• Petitionsempfänger antwortet nicht

    12.10.2018 00:11 Uhr

    Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass der Petitionsempfänger nicht reagiert hat.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - Danke für 2360-fachen Nachdruck!

    09.07.2015 15:44 Uhr

    Liebe Zeichner und Unterstützer der Kampagne,

    was als persönlicher, offener Brief begann - ist zu einem vielfältigen Appell an eine neue Art von Streit- und Verhandlungskultur geworden. Nicht nur Ihre Unterschriften, sondern auch Ihre Kommentare, Pro-, Kontra- und Gegenargumente haben diese Petition zu einem reichhaltigen Dokument gemacht, das sich gegen vereinfachende Schuldzuweisungen und Schwarz-Weiß-Denken in Konfliktsituationen wendet. Dafür will ich mich nochmal ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

    In den letzten Wochen und Monaten wurde ich oft gefragt, was es denn nun genau sei, was man statt eines Streikes tun könne, um Forderungen durchzusetzen.

    Ich glaube, dass schon diese Frage Teil des Problems ist.

    Denn diese Frage nimmt an, dass es eine Art Allerheilmittel gibt, wenn man sich in einem Konflikt befindet. Sie impliziert auch, dass es ein Anrecht auf Durchsetzung von Forderungen gibt. Sie beinhaltet, dass es einen vermeintlich Stärkeren und Schwächeren gibt, und dass man in irgendeiner Form „aufrüsten“ muss, um nicht das Nachsehen zu haben.

    Es gibt aber kein Patentrezept. Es gibt auch keine Garantie dafür, dass eine Seite ihre Forderungen durchsetzen wird (auch wenn sie es ihren Mitgliedern noch so sehr verspricht). Und die Klassifikation in "stärker" und "schwächer" ist schlussendlich frei gewählt. (Wer nach Aufwertung ruft, hat sich im Grunde schon selbst entwertet.)

    Die Herausforderung speziell in diesem Konflikt liegt darin, sich von historisch gewachsenen Praktiken und Gewohnheiten zu lösen. Noch dazu, wo die Geschichte der Streikkultur und Gewerkschaften sowie die Betreuung von Kindern emotional hoch aufgeladen und in vielerleich Hinsicht ein sensibles Thema ist.

    Aber wenn beide Seiten den Konflikt als einen wichtigen Teil der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung annehmen können, sich regelmäßig (auch außerhalb von Tarifverhandlungen) an einen Tisch setzen und im Gespräch bleiben und sich dafür entscheiden, auf Augenhöhe miteinander zu reden und sich um gegenseitiges Verständnis zu bemühen - dann wird früher oder später etwas in Bewegung kommen. Aber wenn beide Seiten das nicht können - dann reicht es, wenn eine Seite damit anfängt. Und genau diese Seite wird wahrscheinlich kaum glauben können, wie sie auf einmal aus der vermeintlich schwächeren Position in die Führungsrolle kommt.

    Ich wünsche ver.di, dass sie genau diese Verantwortung in den nächsten Wochen nicht leichtfertig vergibt.

    In der Zwischenzeit freue ich mich, diese Petition an Herrn Birner zu übergeben. Ich werde mich weiter um eine Rückmeldung bemühen - bisher hat er sämtliche Nachfragen hartnäckig ignoriert - und werde Sie darüber auf dem Laufenden halten.

    Für eine kreative Streitkultur, mit meinen besten Grüßen und Dank,
    Patricia Pyrka

  • Änderungen an der Petition

    08.06.2015 13:29 Uhr

    Aufgrund der langen Dauer des Streiks und des im Moment noch unbekannten Ausgangs der Schlichtung (sowie einer möglichen Streik-Fortsetzung) wird die Zeichungsfrist weiter offen gehalten.
    Neuer Sammlungszeitraum: 6 Wochen

  • Petition in Zeichnung - Petition verlängert und ausgeweitet!

