• Jetzt ist das Parlament gefragt

    at 09 Apr 2021 06:01

    openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Niedersächsischer Landtag eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/kitas-gegen-das-neue-kita-gesetz-in-niedersachsen

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.

  • Änderungen an der Petition

    at 26 Mar 2021 08:59

    Die Quellenangabe wurde geändert. Anstatt dem Link zu folgen, ist es einfacher, sich die PDF anzeigen zu lassen. Der Gesetzesentwurf befindet sich unter dem Punkt Neuigkeiten zum herunterladen.


    Neue Begründung:

    Die Zeit drängt, da das Gesetz zum 01.08.2021 in Kraft treten soll.

    Neues KiTa Gesetz verhindern - für gesunde Kinder und gesundes Fachpersonal.

    Die Arbeit aufwerten - nicht abwerten.

    Die Fachkräfte müssen angehört werden.

    Wie sollen wir all unseren Aufgaben gerecht werden, wenn es künftig möglich ist, dass eine Erzieherin mit einer Assistenzkraft für bis zu 28 Kinder verantwortlich ist? Wir möchten betonen, dass es uns nicht um eine Abwertung der Assistenzkräfte geht. Aber es gibt einen Unterschied in der Ausbildung und schon dadurch rein rechtlich und manchmal auch fachlich einen Unterschied im Tätigkeitsfeld.

    Viele Einrichtungen sind im Sinne der politisch gewollten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganzjährig geöffnet und somit wird der Urlaub der Beschäftigten im laufenden Betrieb genommen. Dazu kommen Fortbildungen und Krankheiten, schon jetzt ist eine Fachkraft oft genug mit einer Gruppe von 25 Kindern alleine.

    Auch für den Gesundheitsschutz benötigen wir kleinere Gruppen. Denn in Kitas wird durchschnittlich ein Lärmpegel von 60 -70 Dezibel erreicht. Dies kann bei Kindern und Fachpersonal Einflüsse auf das körperliche Wohlbefinden haben. Und nicht nur den Erwachsenen ist es oft zu laut, auch Kinder nehmen den Lärm als störend wahr.

    Die meisten Gruppenräume sind mit Tischen und Stühlen vollgestellt. Schon jetzt fehlen diese Flächen den Kindern als Spielraum. Kinder brauchen aber Ecken und Nischen, in die sie sich bei Ihrem langen Tag in der Kita auch mal zurückziehen können, um sich zu erholen.

    Wir brauchen einen besseren Personalschlüssel.

    Wir brauchen kleinere Gruppen.

    Derzeit hat eine Gruppe insgesamt nur 7,5 Std Vorbereitungszeit pro Woche. Das ist lächerlich!

    Wir brauchen deutlich mehr Vorbereitungszeiten!

    Ein weiteres wichtiges Thema ist die Situation der Leitungskräfte, sie haben eine sehr wichtige Schlüsselposition inne. Leitungen stehen im täglichen Spagat zwischen Eltern, Träger, dem Wohl der Mitarbeitenden und der Kinder, sowie den Vorgaben der Politik.

    Bei der Vielzahl an Tätigkeiten müssen die Leitungen vom Kinderdienst freigestellt und zusätzlich entlastet werden.

    Unser Gefühl ist, dass wir jetzt den Preis für ein Wahlversprechen der Politik bezahlen sollen: Die Abschaffung der Kita- Gebühren war aus unserer Sicht ein Fehler. Dass dieses Geld nun fehlt, darf nicht zu Lasten der Betreuung unserer Kinder und unserer Gesundheit gehen. Denn diesen Preis wollen Eltern sicher auch nicht zahlen. Denn ein Versprechen war, dass sich die fehlenden Einnahmen NICHT auf die Qualitätsstandards auswirken werden. Die dritte KiGa Kraft war damals schon ein Thema. Und jetzt sollen nicht mal mehr 2 Erzieherinnen in einer Gruppe sein? Wie passt das zusammen? Genau wie bei der dritten Krippenkraft: Die Stundenerhöhung wurde um Jahre verschoben.

