13.07.2026, 05:01
Am letzten Dienstag fand im Rathaus ein von den fünf Initiatoren der Petition angeregtes und vom Geschäftsführer der STEG aus Stuttgart organisiertes Gespräch im Rathaus mit Gemeindeverwaltung (Bürgermeister und Hauptamtsleiter), Beraterfirma STEG (Geschäftsführer und Projektleiter) und zwei Initiatoren der Petition statt. Leider waren nicht wie erbeten auch Vertreter des Gemeinderats dabei, der sich somit nicht daran beteiligen konnte, für gegenseitiges Verständnis zu sorgen und Möglichkeiten für eine gemeinsame Vorgehensweise zu diskutieren.
Wir Initiatoren hatten die Hoffnung, endlich Klarheit über den Prozess zu erhalten und möglichst einen gemeinsamen Weg aus dem aktuellen Konflikt zu finden. Leider blieb auch bei dieser Gelegenheit die immer noch offene Frage nach der geplanten Dialogphase während der letzten fünf Monate weiterhin unbeantwortet. Fehlende Transparenz zieht sich durch das Projekt wie ein roter Faden. Transparenz ist aber die Grundlage für Vertrauen.
Stattdessen existiert weiter ein enormer Zeitdruck durch die nun für den 14./15. Juli geplante Klausur des Gemeinderats. Die Ergebnisse der Klausur sollen dann den Bürgerinnen und Bürgern – in Präsenz oder online – mit der Möglichkeit zur Rückmeldung vorgestellt werden. Wesentliche Änderungsmöglichkeiten sind dabei unrealistisch. Eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erst nach Fertigstellung der Strategie Glottertal 2040 kann und wird sich nicht mehr mit dem - von den Ministerien geforderten - Gesamtblick auf die Gemeinde befassen können. Jedenfalls gibt es hierfür weder eine Zusage noch einen Beschluss des Gemeinderats. Damit werden die Systematik der Förderung und die Versprechungen im Zusammenhang mit der Bürgerversammlung auf den Kopf gestellt.
Im Raum steht nun ein letzter Versuch, durch eine Verschiebung der Klausur Raum und Zeit für einen konstruktiven Dialog über einen gemeinsamen Weg in die Zukunft Glottertals mit einer echten Bürgerbeteiligung zu schaffen.
Wir hoffen sehr, dass die inzwischen weit über 100 Unterschriften von Glottertälerinnen und Glottertälern bei den Verantwortlichen Gehör finden. Es ist an der Zeit für eine Politik des Gehörtwerdens auch in Glottertal. Dafür ist es noch nicht zu spät, aber es wird immer schwieriger für die Verantwortlichen, je später sie damit anfangen. Wer will findet Wege ...