• Änderungen an der Petition

    at 20 Jan 2020 21:24

    Wir verlängern den Petitionszeitraum, weil viele Unterstützer momentan noch Unterschriftenlisten im Umlauf haben. Da wir diese Unterschriften berücksichtigen möchten, benötigen wir noch Zeit, um sie in das System einzugepflegen.


    Neues Zeichnungsende: 15.02.2020
    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 3448 (2029 in Kreis Herford)

  • Änderungen an der Petition

    at 06 Jan 2020 20:48

    Die Aufzählung der multiresistenten Keime wurde korrigiert, da dort fälschlicherweise ein Virus aufgeführt wurde.


    Neue Begründung: Bis zu 40.000 Hühner leben in Bodenhaltung in großen geschlossenen Hallen mit unstrukturierter Stallfläche (= alle Tiere in einem Raum). Durch diese hohe Besatzdichte (etwa A5 pro Tier) entsteht Wärmestau in Bodennähe. Aus dem Gemisch aus Exkrementen und Einstreu strömen fortwährend Staub und Schadgase (Bioaerosole/ Biotoxine/ Keime) wie z.B Ammoniak in die Luft.
    Besonders in der Umgebung von großen Tierhaltungsanlagen führen hohe Ammoniakkonzentrationen zu direkten Schäden an Flora und Fauna: Ammoniak reagiert in der Atmosphäre mit anderen Gasen zu gesundheitswirksamen Partikeln (-> Feinstaub, Ozon -> Klimawandel) und lagert sich in Land- und Wasserökosystemen ab. Pflanzen, Böden und Gewässer „versauern“ durch die ständigen Emissionen, es kommt zu Veränderungen der Artenvielfalt.
    Ammoniakgas verursacht bei Tieren und auch beim Menschen Schleimhautreizungen und Entzündung von Augen und Atemwegen und schwächt insgesamt das Immunsystem, d.h. man wird anfälliger für alle Krankheiten.
    Die Hühner bekommen darum prophylaktisch Antibiotika verabreicht. Jeder Einsatz von Antibiotika trägt zur Resistenzentwicklung von Krankheitserregern bei; multiresistente Keime (wie das „Vogelgrippe“-Virus H5N1 oder MRSA) entstehen und verbreiten sich über die Luft (Abluft der Stallanlagen) in die Umgebung.
    Hier werden neuerdings immer mehr Reserveantibiotika verwendet („harte“ Antibiotika wie COLISTIN für Notfälle, wenn andere nicht mehr wirken). Bereits jetzt finden sich auf 40% der untersuchten Geflügelfleischproben COLISTINresistente Bakterien.
    Je mehr Tiere auf engem Raum zusammen sind, umso höher ist der Infektionsdruck: Magen-Darm-Erreger / ESBL / Kokzidose, Salmonellen / Campylobacter sind auch für den Menschen ansteckend und können schwere Infektionen verursachen! Und das Verbreitungsrisiko von Infektionskrankheiten steigt mit der Anzahl der Mastställe in der Region an!
    Die Unmengen von aus Massentierhaltung anfallendem Hühnermist enthalten zudem sehr viel Nitrat. Es kommt daher besonders in Stallnähe zu extremen Nitratbelastung der Böden und längerfristig so auch des Grundwassers. So sind bereits knapp ein Drittel der Grundwasserreservoirs in Deutschland chemisch belastet/ verschmutzt. Festgelegte Grenzwerte der EU werden um ein Vielfaches überschritten (EU hat schon Klage eingereicht!). Die Reinigung des Grundwassers und Aufbereitung zu Trinkwasser (= Einhaltung der Grenzwerte) kostet jährlich 25 Milliarden € (zu zahlen vom Steuerzahler!).
    Nitrat wird vom menschlichen Körper in Nitrit umgewandelt, welches als stark krebserregend eingestuft wird.
    Die Hühner, die ihr ganzes Leben lang eingepfercht in einer stinkenden, stickigen und tageslichtlose Halle auf ein und derselben Einstreu stehen, leiden an sehr schmerzhaften Fußballengeschwüren und nekrotischen offenen Wunden an der Brust (Aufliegefläche).
    Durch die Hochleistungszucht zu so genannten "Broilern" haben alle Masthühner zudem mit schweren Gelenksschäden/-deformationen zu kämpfen, sind nicht mehr in der Lage zu gehen, geschweige zu hüpfen oder zu fliegen. Ihren natürlichen Verhaltensweisen können sie in keinster Weise folgen, sämtliche Grundbedürfnisse (Nahrungssuche, Körperpflege, soziale Verhaltensweisen, Schlaf-/Ruhebedürfnis) werden nicht erfüllt.
    Wenn sie die Haltungsbedingungen überleben, werden sie zu mehreren lebendig in Kisten gedrückt. Im Schlachthaus werden sie zuerst betäubt: Durch Gas oder im Elektrobad (kopfüber an den Füßen in Metallbügeln hängend, bei vollem Bewusstsein) bevor ihnen von einer automatischen Klinge die Kehle aufgeschnitten wird – zum Ausbluten.
    Quellen:
    www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/ammoniak
    www.umweltbundesamt.de/themen/fakten-zur-nitratbelastung-in-grund-trinkwasser
    www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/landwirtschaft/umweltschutz.html
    www.wdr.de/wissen/natur/nitrat-grundwasser-politik100.html
    • Zürcher Tierschutz, „das Masthuhn – ein Bodybuilder“, Dossier Nr. 2 / Frühling 2017 (-> zu finden unter: www.zuerchertierschutz.ch/no_cache/metanavigation/medien/medienmitteilungen/bodybuilder-masthuhn.html)
    albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/masthuehner/2
    www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Gefluegelmast-Hoher-Einsatz_von-Reserveantibiotikum,colistin100.html
    Petitionsbild: Greenpeace

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1679 (882 in Kreis Herford)

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