Für eine bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen

Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

1.286 Unterschriften

27 %
1.090 von 4.000 für Quorum in Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen

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  1. Gestartet 10.05.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

10.05.2026, 13:31

„Die Petition wurde ergänzt, um die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen anhand konkreter Beispiele aus Bremen deutlicher darzustellen. Die Kinder- und Jugendfarm Habenhausen steht exemplarisch für den hohen gesellschaftlichen Wert offener Kinder- und Jugendarbeit sowie für die zunehmenden Herausforderungen und finanziellen Belastungen solcher Einrichtungen. Durch die Ergänzung soll die Bedeutung von Räumen für Kinder und Jugendliche greifbarer und verständlicher gemacht werden.


Neue Begründung:

Kinder und Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind.Orte, an denen sie spielen, lernen, Freundschaften schließen, Verantwortung übernehmen und Unterstützung finden können.Genau solche Orte schaffen Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime, offene Treffs und viele weitere Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen — seit Jahrzehnten.Diese Arbeit ist keine freiwillige Nebensache.Sie ist Schutzraum, Bildung, Prävention, Integration, soziale Teilhabe und Zukunftssicherung zugleich.Doch diese wichtige soziale Infrastruktur steht zunehmend unter Druck.Bereits heute berichten Einrichtungen von spürbaren Folgen finanzieller Unsicherheit:

  • Angebote mussten eingeschränkt werden,
  • Personalstellen reduziert,
  • Projekte beendet,
  • Gruppenangebote abgesagt,
  • und wichtige soziale Arbeit zurückgefahren werden.

Betroffen sind Einrichtungen in verschiedenen Stadtteilen Bremens — unter anderem in Obervieland, Borgfeld, der Vahr und weiteren Stadtteilen, in denen offene Kinder- und Jugendarbeit seit Jahren wichtige soziale Verantwortung übernimmt.Auch in Presseberichten wurde zuletzt deutlich, dass viele Träger große Sorgen um ihre Zukunft haben. Einrichtungen wie Jugendfarmen, Jugendfreizeitheime und offene Jugendangebote sehen sich durch neue Finanzierungs- und Verteilungsmodelle zunehmend unter Druck gesetzt.Besonders problematisch ist die fehlende Planungssicherheit.Kinder- und Jugendeinrichtungen brauchen eine verlässliche institutionelle Förderung, um:

  • Personal halten zu können,
  • Öffnungszeiten abzusichern,
  • pädagogische Angebote fortzuführen,
  • Schulkooperationen zu ermöglichen,
  • Ferienprogramme anzubieten,
  • und Kindern und Jugendlichen dauerhaft sichere Orte zu bieten.

Wenn diese Strukturen wegbrechen, verlieren Kinder und Jugendliche weit mehr als nur Freizeitangebote.Sie verlieren:

  • Ansprechpersonen,
  • Gemeinschaft,
  • Schutzräume,
  • Perspektiven,
  • und wichtige soziale Stabilität.

Wer bei Kindern und Jugendlichen kürzt, spart nicht wirklich.Er verschiebt Probleme in die Zukunft.Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit braucht Bremen mehr Unterstützung für junge Menschen — nicht weniger.Offene Kinder- und Jugendarbeit bedeutet:

  • Kinder stärken, bevor Krisen entstehen,
  • Jugendlichen Perspektiven geben,
  • Familien entlasten,
  • Einsamkeit und Ausgrenzung entgegenwirken,
  • Integration fördern,
  • demokratisches Miteinander stärken,
  • und Stadtteile lebendig und solidarisch halten.

Ein besonders wichtiges Beispiel für den Wert offener Kinder- und Jugendarbeit in Bremen ist die Kinder- und Jugendfarm Habenhausen. Seit 1984 bietet sie Kindern und Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie Natur, Tiere, Gemeinschaft und Verantwortung erleben können. Jährlich besuchen tausende Kinder aus Schulen, Kitas und Familien das Gelände, lernen den Umgang mit Tieren, Umweltbewusstsein, handwerkliche Tätigkeiten und soziales Miteinander. Gerade in einer Zeit, in der viele Kinder immer weniger Freiräume und sichere Treffpunkte haben, sind solche Einrichtungen von unschätzbarem Wert für ihre persönliche Entwicklung. Gleichzeitig zeigt die immer wieder schwierige Finanzierung der Farm exemplarisch, wie stark wichtige Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit unter Druck geraten. Wenn selbst langjährig etablierte Einrichtungen mit großer gesellschaftlicher Bedeutung um ihre Zukunft kämpfen müssen, sollte das ein deutliches Signal sein, wie dringend Kinder und Jugendliche wieder mehr Raum, Unterstützung und Priorität in unserer Gesellschaft brauchen.

Bremen braucht starke Kinder.Starke Kinder brauchen verlässliche Orte.Und diese Orte brauchen eine sichere, faire und bedarfsgerechte Finanzierung.

Wir setzen ein Zeichen gegen Kürzungen bei Angeboten und Trägern für Kinder und Jugendliche in Bremen.

Wir setzen ein Zeichen für starke Kinder, starke Stadtteile und echte Zukunftsperspektiven.

Bitte unterstützen Sie diese Petition.

Denn unsere Kinder sind keine Sparmaßnahme.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 165 (147 in Freie Hansestadt Bremen)


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