    03.06.2015 11:02 Uhr

    Liebe Unterstützer,

    Ihre Nachrichten und Wünsche haben Wirkung gezeigt! Auf Anregung einiger Unterzeichner und solcher, die es gerne werden wollten, habe ich die Petition verlängern und auf ganz Deutschland ausweiten lassen können. Nachdem die Unterschriften eh schon aus ganz Deutschland kamen und der Streik sich weiter hinzieht, hatten viele von Ihnen diese Ausweitung vorgeschlagen. Diese ließ sich jedoch nicht so einfach vornehmen (eine Woche vor Petitionsende kann man als Petent keine Änderungen mehr vornehmen; meine erste Petition = viel gelernt :-)). Mit Hilfe des sehr schnell und freundlich reagierenden Support-Teams von openpetition ließ sich das aber regeln - so dass ich beschlossen habe, diese Petition so lange weiterlaufen zu lassen, wie der Streik andauert.

    Auch habe ich heute bei Herrn Birner nachgehakt, um für Sie eine erste Rückmeldung zu erfragen - sobald ich von ihm höre, werde ich wieder hier posten.

    Ganz großen Dank nochmals und auf respektvolle und erfolgreiche Verhandlungsgespräche,
    Patricia Pyrka

  • „Streikrecht“ bedeutet nicht StreikPFLICHT - und Solidarität beruht immer auf Gegenseitigkeit.

    31.05.2015 15:28 Uhr

    Liebe Petitions-Unterstützer,

    Wenn ich den Schlagabtausch zwischen Streik-Befürwortern und –Kritikern so Revue passieren lasse, fällt mir auf, dass zwei Begriffe schon fast inflationär immer wieder auftauchen: 1) Die Bedeutung des Streikrechts und 2) die Solidarität mit den Streikenden.

    1) Dass das Streikrecht eine überragende Wichtigkeit für unsere Gesellschaft hat, und historisch hart erkämpft wurde, ist unumstritten. Ich habe jedoch den Eindruck, dass die Streikenden und Streik-Befürworter den Begriff „Recht“ fast synonym mit „Pflicht“ verwenden. Als ob es die Pflicht gäbe zu streiken, nur um das Streikrecht zur Anwendung bringen zu lassen.

    Ein „Recht“ auf etwas zu haben bedeutet aber vor allem eins: DIE WAHL zu haben, ob man etwas tut oder nicht. Es steht einem frei. D.h. man darf – man muss aber nicht. Man darf also auch über das Recht hinausdenken und neue Wege beschreiten.

    2) Auch die Forderungen der Erzieher nach Solidarität ist ziemlich inflationär in diesem Streik gefordert worden. Auch hier wird meiner Wahrnehmung nach eine implizite Annahme gemacht: Dass Erzieher sich per se der Solidarität der Eltern sicher sein könnten - komme was wolle.

    Das Besondere ist: Diese fast unangreifbare Solidarität hatten sie sogar. Wahrscheinlich mehr als jede andere Berufsgruppe, die jemals in den Streik gezogen ist.

    Solidarität jedoch, genauso wie Wertschätzung und Anerkennung – werden auf Dauer von Gegenseitigkeit genährt. Schade, dass der große Solidaritätsvorschuss, den die Gewerkschaften hatten, durch mangelnde Kommunikation/Einbindung und dem befremdlich dogmatischen Festhalten am Streik so leichtfertig aufs Spiel gesetzt worden ist.

    Danke für die Unterstützung, und die zahlreichen und vor allem durchdachten Kommentare, die Sie mir haben zukommen lassen.

    Mit großen Hoffnungen und besten Wünschen für die bald beginnenden Verhandlungsgespräche,
    Patricia Pyrka

  • Petition in Zeichnung - Für weniger Streik und mehr respektvolles Verhandeln - Danke für über 1300 Unterschriften!

    29.05.2015 10:44 Uhr

    Liebe Petitionsunterstützer und Streitkultur-Interessierte,

    als ich diese Petition am Montag spontan, auf Anregung einiger Eltern, aus meinem offenen Brief an Herrn Birner zusammenstellte - war das angepeilte Ziel, innerhalb einer Woche 1000 Unterstützer zusammenzukriegen. Nach nur 4 Tagen sind wir aktuell bei über 1300 - und steigend. Ich bin Ihnen SEHR dankbar, denn Ihre Unterschriften wiegen viel mehr als meine alleine.

