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  • Änderungen an der Petition

    18-05-13 22:38 Uhr

    Rechtschreibfehler - Umfeld Umlaute
    Neue Begründung: Die geplante änderung Änderung der Verwaltungsvorschrift "Arbeitszeit von Lehrern an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg" enthält Kürzungen, die an die Substanz der Schulen gehen. Bestehende Förderkonzepte werden eingeschränkt und gefährdet - das genaue Gegenteil der pädagogischen Weiterentwicklung, die uns im Koalitionsvertrag versprochen wurde.

    Betroffen von den Kürzungen sind neben der Fach- und Sammlungsbetreuung vor allem auch Selbstevaluation, Schulentwicklungsplanung und - koordination, Entwicklung von schulischen Lehrplänen (Fach-, Methoden- und Sozial-Lehrpläne), Fortbildungsplanung, Berufs- und Studienorientierung, Gewalt- und Suchtprävention, Differenzierungs- und individuelle Fördermaßnahmen sowie Koordination von neuen Programmen wie Stark.Stärker.Wir, Jugendbegleiterprogramm, Schulwegeplanung, vielfältige Kooperationen und Koordinationen. Diese Arbeiten sollen nicht mehr in bisherigem Umfang auf die Lehrerarbeitszeit angerechnet werden.

    Die Kürzungen gefährden "zielgenau" die pädagogische Weiterentwicklung aller Schularten!

    Um die Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft zu verringern, wäre es dringend erforderlich, weitere Anrechnungen für alle Schularten einzuführen. Sie zu streichen, lässt aber befürchten, dass die Landesregierung das Ziel der Bildungsgerechtigkeit aus den Augen verloren hat.

    Außerdem plant die Landesregierung, die Organisation und Koordination der Hausaufgabenbetreuung sowie Qualifizierung der HausaufgabenbetreuerInnen am Gymnasium überhaupt nicht mehr auf die Lehrerarbeitszeit anzurechnen. Dieses Angebot wurde nach einigen Jahren G8 eingeführt, um hier auftretende Probleme und Härten aufzufangen und die Einrichtung von Ganztagesschulen zu fördern. Dass diese Streichungen nun mit dem Wegfall des Bedarfs begründet werden, ist realitätsfern und zynisch.

    Begründet werden all diese Einsparungen nicht etwa mit gesunkenem Bedarf. Vielmehr wird systemfremd und undifferenziert mit allgemeinen Sparzwängen argumentiert. Auch tut sich die Landesregierung immer noch schwer damit, die Bedarfe im Schulsystem präzise zu beziffern.

    Die Streichung von 1.000 Lehrerstellen im Jahr 2013 hätten massive negative Auswirkungen auf die schulische Arbeit. Den Einsparungen der Landesregierung stehen zudem erhebliche Mehrkosten der Eltern gegenüber, für mehr Nachhilfe und privat organisierte Förderung.

    Die Landesregierung nimmt mit den Einsparungen ein Scheitern der soliden Ausbildung und Bildung unserer Kinder an allen Schularten im Land in Kauf !

    Daher fordern wir von der Landesregierung, die geplanten Kürzungen nicht umzusetzen!