    Gute Kita Arbeit darf nicht von der Finanzkraft des Trägers abhängig sein, es braucht verbindliche Standards, die nicht unterschritten werden dürfen.

    Eine Absenkung der vorhandenen Standards -wie nun vorgesehen- ist ein Desaster.

    Unsere Kinder müssen uns mehr wert sein!

    Ebenso muss festgeschrieben sein, dass wir Anspruch auf Supervision, Fachberatung, Fortbildung haben. Wir brauchen viel mehr Zeit im Team für Dienstbesprechungen, Fallbesprechungen, Studientage etc. Denn nur dann können wir die Qualität unserer Arbeit erhalten.

    Fakt ist:

    Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, das vorhandene Personal z.T. hoch belastet. Stellen werden teilweise nicht nachbesetzt. Viele Kolleg*innen brennen zwar immer noch für ihren Beruf, aber viele brennen immer mehr aus und sind psychisch belastet.

    Fachkräfte im SuE-Dienst führen seit Jahren die Krankheitsstatistiken mit an. Und da sollen die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtert werden? Den Fehler in der Denkweise zu finden ist nicht schwer!

    Es sollte politisch die Sorge vorherrschen, dass der Bildungsbereich schon jetzt am Limit fährt und vor dem Kollaps steht.

    Statt die Bedingungen weiter für alle Beteiligten zu verschlechtern, sollte eine echte Aufwertung unseres schönen Berufes erfolgen. Nur so gewinnen wir Fachpersonal dazu!!

    Statt uns politisch alleine zu lassen, fordern wir die verantwortlichen Politiker*innen auf:

    Übernehmen Sie Verantwortung für den frühkindlichen Bildungsbereich!

    Bitte teilen Sie diese Infos zur Petition, damit wir möglichst viele Unterschriften zusammen bekommen und wir die Rahmenbedingungen für Kinder und Personal noch verbessern können.

    Quelle: Entwurf zum KitaG

    www.stk.niedersachsen.de/startseite/presseinformationen/neues-kindertagesstattengesetz-kitag-fur-niedersachsen-kabinett-stimmt-verbandsbeteiligung-zu-194622.htmlDer Entwurf des Gesetzes kann unter dem Punkt Neuigkeiten heruntergeladen werden.


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 6.944 (6.529 in Niedersachsen)

  • Offener Brief

    at 25 Mar 2021 16:44

    View document

    Liebe Unterstützer*innen dieser Petition,

    anbei stelle ich nun den offenen Brief, der an an die Landtagsabgeordneten versendet wurde, hier zur Verfügung.

    Viele Grüße

  • Vielen Dank und Emails

    at 25 Mar 2021 15:40

    Liebe Unterstützer*innen dieser Petition,

    Es ist überwältigend, dass innerhalb so weniger Stunden so viele Unterschriften zusammengekommen sind.
    Es zeigt auch, wie viele Menschen unmittelbar betroffen sind und bei wie vielen von uns der Entwurf auf Unverständnis stößt.

    Ich freue mich sehr über die Vielzahl an Kommentaren, die von Kolleg*innen, Eltern, Großeltern, Fachberater*innen und anderen Personengruppen hinterlassen worden sind. Damit habe ich nicht gerechnet.

    Lasst uns für die Petition gemeinsam weiter Werbung machen, damit die Verantwortlichen auf uns aufmerksam werden.

    Ein persönliches Anliegen:

    Ich werde mich bemühen, auf alle Mails einzugehen und zu beantworten....ich bin erfreut und überrascht von der Dynamik der Petition.
    Allerdings kann ich mich um diese Sachen nur in meiner Freizeit kümmern, denn ich bin Vollzeit als Kita Leitung tätig 😂...

  • Änderungen an der Petition

    at 25 Mar 2021 08:54

    Weil viele nachfragten: In der Quellenangabe ist der Link zum Entwurf des KitaG.

    Wer die Aktion noch weiter unterstützen möchte, kann sich gern eine Unterschriftenliste ausdrucken und hochladen.


