17.02.2026, 11:53
Die „Rente mit 63“ (abschlagsfrei nach 45 Versicherungsjahren) ist längst kein Randthema mehr – sie war ein Systemhebel. Ende 2023 bezogen mehr als 2,4 Mio. Menschen eine abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Und sie bleibt ein massiver Zugangspfad: In 2024 war die „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ mit 28,7% der häufigste Weg in eine vorgezogene Altersrente. Eine Bundestagsdrucksache kommt (über den Nachhaltigkeits-/Langfristblick) zu dem Ergebnis: Allein die „Rente mit 63“ habe die Nachhaltigkeitslücke um 4,6% des BIP bzw. 156,5 Mrd. € erhöht. Und der entscheidende Punkt: Es sind nicht nur höhere Ausgaben. Es fehlen auch Beiträge, weil erfahrene Beschäftigte früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden – mitten im Demografie-Knick.
Was musst jetzt zwingend passieren?
Frühverrentungs-Anreize entschärfen (z. B. strengere Regeln/geringere Privilegien bei abschlagsfreien Frühpfaden).
Beitragsbasis verbreitern: mehr Schultern, die einzahlen (politisch sensibel, aber systemisch wirksam).
Länger arbeiten attraktiver machen: flexible Übergänge + echte finanzielle Vorteile für spätere Verrentung (statt „Raus mit 63“ als Standard).
Meine Forderung (Petition): Ein Rentensystem, in das wirklich alle einzahlen.
Warum? Weil Stabilität nur funktioniert, wenn die Beitragsbasis breiter wird:
mehr Beitragszahler
fairere Lastenverteilung
weniger Druck auf Beitragssätze und Bundeszuschüsse
und trotzdem Raum für flexible Übergänge (für körperlich belastende Berufe)
Kurz: Nicht nur länger arbeiten – sondern endlich gerechter finanzieren.
Wenn du ein Rentensystem willst, das auch für unsere Kinder tragfähig bleibt: Unterstütze meine Petition.