• Die Petition wurde eingereicht

    at 09 Mar 2021 19:16

    Übergabe der Petition an Oberbürgermeister Bernd Tischler

    Die Bürgerinitiative „Natürlich Grafenwald“ übergab am Donnerstag, dem 04. März 2021 die Petition gegen die Neubaupläne in Grafenwald an den Oberbürgermeister Bernd Tischler. Der Empfang war sehr freundlich. Mit dabei war Baudezernent Klaus Müller und gemeinsam hörten die Vertreter der Stadt den Argumenten der Bürgerinitiative aufgeschlossen zu. Das nachfolgende Gespräch war konstruktiv und offen. Den Forderungen, bei allen Baumaßnahmen den Klima- und Umweltschutz sowie die Erhaltung der Artenvielfalt im Fokus zu haben, widersprach man nicht. Gleichwohl stände Politik und Verwaltung in der Verantwortung, die städtebauliche Entwicklung der Gesamtstadt auch unter ökonomischen und sozialen Aspekten zu betrachten. Man wolle im Sinne einer ökologisch orientierten Bauleitplanung sich um nachhaltige Lösungen für notwendige Baumaßnahmen bemühen. Interessant wird das Gespräch an dem Punkt, als es um die Frage geht, was zum Flächenwechsel Vossundern zu Grafenwald /Heimersfeld geführt hatte. Es hatte in der jüngeren Vergangenheit einen Meinungswechsel gegeben, dieses Gebiet nicht mehr zu favorisieren. Grund sei das hohe Grundwasser, gleichwohl Vossundern aber nicht gänzlich für eine Wohnbebauung ungeeignet wäre.
    Die Verwaltung war nun aufgefordert, eine Alternative zu finden. Diese wurde nun im Bereich Heimersfeld/Andresenstrang/Wiesengrund gefunden. Die Bürgerinitiative schließt daraus, dass die Kirchhellener CDU und ihr Bezirksbürgermeister Schnieder aktiv bestimmten „Bau“-Interessen nachgehen.
    Der CDU scheinen die umfänglichen Baumaßnahmen in Kirchhellen nicht genug zu sein: Groß-Neubaugebiet Schultenkamp, Infrastrukturmaßnahmen für Kirchhellens Gewerbe, Entwicklungsmöglichkeiten für Bauträger, neue Bauflächen in Feldhausen und nun noch 200-300 Wohneinheiten in Grafenwald. Andererseits gibt es keine Pläne zur Begrenzung der Bodenversiegelung Es gibt keine Diskussion über den im Land geforderten Umbau- und Rückbaubedarf. Nichts hört man vom Erhalt / Schaffung von Grün- und Freiflächen. In den Beschlüssen der Bezirksvertretung liest sich kein Wort von Berücksichtigung vorhandener Bodenbelastungen (Altlasten durch den Bergbau).

    Fazit:
    Die Bürgerinitiative fordert die Bezirksvertretung Kirchhellen auf, den Flächentausch Vossundern/Grafenwald zurückzunehmen, dort eine Teilbebauung zu befürworten und für die Mischbebauung (Wohnen und Gewerbe) auf Prosper IV einzutreten.
    Es bleibt dabei, dass 927 Bürger ihren Unmut über die übergriffige/überdimensionale Bautätigkeit geäußert haben und nicht wollen, dass der Grünzug in Grafenwald zubetoniert wird.
    Wir kämpfen weiter!
    Die Bürgerinitiative „Natürlich Grafenwald“

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