich dort aktiv eingebracht, öffentlich kommentiert, diskutiert und unterstützt. Dabei habe ich auch die Positionen von CDU, Die Linke und FDP/Volt zum Erhalt des Pfleghofs unterstützt.
Meine Beiträge wurden wahrgenommen und teilweise ausdrücklich gelobt. Ich wurde sogar in eine WhatsApp-Gruppe aufgenommen, in der sich Unterstützerinnen und Unterstützer des Pfleghofs austauschten und in der auch Vertreterinnen und Vertreter von FDP/Volt beteiligt waren.
Damals war Bürgerengagement ausdrücklich willkommen.

Es wurde gebraucht.
Es wurde gelobt.
Es wurde genutzt.

Und der Bürgerentscheid wurde gewonnen.

Nach diesem Erfolg habe ich mir dieselbe Offenheit auch für ein anderes Thema gewünscht: die Kita-Gebühren in Esslingen.

Ein Thema, das Familien nicht irgendwann betrifft, sondern jeden Monat. Auf dem Konto. In der Betreuungsplanung. In der Frage, ob Arbeit, Familie und Alltag überhaupt noch zusammenpassen.
Die Reaktion darauf war für mich ernüchternd.
Von manchen politischen Akteuren, deren Anliegen ich beim Pfleghof unterstützt hatte, kam beim Thema Kita-Gebühren kaum erkennbare Unterstützung zurück. Das betrifft nach meiner Wahrnehmung insbesondere CDU und Die Linke. Teilweise blieben konkrete Fragen unbeantwortet: zu Berechnungsgrundlagen, Transparenz, Anpassungslogik und kommunalen Handlungsspielräumen.

Das ist der Punkt, der mich bis heute beschäftigt.
Nicht, weil ich persönliche Anerkennung erwartet hätte. Sondern weil hier ein Widerspruch sichtbar wird:

Bürgerengagement wird gefeiert, wenn es zum eigenen politischen Ziel passt.

Wenn Bürgerinnen und Bürger aber ein anderes, unbequemeres Thema auf die Tagesordnung setzen, wird es plötzlich deutlich stiller.

Genau das darf nicht der Maßstab sein.
Gleichzeitig ist mir Fairness wichtig.

Deshalb möchte ich ausdrücklich hervorheben: FDP/Volt hat mich beim Thema Kita-Gebühren bereits vorher unterstützt und tut es weiterhin. Dort gibt es nicht nur Gesprächsbereitschaft, sondern auch konkrete politische Ansätze. Der Antrag von FDP/Volt zur Anpassung der Gebührenstruktur zeigt, dass Lösungen nicht nur denkbar sind, sondern bereits auf dem Tisch liegen.

Diese Differenzierung ist mir wichtig.

Diese Mail richtet sich nicht gegen einzelne Personen. Aber sie richtet sich sehr wohl gegen eine politische Haltung, die Bürgerbeteiligung nur dann ernst nimmt, wenn sie gerade nützlich ist.
Denn bei den Kita-Gebühren geht es nicht um ein Randthema.

Es geht um Familien, die arbeiten wollen oder müssen.

Es geht um Eltern, die auf verlässliche Betreuung angewiesen sind.

Es geht um Kinder, Bildungsgerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Und es geht um die Frage, ob Familienfreundlichkeit in Esslingen mehr ist als ein wohlklingendes Schlagwort.

Nach der Übergabe der Petition wurde für mich deutlich:
Das Problem ist bekannt.
Die Belastung ist bekannt.
Die Auswirkungen sind bekannt.

Was weiterhin fehlt, ist ein konkreter Plan zur Entlastung.
Und genau deshalb dürfen wir jetzt nicht leiser werden.

Der Bürgerentscheid hat gezeigt, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger in Esslingen etwas bewegen können. Diese Energie darf nicht bei einem einzelnen Thema enden. Sie muss auch dort gelten, wo Familien jeden Monat konkret belastet werden.

Ich werde mich weiter sachlich, faktenbasiert und überparteilich dafür einsetzen, dass die Kita-Gebühren in Esslingen wieder auf ein angemessenes Maß sinken.

Nicht gegen eine Partei.
Nicht für eine Partei.

Sondern für Familien in Esslingen.
Ich bitte euch deshalb: Bleibt aufmerksam. Sprecht mit Gemeinderätinnen und Gemeinderäten. Teilt eure Erfahrungen. Schreibt Mails. Macht sichtbar, was diese Gebühren im Alltag bedeuten.
Denn Veränderung entsteht nicht dadurch, dass ein Problem bekannt ist.

Veränderung entsteht erst, wenn genug Menschen nicht mehr akzeptieren, dass trotzdem nichts passiert.

Danke, dass ihr diesen Weg unterstützt und begleitet.

Herzliche Grüße


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