    Neue Begründung:

    Die Zeit drängt, da das Gesetz zum 01.08.2021 in Kraft treten soll.

    Neues KiTa Gesetz verhindern - für gesunde Kinder und gesundes Fachpersonal.

    Die Arbeit aufwerten - nicht abwerten.

    Die Fachkräfte müssen angehört werden.

    Wie sollen wir all unseren Aufgaben gerecht werden, wenn es künftig möglich ist, dass eine Erzieherin mit einer Assistenzkraft für bis zu 28 Kinder verantwortlich ist? Wir möchten betonen, dass es uns nicht um eine Abwertung der Assistenzkräfte geht. Aber es gibt einen Unterschied in der Ausbildung und schon dadurch rein rechtlich und manchmal auch fachlich einen Unterschied im Tätigkeitsfeld.

    Viele Einrichtungen sind im Sinne der politisch gewollten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganzjährig geöffnet und somit wird der Urlaub der Beschäftigten im laufenden Betrieb genommen. Dazu kommen Fortbildungen und Krankheiten, schon jetzt ist eine Fachkraft oft genug mit einer Gruppe von 25 Kindern alleine.

    Auch für den Gesundheitsschutz benötigen wir kleinere Gruppen. Denn in Kitas wird durchschnittlich ein Lärmpegel von 60 -70 Dezibel erreicht. Dies kann bei Kindern und Fachpersonal Einflüsse auf das körperliche Wohlbefinden haben. Und nicht nur den Erwachsenen ist es oft zu laut, auch Kinder nehmen den Lärm als störend wahr.

    Die meisten Gruppenräume sind mit Tischen und Stühlen vollgestellt. Schon jetzt fehlen diese Flächen den Kindern als Spielraum. Kinder brauchen aber Ecken und Nischen, in die sie sich bei Ihrem langen Tag in der Kita auch mal zurückziehen können, um sich zu erholen.

    Wir brauchen einen besseren Personalschlüssel.

    Wir brauchen kleinere Gruppen.

    Derzeit hat eine Gruppe insgesamt nur 7,5 Std Vorbereitungszeit pro Woche. Das ist lächerlich!

    Wir brauchen deutlich mehr Vorbereitungszeiten!

    Ein weiteres wichtiges Thema ist die Situation der Leitungskräfte, sie haben eine sehr wichtige Schlüsselposition inne. Leitungen stehen im täglichen Spagat zwischen Eltern, Träger, dem Wohl der Mitarbeitenden und der Kinder, sowie den Vorgaben der Politik.

    Bei der Vielzahl an Tätigkeiten müssen die Leitungen vom Kinderdienst freigestellt und zusätzlich entlastet werden.

    Unser Gefühl ist, dass wir jetzt den Preis für ein Wahlversprechen der Politik bezahlen sollen: Die Abschaffung der Kita- Gebühren war aus unserer Sicht ein Fehler. Dass dieses Geld nun fehlt, darf nicht zu Lasten der Betreuung unserer Kinder und unserer Gesundheit gehen. Denn diesen Preis wollen Eltern sicher auch nicht zahlen. Denn ein Versprechen war, dass sich die fehlenden Einnahmen NICHT auf die Qualitätsstandards auswirken werden. Die dritte KiGa Kraft war damals schon ein Thema. Und jetzt sollen nicht mal mehr 2 Erzieherinnen in einer Gruppe sein? Wie passt das zusammen? Genau wie bei der dritten Krippenkraft: Die Stundenerhöhung wurde um Jahre verschoben.

    Gute Kita Arbeit darf nicht von der Finanzkraft des Trägers abhängig sein, es braucht verbindliche Standards, die nicht unterschritten werden dürfen.

    Eine Absenkung der vorhandenen Standards -wie nun vorgesehen- ist ein Desaster.

    Unsere Kinder müssen uns mehr wert sein!

    Ebenso muss festgeschrieben sein, dass wir Anspruch auf Supervision, Fachberatung, Fortbildung haben. Wir brauchen viel mehr Zeit im Team für Dienstbesprechungen, Fallbesprechungen, Studientage etc. Denn nur dann können wir die Qualität unserer Arbeit erhalten.

