06.02.2026, 02:33
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir bekommen aktuell sehr viele Rückmeldungen und Anfragen, wann es nun weitergeht – nicht zuletzt, weil wir mit fast 7.000 Unterstützungen kurz vor dem ausgerufenen Stimmenziel stehen und das Thema entsprechend weiterhin hohe Aufmerksamkeit genießt.
Ich werde dabei das Gefühl nicht los, dass die aktuelle Zurückhaltung von Vereinsseite auch damit zusammenhängt, dass man die entstandene Aufbruchstimmung rund um den neuen Trainer und ein mögliches positives Ergebnis am Wochenende abwarten möchte. Die Hoffnung scheint zu sein, dass sich die Debatte dadurch von selbst in eine „bessere“ sportliche Phase verlagert.
Unabhängig davon, ob dies bewusst geschieht oder nicht: Dieses Muster ist im Fußball nicht neu. Kritische Fragen werden häufig dann vertagt, wenn kurzfristige Ergebnisse wieder Hoffnung erzeugen. Das mag nachvollziehbar sein – es ändert aber nichts an den strukturellen Themen, die viele Mitglieder beschäftigen.
Gerade deshalb bleibt unser Anliegen wichtig. Aufbruchstimmung ist willkommen, Siege sind es auch. Aber Verantwortung, Transparenz und die Rolle der Mitglieder dürfen nicht vom jeweiligen Spielausgang abhängig gemacht werden.
Noch ein kurzer rechtlicher Hinweis:
In der öffentlichen Debatte – auch in einer von uns geteilten Gegendarstellung – wurde eine Formulierung verwendet, die juristisch zu weit gefasst war. Eine Mitgliederversammlung kann keine unmittelbaren Weisungen an den Aufsichtsrat der KGaA erteilen oder diesen direkt zu Personalentscheidungen verpflichten; der Aufsichtsrat ist gesellschaftsrechtlich weisungsfrei. Das Gesellschaftsrecht setzt hier den verbindlichen Rahmen.
Unverändert richtig bleibt jedoch: Die Mitgliederversammlung ist das höchste Vereinsorgan. Ihre Beschlüsse binden die Vereinsorgane und entfalten damit eine mittelbare Steuerungs- und Verantwortungsebene, die in der aktuellen Diskussion nicht ausgeblendet werden darf.