Wir haben inzwischen Kontakt mit der neuen Stadtspitze aufgenommen. Leider ist aus Termingründen noch kein direktes Gespräch zustande gekommen. Dies soll nach den Pfingstferien der Fall sein. Deswegen verlängern wir die Petition nochmals. Die Entscheidung des Petitionsausschusses des Bayerischen Landtags steht ebenfalls noch aus. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Neues Zeichnungsende: 30.06.2026 Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 9.752 (8.314 in München)
Verlängerung bis zum 01.06.2026. Morgen wird in München der neue Oberbürgermeister gewählt. Wir von LIN25 hatten gehofft, dass die Stadtverwaltung mit ihrem bisherigen Chef, OB Reiter, die im März 2025 erteilte Baugenehmigung für den Hinterhof der Lindenschmitstraße 25 bis zur morgigen Neuwahl zurückzieht. Dies wäre nach Einschätzung unserer Anwaltskanzlei und nach Vorliegen des Urteils des Bayerischen Verwaltungsgerichtshof vom November 2025 *ohne Regressansprüche* möglich. Aus der zuständigen Behörde, der Lokalbaukommission, bekamen wir die Nachricht, dass allen Beteiligten zuzumuten ist, die noch ausstehende Gerichtsentscheidung abzuwarten.
Wir haben uns in der Initiative LIN25 darauf verständigt, die Unterschriftensammlung noch mindestens bis zur abschließenden Behandlung der Petition im Petitionsausschuss des Bayerischen Landtags zu verlängern.
Egal, wer morgen OB wird: Gratulation! Wir würden uns freuen, wenn wir in der Angelegenheit in der neuen Amtsperiode weiterkommen.
Neues Zeichnungsende: 01.06.2026 Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 9.615 (8.264 in München)
Bei der Münchner Kommunalwahl zeichnet sich ab, dass es für die Wahl des Oberbürgermeisters zu einer Stichwahl am 22.03.2026 (zwei Wochen nach dem ersten Wahlgang am 08.03.2026) kommen wird. Die Petition richtet sich in der Sache an den Oberbürgermeister (OB) als verantwortlichen Leiter der Stadtverwaltung. Daher ist die Verlängerung um zwei Wochen begründet. Der Text bleibt unverändert!
Neues Zeichnungsende: 22.03.2026 Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 9.585 (8.247 in München)
kurz vor der Kommunalwahl am 8. März bitten wir euch, unserer Petition noch einmal Rückenwind zu geben: Wir stehen bei knapp 9.500 Unterschriften – die 10.000 sind zum Greifen nah. Die Mietendemo Anfang Februar hat uns zusätzlichen Schwung gebracht – jetzt heißt es: gemeinsam über die Ziellinie!
Jede Unterschrift zählt (auch außerhalb Münchens) und setzt ein starkes Zeichen gegen menschen- und klimaschutzfeindliche (sehr wahrscheinlich rechtswidrige!) Planungen, welche die Stadtverwaltung genehmigt hat. Dank des großen Rückhalts konnten wir bereits viel bewegen – und unser Engagement zeigt auch an anderer Stelle Wirkung:
Manche Kritiker der Petition sehen in LIN25 eine typische NIMBY Aktivität. **Not in my backyard.** Warum das nicht stimmt, lesen hier:
Warum wir keine NIMBY* Aktivisten sind. Es geht um Klimaschutz!
Ohne unsere Initiative wären fünf alte Bäume gefällt worden – das ist sicher. Der Fall LIN25 in Untersendling steht exemplarisch für eine fatale Entwicklung in München: Alte, klima- und umweltrelevante Bäume werden im Zuge von Bauvorhaben gefällt – häufig ohne öffentliche Debatte und fast immer zugunsten privater Investoren. In dem bislang unversiegelten Hinterhof der Lindenschmitstraße 25 sollten sämtliche Bäume weichen, um Platz für Wohneinheiten zur Kurzzeitvermietung zu schaffen.
Dabei sind wir kein Einzelfall. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Allein in den Jahren 2021 bis 2023 wurden in München 6.890, 5.236 und zuletzt 7.788 Fällgenehmigungen für Bäume erteilt, die der städtischen Baumschutzverordnung unterliegen. Der größte Teil dieser Genehmigungen steht im Zusammenhang mit privaten Bauvorhaben. Alte Bäume verschwinden – und mit ihnen ein zentraler Baustein des städtischen Klima-, Umwelt- und Artenschutzes.
Nachpflanzungen können diesen Verlust nicht kompensieren. Gerade auf Privatgrund bleiben sie häufig aus oder ersetzen bestenfalls symbolisch, was über Jahrzehnte gewachsen ist. Ein neu gepflanzter Baum braucht Jahrzehnte, um Kühlung, Wasserrückhalt und Luftfilterung auch nur annähernd leisten zu können und Lebensraum und Nahrung für Kleinsäuger, Vögel und Insekten zu bieten.
Der Fall LIN25 zeigt zudem ein grundlegendes Problem der städtischen Genehmigungspraxis: Bauanträge werden routinemäßig nach Aktenlage bearbeitet, Ortsbesichtigungen bleiben die Ausnahme, Fällgenehmigungen werden gleich mit erteilt. Die geltende Rechtsauslegung räumt Investoreninteressen systematisch Vorrang ein – selbst dort, wo der Erhalt von Grünflächen offenkundig im öffentlichen Interesse liegt.