    Fakt ist:

    Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, das vorhandene Personal z.T. hoch belastet. Stellen werden teilweise nicht nachbesetzt. Viele Kolleg*innen brennen zwar immer noch für ihren Beruf, aber viele brennen immer mehr aus und sind psychisch belastet.

    Fachkräfte im SuE-Dienst führen seit Jahren die Krankheitsstatistiken mit an. Und da sollen die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtert werden? Den Fehler in der Denkweise zu finden ist nicht schwer!

    Es sollte politisch die Sorge vorherrschen, dass der Bildungsbereich schon jetzt am Limit fährt und vor dem Kollaps steht.

    Statt die Bedingungen weiter für alle Beteiligten zu verschlechtern, sollte eine echte Aufwertung unseres schönen Berufes erfolgen. Nur so gewinnen wir Fachpersonal dazu!!

    Statt uns politisch alleine zu lassen, fordern wir die verantwortlichen Politiker*innen auf:

    Übernehmen Sie Verantwortung für den frühkindlichen Bildungsbereich!

    Bitte teilen Sie diese Infos zur Petition, damit wir möglichst viele Unterschriften zusammen bekommen und wir die Rahmenbedingungen für Kinder und Personal noch verbessern können.

    Quelle: Entwurf zum KitaG

    www.mk.niedersachsen.de/startseite/fruhkindliche_bildung/kindertagesstatten/kindertagesstaetten-6546.htmlwww.stk.niedersachsen.de/startseite/presseinformationen/neues-kindertagesstattengesetz-kitag-fur-niedersachsen-kabinett-stimmt-verbandsbeteiligung-zu-194622.html


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 2.323 (2.173 in Niedersachsen)

  • Änderungen an der Petition

    at 25 Mar 2021 08:53

    Weil viele nachfragten: In der Quellenangabe ist der Link zum Entwurf des KitaG.

    Wer die Aktion noch weiter unterstützen möchte, kann sich gern eine Unterschriftenliste ausdrucken und hochladen.


    Neue Begründung:

    Die Zeit drängt, da das Gesetz zum 01.08.2021 in Kraft treten soll.

    Neues KiTa Gesetz verhindern - für gesunde Kinder und gesundes Fachpersonal.

    Die Arbeit aufwerten - nicht abwerten.

    Die Fachkräfte müssen angehört werden.

    Wie sollen wir all unseren Aufgaben gerecht werden, wenn es künftig möglich ist, dass eine Erzieherin mit einer Assistenzkraft für bis zu 28 Kinder verantwortlich ist? Wir möchten betonen, dass es uns nicht um eine Abwertung der Assistenzkräfte geht. Aber es gibt einen Unterschied in der Ausbildung und schon dadurch rein rechtlich und manchmal auch fachlich einen Unterschied im Tätigkeitsfeld.

    Viele Einrichtungen sind im Sinne der politisch gewollten Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganzjährig geöffnet und somit wird der Urlaub der Beschäftigten im laufenden Betrieb genommen. Dazu kommen Fortbildungen und Krankheiten, schon jetzt ist eine Fachkraft oft genug mit einer Gruppe von 25 Kindern alleine.

    Auch für den Gesundheitsschutz benötigen wir kleinere Gruppen. Denn in Kitas wird durchschnittlich ein Lärmpegel von 60 -70 Dezibel erreicht. Dies kann bei Kindern und Fachpersonal Einflüsse auf das körperliche Wohlbefinden haben. Und nicht nur den Erwachsenen ist es oft zu laut, auch Kinder nehmen den Lärm als störend wahr.

    Die meisten Gruppenräume sind mit Tischen und Stühlen vollgestellt. Schon jetzt fehlen diese Flächen den Kindern als Spielraum. Kinder brauchen aber Ecken und Nischen, in die sie sich bei Ihrem langen Tag in der Kita auch mal zurückziehen können, um sich zu erholen.

    Wir brauchen einen besseren Personalschlüssel.

