• Änderungen an der Petition

    at 10 May 2019 15:27

    An Hochschulen und Forschungseinrichtungen arbeiten Personen aus zahlreichen Ländern und mit unterschiedlichen Muttersprachen. Sie sind in gleichem Maß von den beschriebenen Problemen betroffen, wie ihre deutschsprachigen Kolleg*innen. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, dass auch sie eine Chance haben, sich an der Petition zu beteiligen. Daher haben wir uns um eine englische Übersetzung des Textes bemüht und haben sie nun (10.05.19) zusätzlich eingestellt.


    Neuer Petitionstext: Attention: Please scroll down for an english version of the following text.
    **Frist ist Frust**
    Die Beschäftigten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen leiden seit Jahren unter einer hohen Befristungsquote, die zudem stark dysfunktional ist. Der dauerhafte Einstieg des Bundes in die Hochschulfinanzierung muss genutzt werden, um endlich mehr Dauerstellen zu schaffen. Das Argument von Ländern und Hochschulen, dass die nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehenden Programmmittel dies verhinderten, ist nun nicht mehr stichhaltig. Zudem ruft die Situation nach einem Neuanfang: Die rasant gewachsenen Studierendenzahlen sind nicht sinnvoll durch immer neue prekäre Projektstellen und Nachwuchs ohne Perspektive zu bewältigen. Die Studierenden brauchen erfahrenes, dauerhaft an den Hochschulen tätiges Personal – und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler brauchen vertretbare Berufsperspektiven. Wir fordern daher:
    **Vollständige Verwendung der Hochschulpaktmittel für Dauerstellen**
    Stellen, die anteilig oder insgesamt aus Mitteln des Hochschulpaktes finanziert werden, sind als dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse einzurichten. Die so neu zu schaffenden Dauerstellen dürfen kein Ersatz für ohnehin neu zu besetzende Dauerstellen sein oder durch neue befristete Stellen an den Hochschulen im Bundesland kompensiert werden.
    Bei den hinzukommenden Dauerstellen für wissenschaftliches und künstlerisches Personal darf es sich, um Betreuungs- und Arbeitsqualität zu sichern, nicht um Hochdeputats-Lehrstellen handeln. Die reguläre wissenschaftliche Vollzeit-Dauerstelle darf höchstens mit 8 SWS Lehrverpflichtung verbunden sein (in Qualifizierungsphasen mit der Hälfte).
    **Vertrauen ist gut…**
    Die Verwendung der Mittel für Dauerstellen muss verbindlich und überprüfbar gestaltet werden. Die Länder sind daher innerhalb des Paktes zu einer umfassenden und regelmäßigen Berichterstattung über die Mittelverwendung zu verpflichten. Nur so hat der neue Hochschulpakt das Potenzial für eine Trendwende in der ausufernden Befristungspraxis in der Wissenschaft zu sorgen. Den (selbst-) kritischen Worten der Bundesregierung, des Wissenschaftsrates und der Hochschulrektorenkonferenz können endlich Taten folgen – im Entfristungsjahr 2019.
    **Wir fordern: Befristungen eindämmen – jetzt!**
    Weitere Informationen unter: frististfrust.net
    English version:
    Temporary employment is terrible
    Employees in higher education and research institutions have suffered under a
    high rate of temporary contracts, which is also highly dysfunctional. The now
    permanent role of the Federal government in financing higher education must be
    used as an opportunity to finally create more permanent positions. The argument
    advanced by the federal states and universities that programme resources
    provided for a limited time only, do not allow this, is no longer valid. Moreover the
    situation calls for a new start: The rapidly rising number of students cannot be
    managed in a sensible way by constantly new precarious project positions and
    early career academics without a perspective. Students need experienced,
    permanently employed university staff – and young academics need acceptable
    career prospects. This is why we demand:
    Complete use of Higher Education Pact resources for financing
    permanent positions
    Positions which are partially or completely financed through the Higher Education
    Pact are to be established as permanent employment relationships. The
    permanent positions to be newly created may not be replacements for
    permanent positions which have to be filled anyway or compensated by new
    temporary positions at universities in the federal state.
    In order to ensure the quality of work and mentoring additional permanent
    positions for academic and staff in artistic subjects may not be posts with a
    high teaching commitment The regular academic full-time permanent position
    should require no more than 8 teaching hours per week per semester (SWS) (only
    4 teaching hours in limited-term qualification positions)
    Ensuring implementation
    The use of funding for permanent positions must be binding and verifiable.
    Therefore, federal states within the Pact must be required to report regularly and
    comprehensively on the application of funds. Only in this way the new Higher
    Education Pact has the potential for a turnaround in the increasingly extensive
    practice of temporary employment in academia. Finally, in 2019 permanent
    contact year?), the (self-) critical words of the Federal Government, the German
    Council of Science and Humanities and the German Rectors’ Conference can be
    translated into action.
    We demand: Curb temporary employment – now!
    For further information, please visit: frististfrust.net

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 15021 (14721 in Deutschland)

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