• Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition

    at 17 Dec 2020 08:35

    Liebe Unterzeichner*Innen der Petition zum Erhalt der Hafenschule am historischen Standort,

    schon mehr als zwei Jahre ist es her, dass Sie zusammen mit über als 3.600 anderen Unterstützer*Innen Ihre Stimme für den Erhalt der Hafenschule an ihrem jetzigen Standort erhoben haben. In der Zwischenzeit hatte die Stadt zwei Pläne auf den Weg gebracht, die Hafenschule auf das Gelände der Erich Kästner-Schule zu verlegen.

    Doch inzwischen ist klar: Beide Pläne sind gescheitert.

    Plan A (die Zusammenlegung der Hafenschule und der Erich Kästner-Schule auf dem EKS-Gelände) ist nicht umsetzbar, weil der Platz für beide Schulen nicht reicht. Plan B (Neubau der Erich Kästner-Schule im Wasserschutzgebiet II) scheiterte am Veto des Regierungspräsidiums. Idee C, der Neubau der Erich Kästner-Schule auf einem Gelände östlich der Schiersteiner Brücke, hätte weder bei den Ortsbeiratsmitgliedern noch beim Schulleiter der Erich Kästner-Schule Anklang gefunden, sagte Bildungsplaner Christian Lahr vom Schulamt der Stadt bei der Ortsbeiratssitzung am 16. Dezember 2020.

    Plan C sei nun: Die Ertüchtigung beider Schulen an ihren jeweiligen Standorten. Andere Alternativen gebe es aktuell nicht. Außerdem hätte die Schulleiterin der Hafenschule die Idee ins Spiel gebracht, dass die Turnhalle der Hafenschule niedergelegt werden könne, um Platz für den Grundschulneubau zu schaffen. Konsequenz wäre dann die gemeinsame Nutzung einer Sporthalle am Standort der Erich Kästner-Schule. Möglich sei, zusätzlich auch Betreuungsräumlichkeiten oder die Mensa für beide Schulen auf dem Gelände der Erich Kästner-Schule unterzubringen. All diese Optionen würden ab Januar durchgespielt und sollen in eine aussagekräftige Planung münden. Wann das soweit sein kann, darauf wollte Lahr sich nicht festlegen lassen.

    Die neue Turnhalle an der Erich Kästner-Schule könne eventuell auf der Seite der Kleinaustraße untergebracht werden, wenn die Pavillons abgerissen werden. Bei der Hafenschule müssten nun insbesondere die Fragen nach der Feuerwehrzufahrt und dem Denkmalschutz geklärt werden. „All das spielt eine Rolle, aber nach zehn Jahren müssen wir zu einer Lösung kommen“, sagte Lahr.

    Die Ausgangslage sei nun auch in Bezug auf die Finanzierung neu. Ob das ursprüngliche “Mietmodell” mit der WiBau “am städtischen Haushalt vorbei” noch greifen könne, bezweifelte Lahr. Auch vergaberechtlich müsse angepasst werden. Bisher sei ein Neubau ausgeschrieben gewesen und keine Ertüchtigung.

    Die Ortsbeiratsmitglieder sorgten sich darum, dass die Erich Kästner-Schule nun eventuell „nur“ renoviert und nicht neu gebaut werden könnte. Tatsächlich ist es sehr wahrscheinlich, dass das Hauptgebäude der Erich Kästner-Schule stehen bleibt. Denn auch die Hafenschule wäre, wenn der Umzug auf das EKS-Gelände gemäß Plan B stattgefunden hätte, in dieses Gebäude eingezogen. Das hatte allerdings im März bei der Vorstellung dieser Variante im Ortsbeirat niemand moniert. Dass die Pavillons stehen bleiben, erscheint gleich in mehrfacher Hinsicht unwahrscheinlich: Sie sind nicht nur marode, sondern nehmen mit ihrer eingeschossigen Bauweise auch zuviel Platz weg. Schließlich müssen sie auf jeden Fall weichen, wenn eine neue Turnhalle an der Kleinaustraße gebaut werden soll.

    Manche Ortsbeiratsmitglieder kritisierten, dass eventuell auch dieser “neue” Plan C ins Leere führen könne, wenn sich herausstelle, dass die Hafenschule mit dem seit 2018 gültigen Raumprogramm nicht auf ihrem jetzigen Gelände ertüchtigt werden könne. Defacto fehlen im Vergleich zum 2014 gültigen Raumprogramm, mit dem die Sanierung und Erweiterung am Standort möglich gewesen wäre, gegenüber dem seit 2018 heranzuziehenden Programm rund 300 qm. Allerdings war die Machbarkeitsstudie im Jahr 2014 auch unter der Prämisse erstellt worden, dass die Turnhalle der Hafenschule nicht abgerissen wird. Das ist nun anders. Wie groß die jetzige Turnhalle der Hafenschule ist und wieviel Platz mit ihrem Abriss zusätzlich zur Verfügung steht, konnte Lahr nicht beantworten. „Es ist eben der Platz einer Einfeld-Sporthalle“, so Lahr.

    Der stellvertretende Ortsvorsteher Walter Richters fragte, ob sich für den Schulneubau nicht auch das ehemalige Grundstück von Bodo Günther am Osthafen eignen würde. „Das haben wir uns auch angesehen, ist aber wohl zu klein“, erklärte Lahr.

    Weitere Infos zum Thema gibt es hier: www.zukunft-schiersten.de

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