    Daher meine Frage an Sie: Kennen Sie noch eine einzige weitere Person, die eine zukunftsfähikge Streit- und Verhandlungskultur unterstützen möchte? Leiten Sie diese Petition an sie weiter - wenn wir bis Montag 3000 Unterschriften zusammenkriegen, haben wir noch mehr Gewicht. Ich werde in jedem Falle dafür sorgen, dass die Petition nach Abschluss nicht nur an ver.di im Bezirk München, sondern deutschlandweit übergeben wird.

    Gerade weil die Verhandlungspartner offenbar wieder aufeinander zugehen, bleibt es mir ein wichtiges Anliegen, mit dieser Petition die hoffentlich sehr bald wieder aufgenommenen Verhandlungen kreativ zu stärken.

    Auf der "Neuigkeiten"-Seite halte ich Sie auf dem Laufenden und stelle weitere Gedanken zu dieser Petition ein: www.openpetition.de/petition/blog/kita-streik-beenden-respektvoll-weiterverhandeln

    Danke auch für Ihre Kommentare, Berichte und ermutigenden Rückmeldungen!

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und schicke meine besten Grüße,
    Patricia Pyrka

  • Zusammenfassung zum aktuellen Stand der Verhandlungen

    29.05.2015 10:23 Uhr

    Liebe Unterzeichner,

    bei all dem Hickhack im Moment ist es manchmal schwer, den klaren Blick und Humor zu behalten. Damit Sie also wissen, was im Moment Sache ist, zitiere ich im Folgenden aus einer kurzen Zusammenfassung zum aktuellen Stand der Verhandlungen, verfasst von Marjolaine Daubas, ebenfalls vom Streik betroffene Mutter aus München:

    ***

    VKA: "Wir haben schon am 20. April einen Vorschlag vorgelegt aber ver.di redet ja nicht mit uns! Also legen wir wieder denselben Vorschlag vor und tun so, als wäre er neu."

    ver.di: "Uns wurde noch nie ein Vorschlag vorgelegt! Und die reden ja nicht mit uns. Also bestrafen wir jetzt die Eltern, die uns vorher unterstützt haben."'

    VKA: "Wir laden ver.di für Dienstag zu Verhandlungen ein und erwarten, dass der Streik bis dahin ausgesetzt wird."

    ver.di: "Die haben uns für Dienstag oder Mittwoch eingeladen. Viel zu spät! Wir laden die für Montag ein! (Nix wird ausgesetzt.)"

    ***

    Bleibt von mir noch hinzuzufügen: Montag? Freitag, Samstag und Sonntag wären auch valide Tage gewesen.

    Ihnen ein schönes Wochenende mit möglichst viel Zeit zum Durchatmen,
    Patricia Pyrka

  • Die wichtigsten FAQs zur Petition - warum München und was ist mit dem Streikrecht?

    29.05.2015 10:07 Uhr

    Liebe Unterstützer dieser Petition,

    in den letzten Tagen gabe es insbesondere diese zwei Fragen zu dieser Petition, die ich hier beantworten möchte:

    1. Will diese Petition das Streikrecht angreifen?

    Nein. Das Streikrecht ist ein hart erkämpftes Gut, welches auf keinen Fall verändert werden sollte.
    Diese Petition appelliert hingegen daran, kreative Alternativen zum Streiken zu suchen. Wir dürfen nicht vergessen, dass Streiks in einer Zeit aufkamen, in der es weit weniger Kommunikationskanäle und Infrastruktur gab. Damals konnten die Streikenden ihre bestreikten Betriebe tatsächlich hart treffen und ein großes Chaos anrichten. Heutzutage können die vom Streik Betroffenen wesentlich schneller reagieren und Ersatz mobilisieren (wie man bei der Bahn gesehen hat) - oder den Streik einfach aussitzen, weil sie von ihm profitieren (wie wir aktuell sehen).

