Region: Bonn

Hände weg von Umweltspuren und Radwegen! Radverkehr in Bonn fördern, nicht behindern

Petition richtet sich an
Stadtrat der Stadt Bonn, Oberbürgermeister Guido Déus

1.929 Unterschriften

64 %
1.606 von 2.500 für Quorum in Bonn Bonn

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  1. Gestartet 15.06.2026
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Neuigkeiten

15.06.2026, 17:00

Es wurden weitere Quellen ergänzt und die Erläuterung zum Engpassprinzip wurde präzisiert.


Neue Begründung:

Oxfordstraße: Alternativlos und lebensgefährlichunsicher ohne Radspur

Die Oxfordstraße ist die wichtigste Ost-West-Verbindung für den Radverkehr in der Bonner Innenstadt. Eine gleichwertige Alternative gibt es nicht, da parallele Führungsmöglichkeiten im Straßennetz schlicht nicht vorhanden sind.

Dort soll der Radfahrstreifen nun einem Schutzstreifen weichen oder ganz entfallen. Was das bedeutet: Radfahrende teilen sich die Fahrbahn mit Lkw und Autos im Stau, mit einem gestrichelten Strich als einzigem Schutz. Untersuchungen belegen, dass der vorgeschriebene Überholabstand auf solchen Streifen regelmäßig unterschritten wird, außerdem ist fraglich, ob die Menschen dort mit dem Rad überhaupt noch durchkommen. Bestehende Schutzstreifen, etwa an der Römerstraße,Schutzstreifen sind im Stau regelmäßig komplett mit Autos vollgestellt.vollgestellt, wie etwa in der Römerstraße zu beobachten ist.

Und was bringt das Ganze? AbsehbarVoraussichtlich wenig bis gar nichts. DerIn Engpassder liegtVerkehrsplanung gilt das Flaschenhalsprinzip: Die Leistungsfähigkeit eines Straßenzuges wird maßgeblich durch seine Engpässe bestimmt. Solange die Engpässe auf der Kennedybrücke selbst bzw.und anauf anderen zwangsweise einspurigen Abschnitten wie der Thomastraße oder Combahnfriedhof.am MehrCombahnfriedhof Spurenbestehen davorbleiben, verschiebenwird densich der Stau lediglichdurch eindie paarBeseitigung Metereiniger weitereinspuriger undAbschnitte machtnur denverlagern, Verkehraber nochnicht chaotischer.verschwinden.

Adenauerallee: Kein Stauhelfer, aber ein Politikum

Die Adenauerallee hat keine direkte Entlastungsfunktion für die gesperrte Nordbrücke und darüber hinaus auch zwei einspurige Passagen auf knapp zwei Kilometer Länge. Der Beschluss, auch hier den Radverkehr zu verdrängen, lässt sich verkehrlich kaum begründen, wohl aber politisch: Die CDU bekämpft die Radspur auf der Adenauerallee seit Jahren als ideologische Unvernunft. Nun scheint sie in der Ausnahmesituation die Gelegenheit zu sehen, Fakten schaffen zu können.

Die vorgeschlagenen Ausweichrouten über Kaiserstraße und Rheinufer sind kein gleichwertiger Ersatz für alle, die entlang der Adenauerallee zur Schule gehen, studieren oder arbeiten.

Das Fahrrad entlastet alle, auch den Autoverkehr

Wer jetzt auf das Rad umsteigt, nimmt ein Auto von der Straße und erleichtert die Situation damit nicht zuletzt für all diejenigen, die nicht wechseln können, etwa Handwerker, mobilitätseingeschränkte Personen oder diejenigen, die einen sehr weiten Weg haben. Die Menschen, die seit dem 3. Juni täglich auf das Fahrrad umgestiegen sind, sorgen dafür, dass der Kollaps nicht noch schlimmer ist. Wer sie jetzt derartig verdrängt, sorgt dafür, dass sie ins Auto zurückkehren, mit dem Ergebnis von mehr Stau, nicht weniger.

Bonn hat mit dem Radentscheid 2021 versprochen, zur Fahrradstadt zu werden. Dieses Versprechen ausgerechnet dann zu brechen, wenn das Fahrrad beweist, dass es unverzichtbar ist und ungemeine Potentiale bietet, wäre eine Entscheidung gegen die Sicherheit aller, die täglich Rad fahren und jene, die es in der neuen Situation erstmals ernsthaft in Betracht ziehen.

Wir fordern den Rat der Bundesstadt Bonn auf, die Beschlusspunkte 1.6, 1.7 und 1.8 zurückzunehmen und stattdessen das zu tun, was diese Krise wirklich braucht: Radverkehr fördern, nicht verbieten.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 107 (91 in Bonn)


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