Besonders problematisch ist die aktuelle Entwicklung in Bayern, Bauverfahren weiter zu „vereinfachen“. Wenn Gutachten zum Baumbestand von privaten Sachverständigen erstellt werden, die von Investoren selbst beauftragt sind, gerät eine unabhängige Abwägung unter die Räder. Im Fall LIN25 wich das eingereichte Baumgutachten nachweislich von der Realität ab. Das erschüttert das Vertrauen in eine faire und sachgerechte Verwaltung.
Mit der eingereichten Verbandsklage gegen das Bauprojekt im Hinterhof von LIN25 wird erstmals deutlich Widerspruch gegen diese Praxis erhoben. Ziel ist nicht die Verhinderung von Wohnraum, sondern eine Kurskorrektur: Stadtentwicklung darf nicht weiter auf Kosten von Klima, Nachbarschaften, Umweltschutz und Lebensqualität betrieben werden.
LIN25 bei der Mietendemo am 7. Februar 2026 - 14 Uhr Odeonsplatz
LIN25, die Mieterinitiative, wurde 2020 nach dem Verkauf des Sendlinger Mietshauses Lindenschmitstraße 25 an die Palermo Estate 01 GmbH gegründet, um die Interessen der elf Mietparteien gemeinsam zu vertreten. Wir rufen auf zur Mietendemo am 07. Februar 2026 in München. 14 Uhr Odeonsplatz. Was ist passiert?
Erste Mieterhöhungsverlangen abgewehrt
Mit Unterstützung des Mietervereins München konnte die erste Runde von Mieterhöhungen abgewehrt werden.
Speicherausbau ruiniert die Wohnqualität
Beim Ausbau des Speichers (Dauer 18 Monate) für eine Wohneinheit mit mehr als 150 Quadratmetern nahm das denkmalgeschützte Haus (erbaut 1912) erheblichen Schaden. In mehreren Wohnungen wurden die Wände feucht, die hölzernen Fensterrahmen wurden ruiniert. Das Treppenhaus verkam. Die SZ sprach von einem krassen Fall von Entmietung. Sämtliche Anfragen auf Mietminderung bleiben – wen wunderts – bei Palermo Estate 01 unerhört.
Palermo Estate bricht Abwendungserklärung
Zum Zeitpunkt des Immobilienerwerbs hat Palermo Estate 01 GmbH vertraglich der Stadt München zugesichert, günstigen Wohnraum zu erhalten. Das Haus steht in einem sog. Erhaltungs¬satzungs¬gebiet. Inzwischen scheint klar, der neue Eigentümer hat bei Neuvermietungen in erheblichem Maß gegen den geschlossenen Vertrag verstoßen. Konsequenz: Die Stadt hat eine Vertragsstrafe in Höhe von 170.000 Euro verhängt.
Rechtswidrige und umweltschädigende Baupläne für den Hinterhof
Mit einem aberwitzigen Vorhaben ohne jede Erschließung sollen der markante und alte Baumbestand fallen, der für die Klimaregulierung, die Gesundheit der Anwohner und den Artenschutz von großer Bedeutung ist. Stattdessen sollen drei Townhäuser entstehen, der Denkmalschutz wird auch ignoriert. Die Pläne lassen vermuten, es geht um Einzelapartments für Kurzzeitvermietungen.
LIN25 wird von der Mieter- zur Umweltinitiative
Gegen die Pläne regt sich breiter Widerstand im Viertel. Zusammen mit Anwälten und dem Umweltverband Wildes Bayern e.V. strengt LIN25 eine Klage gegen den Vollzug der von der Stadt München erteilten Baugenehmigung an. Mit Erfolg: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lässt in seinem Urteil keinen Zweifel daran, dass die Baugenehmigung, welche die Fällungen erlaubt, rechtswidrig ist.
LIN25 ist eine von vielen Mieter- und Nachbarschaftsinitiativen, die zur Teilnahme aufrufen. Wir sind mit einem Transparent und einem kurzen Redebeitrag vertreten. Wir treffen uns um 13 Uhr vor der LIN25 – und nehmen dann die U-Bahn zum Odeonsplatz. Bitte sagt doch kurz bei kontakt@lin25.de Bescheid, wenn Ihr dabei sein könnt.
**** Am Mittwoch, den 04.02.2026 tagt der Ausschuss für Eingaben und Beschwerden des Bayerischen Landtags ab 9:15 Uhr in Saal 2 (Bayerischer Landtag, Maximilianeum) in öffentlicher Sitzung. Es wird unsere Petition in Sachen Beschwerde gegen die Baugenehmigung behandelt. Berichterstatter sind Florian von Brunn (SPD) und Josef Lausch (Freie Wähler). Eine Teilnahme ist möglich.
Dazu heißt es auf den Webseiten des Landtags: „Einzelbesucher können an Ausschusssitzungen teilnehmen, soweit Besucherplätze zur Verfügung stehen. Grundsätzlich tagen alle Ausschüsse öffentlich. Sollten alle Besucherplätze im Sitzungssaal besetzt sein, sind – teilweise auch längere – Wartezeiten aus Sicherheitsgründen allerdings unvermeidlich. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Für Ihren Einlass in das Landtagsgebäude müssen Sie sich vorab unter Vorlage Ihres Personalausweises beim Pförtner anmelden.“