    Wichtiger finde ich aber noch, dass sich unsere gesamte Arbeitswelt verändert hat, und mit ihr auch die Beziehung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Früher kämpften die "armen" Arbeiter gegen die "machtvollen" Arbeitgeber - und konnten der "Geldmacht" ihrer Chefs im Streik den Entzug ihrer Arbeitskraft entgegensetzen.

    Das ist heutzutage einfach nicht mehr so. Durch die Digitalisierung und Vernetzung unserer Welt kann jeder produzieren, hat gleichwertigen Zugriff auf Informationen, kann jeden erreichen und auf einen Schlag große Massen mobilisieren. Arbeitnehmer sind in eine größere Autonomie und Selbstverantwortung gewachsen, was die Beziehung zu Arbeitgebern auf Augenhöhe gebracht hat. Zumindest wenn man selbstbewusst dafür einstehen will.

    Ich wünsche mir, dass mein Sohn lernt, wie man auch schwerwiegende Konflikte und Uneinigkeiten ohne Blockadehaltung löst. Ohne "Aufrüstung". Mit Respekt und Anerkennung, auch wenn sich der Verhandlungspartner nicht so verhält, wie man es gerne hätte.

    Abgesehen davon haben wir in diesem konkreten Streikfall eine Konstellation, die in einer überproportionaler Weise eine Gruppe trifft, die 1) vor Streikbeginn nicht ausreichend einbezogen und über Mitwirkungsmöglichkeiten informiert wurde; 2) keinen besonders großen monetären Druck ausüben kann und 3) in sich auch sehr unterschiedlich hart getroffen wird: Die ganz kleinen Kinder sowie Alleinerziehende sind z.B. besonders betroffen.

    Also: Das Streikrecht soll bleiben - und ich kann mir gut vorstellen, dass es Situationen gibt, in dem ein Streik Sinn macht, ob er nun ganz konkreten oder zumindest symbolischen Druck macht - trotzdem sehe ich die Gewerkschaften in der Verantwortung, befähigte und selbstbewusste Alternativen für die Zukunft zu entwickeln.

    2. Warum nur Landkreis München? Kann ich auch unterstützen, wenn ich woanders wohne?

    Klar können Sie unterstützen - wir wären sehr dankbar! Auch jetzt schon kommen die meisten Unterzeichner von außerhalb.
    Die Beschränkung auf München hat rein "historische" Gründe: Ursprünglich war diese Petition tatsächlich ein offener Brief an Herrn Birner, den ich ihm per Email habe zukommen lassen. Als ich angeregt wurde, diesen Brief zu einer Petition umzuformen, schien es im erstem Moment logisch, diese auf die Region des Adressaten zu beschränken (Herr Birner ist Geschäftsführer von ver.di München und Region) - und als mir die Reichweite dieser Petition klar wurde, konnte ich sie nicht mehr verändern. In jeden Falle werde ich dafür sorgen, dass diese Unterschriftenliste nach Abschluss der Petition über Herrn Birner auch an ver.di deutschlandweit übergeben wird.

    Danke nochmals fürs Unterstützen, Kommentieren, Debattieren - auch wenn ich nicht immer antworten kann: ich lese alles und weiß Ihren Einsatz sehr zu schätzen!
    Patricia Pyrka

  • "Kita-Streik beenden - respektvoll UND PROFESSIONELL weiterverhandeln" - LINK zum vollständigen Artikel

    28.05.2015 16:40 Uhr

    Liebe Unterstützer, leider ist mein vorheriger Post nicht vollständig publiziert worden - ich habe daher ein wenig improvisieren müssen und ihn auf meinem geschäftlichen Blog veröffentlicht:

    www.gobeyondtraining.net/blog-1/2015/5/28/kita-streik-beenden-respektvoll-und-professionell-weiterverhandeln

    Da diese "Neuigkeiten"-Seite leider keinerlei Formatierungen erlaubt bin ich auch nicht sicher, ob dieser Link funktioniert - tut mir leid, falls nicht; in dem Falle bitte einfach copy&pasten.

    Danke nochmals und alles Gute weiterhin!
    Patricia Pyrka

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