• Beschluss des Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags

    at 05 Jan 2019 02:26

    Pet 3-18-30-2211-039938 Forschung

    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 13.12.2018 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen entsprochen worden ist.

    Begründung

    Mit der Petition wird gefordert, die Forschung zum Wassertransport durch Pipelines zu
    initiieren bzw. zu fördern. Dabei sind zwei Bereiche zu bearbeiten, zum einen Wasser
    als Speichermittel für Energie im Rahmen eines „Wasser-Internets“ sowie ein
    Wassernetz zur Entlastung bei Hochwasser.

    Der Petent begründet sein Anliegen im Wesentlichen damit, dass Wasser als
    Speichermittel für Energie immer wichtiger werde. Elektrischer Strom aus Windkraft
    oder Solarenergie stünde für die Pumpen temporär zur Verfügung. Die Speicherung
    könne mittels Pumpspeicherlösungen erreicht werden. Es müssten innovative
    Strategien entwickelt werden. Die wichtigste Innovation sei mitunter die Vernetzung
    und zwar mit Regelungstechnik. Bei dem Turbulenzwasser-Netz handele es sich um
    ein ganz anderes System. Turbulentes Wasser entstünde, sobald die Strömung im
    Wasser eine bestimmte Geschwindigkeit erreiche. Dabei träten Reibungskräfte im
    Wasser auf. Um diesen Reibungswiderstand zu minimieren, müsse das Hochwasser
    mittels zu entwickelnder Technik in Entlastungsnetze abgeleitet werden können. Ziel
    müsse sein, den Druck in einer kritischen Flussregion zu entlasten und das Wasser
    zur sinnvollen Verwendung weiterzuleiten. Auf die weiteren Ausführungen in der
    Petition wird verwiesen.

    Es handelt sich um eine Petition, die auf den Internetseiten des Deutschen
    Bundestages veröffentlicht wurde und zur Diskussion bereitstand. Der Petition
    schlossen sich 12 Unterstützer an und es gingen 9 Diskussionsbeiträge ein.

    Der Petitionsausschuss hat der Bundesregierung Gelegenheit gegeben, ihre Haltung
    zu der Eingabe darzulegen. Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung lässt sich
    unter Einbeziehung der seitens der Bundesregierung angeführten Aspekte wie folgt
    zusammenfassen:
    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führt aus, dass auf der
    Grundlage seines nunmehr dritten Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige
    Entwicklung – FONA³" innovative Lösungen für eine nachhaltige Lebens- und
    Wirtschaftsweise gefördert werden. Bereits mit den beiden vorangegangen
    Rahmenprogrammen hat das BMBF dazu beigetragen, dass Deutschland heute
    weltweit ein gefragter Anbieter von Umwelttechnologien ist. Dies gilt auch für die
    Wasserwirtschaft, die in diesem Bereich zu den Leitmärkten zählt.

    Die Förderung kreativer und innovativer Ideen im Bereich der Wasserforschung spielt
    eine wesentliche Rolle, um national wie international auch weiterhin an der Spitze zu
    bleiben. Die vom Petenten adressierten Bereiche Hochwassermanagement,
    Wasser-Dienstleistungen und die Verbindung von Wasser- und Energiewirtschaft
    waren und sind daher Gegenstand der BMBF-Forschungsförderung.

    So unterstützt das BMBF zurzeit im Rahmen der Fördermaßnahme "Zukunftsfähige
    Technologien für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft –
    ERWAS" zwölf Verbundvorhaben mit dem Ziel, die Potenziale zur Energieeinsparung
    und Energiegewinnung sowohl im Bereich der Wasserversorgung als auch der
    Abwasserbehandlung aufzuzeigen. Auch die Verteilungsnetze für den
    Wassertransport sind als Systembestandteile in die Betrachtungen eingeschlossen.

    Um nähere Informationen zu den Fördermöglichkeiten im Rahmen von FONA³ und
    darüber hinaus zu erhalten, empfiehlt der Petitionsausschuss dem Petenten, sich an
    die Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes zu wenden
    (www.foerderinfo.bund.de/). Weiterhin können Anfragen zu den laufenden
    Forschungsvorhaben auch an den Projektträger Karlsruhe, Abteilung
    Wassertechnologie, gerichtet werden (www.ptka.kit.edu/wte/).

    Der Petitionsausschuss begrüßt die von der Bundesregierung initiierten
    Rahmenprogramme und Fördermaßnahmen, denn aus seiner Sicht ist es von höchster
    Bedeutung, die kostbare Ressource Wasser effizient zu nutzen und durch
    zukunftsorientiertes Handeln nachhaltig zu schützen. Nach den vorangegangenen
    Ausführungen empfiehlt der Petitionsausschuss daher, das Petitionsverfahren
    abzuschließen, weil dem Anliegen entsprochen worden ist.

    Begründung (PDF)

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