07.07.2026, 09:29
Ich habe den Namen der Initiative ergänzt und klargestellt, dass die parallel laufende Petition zur Gebührenerhöhung nicht von mir, sondern einer anderen Initiatorin ist.
Neue Begründung:
Die Gemeinde Schönaich steht vor einem bildungspolitischen Offenbarungseid: Das aktuelle Vergabeverfahren für Kindergartenplätze ignoriert systematisch das Wohl unserer Kinder und bricht das gesetzliche Wunsch- und Wahlrecht der Eltern!Kinder!
Aktuell erleben Schönaicher Familien eine völlig unvorhersehbare und intransparente Vergabepraxis. Anträge auf Wunschplätze werden von der Gemeindeverwaltung pauschal abgelehnt, Optionen werden gestrichen. Die verfehlte Planung der Verwaltung führt zu massiven Missständen, die wir scharf kritisieren:
1. Zerschlagung eingewöhnter Bindungen: Beim Übergang von der Krippe in den Kindergarten werden Kinder, die seit Jahren fest integriert sind, quer durch den Ort zwangszugeteilt, statt ihnen den logischen Verbleib im gewohnten Haus zu ermöglichen. Pädagogischer Sachverstand wird ignoriert und dieses Kriterium auch künftig als Richtwert für die Vergabe pauschal abgelehnt.
2. Missachtung weltanschaulicher und religiöser Rechte: Familien werden Plätze in konfessionsfremden Kitas zugewiesen, ohne dass deren eigene religiöse Orientierung berücksichtigt wird. Das widerspricht dem gesetzlichen Wunsch- und Wahlrecht.
3. Zuweisung gegen das pädagogische Konzept der Eltern: Eltern werden gezwungen, Plätze in Kitas zu akzeptieren, deren Ausrichtung diametral den Vorstellungen der Familie oder den Bedürfnissen des Kindes widerspricht. Eine am Kind orientierte Erziehungspartnerschaft wird unmöglich gemacht.
4. Trennung von Geschwisterkindern und Missachtung des Einzugsgebiets: Obwohl die Gemeinde laut Protokoll des runden Tisches vom 02.07.2026 behauptet, Geschwisterkinder und Einzugsgebiet seien maßgeblich, sieht die Realität anders aus. Geschwisterkinder werden getrennt und Familien logistisch unzumutbar aufgeteilt. Lösungen werden verweigert; auch das Einzugsgebiet wird oft ignoriert, wo es der Gemeinde passt.
5. Vorhersagbares Scheitern der Eingewöhnung durch fortschreitende Einschränkungen: Die Wahloptionen wurden über die Jahre schrittweise reduziert, was schon in den Vorjahren zu unzumutbaren Zwangszuteilungen führte. Die Folge waren monatelang blockierte oder abgebrochene Eingewöhnungen, weil Kinder emotional nicht ankamen. Diese tiefen Belastungen mussten teils durch mühsame Wechselanträge korrigiert werden. Die Gemeinde lernt nicht aus diesen Fehlern.
6. Zuweisung in Einrichtungen mit erheblichem Vertrauensverlust: Familien werden in Kitas gedrängt, in denen akute Missstände herrschen. Uns Eltern, der Gemeinde und dem Kirchenträger liegen konkrete Berichte über massive pädagogische Defizite, einen unangemessenen Umgangston sowie physische Maßregelungen vor. Vorfälle wurden gemeldet, doch statt an Lösungen zu arbeiten, wurden betroffene Kinder letztlich nur umverteilt.
Wie das jüngste Juli-Protokoll des Gesamtelternbeirats (GEB) bestätigt, wurden Wünsche bei der Platzvergabe von ein Drittel aller Familien (30 von 90) komplett übergangen. Dass die Verwaltung dies unter dem Deckmantel der „Chancengleichheit“ rechtfertigt, widerspricht entwicklungspsychologischen Standards, ignoriert die gesetzliche Verpflichtung zum Kindeswohl und konterkariert die von Bürgermeisterin Anna Walther propagierte familienfreundliche Politik.
Diese unnachgiebige Praxis entlarvt die politischen Versprechen der Rathausspitze als reine Farce. Bürgermeisterin Anna Walther, selbst Mutter, inszeniert die Förderung von Familien und Betreuung stets als zentrale Säule ihrer Amtszeit und betitelt diese medienwirksam als wichtigste „Zukunftsinvestition“ Schönaichs. Die Realität im Sommer 2026 straft diese Worte Lügen: Statt moderner, am Kindeswohl orientierter Lösungen regieren im Rathaus kalte bürokratische Härte und eiskalte Dialogverweigerung auf dem Rücken der Schwächsten. Familienfreundlichkeit darf kein billiges Wahlkampf-Schlagwort sein, sondern muss sich in der Praxis der Verwaltung widerspiegeln!
Besonders dramatisch: Eltern, die diesen harten Wechsel ablehnen, werden unter Druck gesetzt. Per E-Mail wird gefordert, den unzumutbaren Platz zu akzeptieren oder offiziell zu erklären, dass kein Platz mehr benötigt wird. Das ist unzulässig und hebelt den gesetzlichen Anspruch aus!
Zudem wurde das Anmeldeverfahren schleichend verschlechtert: Schritt für Schritt wurden Wahloptionen entzogen, bis nur eine einzige, alternativlose Option blieb. Gleichzeitig werden Eltern durch die fortlaufenden Gebührenerhöhungen (2024, 2025 und nun wieder um 4,5 % sowie 85 € Essenspauschale ab September 2026) finanziell immer stärker belastet, während elementare Standards abgebaut werden. Wenn Familien mehr bezahlen, müssen sie sich auf das Kindeswohl verlassen können!
Eine separate Petition zum Thema Beitragserhöhungen läuft bereits hier:hier von einer anderen Initiatorin: www.change.org/p/stoppt-erh%C3%B6hung-der-krippen-und-kindergartengeb%C3%BChr
Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift! Für die Zukunft unserer Kinder, für verlässliche Strukturen und für ein wirklich familiengerechtes Schönaich!
Initiative Fairgabe Schönaich
Für eine transparente und kindeswohlorientierte Kitaplatz-Vergabe
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 56 (46 in Schönaich)