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  • Der Empfang der Petition wurde bestätigt

    22-04-14 12:05 Uhr

    An alle Unterstützer,

    kurz vor Ostern haben wir aus dem Ministerium für Kultur, Jugend und Sport nachstehenden Brief erhalten:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Herr Marwein MdL hat ihre Unterschriftensammlung an das Kultusministerium weitergeleitet. Das Stasstministerium hat ihr Schreiben an Herrn Ministerpräsident Kretschmann ebenso zuständigkeitshalber an das Kultusministerium gesandt.

    Herr Minister Stoch bedankt sich für ihr Schreiben vom 17. Februar 2014 und bittet um Verständnis, dass er nicht alle Schreiben persönlich beantworten kann. Aus diesem Grund hat Herr Minister die zuständige Abteilung des Ministeriums für Kultur, Jugend und Sport gebeten, Ihnen zu antworten.

    In ihren Ausführungen kritisieren sie die Verbindlichkeit des Ganztagsbetriebes der Gemeinschaftsschulen. Ich möchte ihnen die Bedeutung des Ganztagsbetriebs gerne erläutern. Dabei muss jedoch zunächst zwischen der Grundschule, die im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule geführt wird, und der Sukundarstufe I der Gemeinschaftschule unterschieden werden.

    Eine Gemeinschaftsschule ist in den Klassenstufen 5-10 verpflichtende Ganztagsschule. Das bedeutet, dass an drei oder vier Tagen der Woche ein Ganztagesbetrieb mit rhythmisiertem pädagogischen Angebot stattfindet. Schule und Schulträger entscheiden frei darüber, welche Variante sie wählen. Ganztagschulen tragen dazu bei, die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu verbessern. Sie eröffnen vielfältige Möglichkeiten, auf die Interessen und Begabungen der Kinder und Jugendlichen individuell einzugehen. Die Studie zur Entwicklung der Ganztagesschulen (www.projekt-steg.de) zeigt zum Beispiel, dass sich die Teilnahme an Ganztagsangeboten positiv auf die Familie und das Sozialverhalten der Schüler auswirkt. Nicht zuletzt fördern Ganztagsschulen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aus diesen Gründen sind verpflichtende Ganztagsangebote wichtig für das pädagogische Konzept der Gemeinschaftschulen.

    Grundschulen, die mit Gemeinschaftsschulen verbunden sind, müssen nicht Ganztagsschulen werden, haben aber die Möglichkeit dazu. Sie können bislang zwischen verpflichtendem und freiwilligen Ganztagsbetrieb sowie zwischen drei oder vier Tagen wählen.
    Auch das neue Ganztagschulkonzept, das zum neuen Schuljahr für alle Grundschulen eingeführt werdenn soll, sieht eine Wahlmöglichkeit vor.

    Das Elternrecht ist ein hohen und zu schützendes Gut. Deshalb sollen Eltern, die ihr Kind nicht an einer verbindlichen Ganztagsschule beschulen lassen wollen, auf Antrag die Möglichkeit haben, den Schulbezirk zu verlassen und an eine andere Grundschule zu wechseln. Ebenso sollen Eltern, in deren Schulbezirk keine Ganztagsgrundschule vorhanden ist, bie Bedarf auf Antrag die Möglichkeit haben, an eine Grundschule mit Ganztagsbetrieb zu wechseln.

    Die Gesellschaft wandelt sich und die familiären Struktuen sind vielfältiger geworden. Das Land muss auf diesen Wandel bei den Schulen reagieren. Die Koalitionsvereinbarung sieht deshalb den Ausbau und die Weiterentwicklung der Ganztagschulen in allen Schularten vor. Die Landesregierung legt dabei den Schwerpunkt auf den Ausbau von Ganztagsgrundschulen. Gleichwohl sollen auch dei weiterführenden Schularten berücksichtigt werden.

    Ich hoffe, ich konnte ihnen verdeutlichen, weshalb das Ganztagsschulkonzept ein bedeutsamer Baustein der Gemeinschaftsschulen ist und gleichzeitig einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit in Baden-Württemberg leistet.

    Eltern sind wertvolle Partner für uns und werden sowohl bei den Gemeinschaftsschulen wie den Ganztagsschulen eng in die Konzeption eingebunden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Johannes Bergner
    Ministerialdirigent
    Leiter Abteilung "Allgemein bildende Schulen, Elementarbildung"

    Wie sie dem Schreiben entnehmen können, wurde wenig konkret auf unsere Anliegen eingegangen. Es ist eher eine allgemeine Information zu Ganztagesschulen. Unter der Politik des "gehört werden" verstehen wir eigentlich etwas mehr.

    Dennoch wollen wir ihnen Mut machen sich auch weiter, gerade auch vor Ort auf kommunaler Ebene, für unser Anliegen einzusetzen.

    Wir danken Ihnen noch einmal ausdrücklich für ihre Unterstützung !

    Mit freundlichen Grüßen
    Christine Vollmer

  • Die Petition wurde eingereicht

    21-02-14 08:58 Uhr

    An alle Unterstützer.

    zunächst einmal möchten wir uns auf diesem Wege bei allen Unterzeichner dieser Petition bedanken. Ohne ihre Unterstützung wäre keine so große Anzahl an Unterschriften zusammen gekommen.

    Vergangenen Montag (17.02.2014) haben wir insgesamt 3642 Unterschriften (2668 online, der Rest handschriftlich gesammelte Unterschriften) an den Offenburger Landtagsabgeordneten Herrn Thomas Marwein (Grüne) überreicht. Dieser übergab am Mittwoch (19.02.2014) die Petition samt Unterschriften an Herrn Kultusminister Andreas Stoch. Anbei zwei Links von zwei lokalen Zeitungsausschnitten:

    www.badische-zeitung.de/kaestner-gesamtlehrerkonferenz-sagt-nein

    www.staz-online.de/nachrichten/single-news/archive/2014/february/article/eltern-und-lehrer-gegen-die-offenburger-schulplaene/

    Außerdem waren wir auf Wunsch vieler Unterzeichner am Dienstag bei Offenburgs Oberbürgermeisterin Frau Schreiner um sie über diese Unterschriftenaktion zu informieren.

    Ihre zahlreich eingegangenen Kommantare (selbstverständlich anonymisiert) übergaben wir sowohl Herrn Marwein als auch Frau Schreiner, damit ihre Beweggründe vor Ort Gehör finden.

    Dass diese Aktion auf kommunaler Ebene in Offenburg schon erste Erfolge zeigt, kann man der Presse entnehmen - so wurde von den Verantwortlichen signalisiert, dass mindestens eine Realschule erhalten bleibt. Inzwischen melden sich auch Lehrer, der Gesamtelternbeirat und andere zu Wort, damit die Schulentwicklung in Offenburg noch einmal überdacht wird.
    Kommenden Montag tagt der Schulausschuss um 18:00 Uhr öffentlich im Technischen Rathaus und wir dürfen sehr gespannt sein, wie die Dinge stehen.

    Ihnen allen noch einmal ein herzliches Dankeschön - wir melden uns wieder wenn wir Rückmeldung von Herrn Stoch haben.

  • Änderungen an der Petition

    10-01-14 08:49 Uhr

    Da das Einreichen der Petition auf Anfang Februar geplant ist, haben mit der Verlängerung noch mehr Eltern die Möglichkeit sich zum Thema verbindliche Ganztagesschule zu äußern.
    Neuer Titel: Gemeinschaftsschule = verbindliche Ganztagsschule - wir sind dagegen! Neuer Sammlungszeitraum: 6 Wochen