    Wir brauchen kleinere Gruppen.

    Derzeit hat eine Gruppe insgesamt nur 7,5 Std Vorbereitungszeit pro Woche. Das ist lächerlich!

    Wir brauchen deutlich mehr Vorbereitungszeiten!

    Ein weiteres wichtiges Thema ist die Situation der Leitungskräfte, sie haben eine sehr wichtige Schlüsselposition inne. Leitungen stehen im täglichen Spagat zwischen Eltern, Träger, dem Wohl der Mitarbeitenden und der Kinder, sowie den Vorgaben der Politik.

    Bei der Vielzahl an Tätigkeiten müssen die Leitungen vom Kinderdienst freigestellt und zusätzlich entlastet werden.

    Unser Gefühl ist, dass wir jetzt den Preis für ein Wahlversprechen der Politik bezahlen sollen: Die Abschaffung der Kita- Gebühren war aus unserer Sicht ein Fehler. Dass dieses Geld nun fehlt, darf nicht zu Lasten der Betreuung unserer Kinder und unserer Gesundheit gehen. Denn diesen Preis wollen Eltern sicher auch nicht zahlen. Denn ein Versprechen war, dass sich die fehlenden Einnahmen NICHT auf die Qualitätsstandards auswirken werden. Die dritte KiGa Kraft war damals schon ein Thema. Und jetzt sollen nicht mal mehr 2 Erzieherinnen in einer Gruppe sein? Wie passt das zusammen? Genau wie bei der dritten Krippenkraft: Die Stundenerhöhung wurde um Jahre verschoben.

    Gute Kita Arbeit darf nicht von der Finanzkraft des Trägers abhängig sein, es braucht verbindliche Standards, die nicht unterschritten werden dürfen.

    Eine Absenkung der vorhandenen Standards -wie nun vorgesehen- ist ein Desaster.

    Unsere Kinder müssen uns mehr wert sein!

    Ebenso muss festgeschrieben sein, dass wir Anspruch auf Supervision, Fachberatung, Fortbildung haben. Wir brauchen viel mehr Zeit im Team für Dienstbesprechungen, Fallbesprechungen, Studientage etc. Denn nur dann können wir die Qualität unserer Arbeit erhalten.

    Fakt ist:

    Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, das vorhandene Personal z.T. hoch belastet. Stellen werden teilweise nicht nachbesetzt. Viele Kolleg*innen brennen zwar immer noch für ihren Beruf, aber viele brennen immer mehr aus und sind psychisch belastet.

    Fachkräfte im SuE-Dienst führen seit Jahren die Krankheitsstatistiken mit an. Und da sollen die Arbeitsbedingungen noch weiter verschlechtert werden? Den Fehler in der Denkweise zu finden ist nicht schwer!

    Es sollte politisch die Sorge vorherrschen, dass der Bildungsbereich schon jetzt am Limit fährt und vor dem Kollaps steht.

    Statt die Bedingungen weiter für alle Beteiligten zu verschlechtern, sollte eine echte Aufwertung unseres schönen Berufes erfolgen. Nur so gewinnen wir Fachpersonal dazu!!

    Statt uns politisch alleine zu lassen, fordern wir die verantwortlichen Politiker*innen auf:

    Übernehmen Sie Verantwortung für den frühkindlichen Bildungsbereich!

    Bitte teilen Sie diese Infos zur Petition, damit wir möglichst viele Unterschriften zusammen bekommen und wir die Rahmenbedingungen für Kinder und Personal noch verbessern können.

    Quelle: Entwurf zum KitaG

    www.mk.niedersachsen.de/startseite/fruhkindliche_bildung/kindertagesstatten/kindertagesstaetten-6546.html


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 2.316 (2.166 in Niedersachsen)

  • Änderungen an der Petition

    at 24 Mar 2021 15:06

    Der Hinweis, dass der offene Brief angehängt ist wurde geändert. Der Brief kann per Mail an Interessierte verschickt werden.


    Neuer Petitionstext:

    Der Entwurf des neuen niedersächsischen Kita -Gesetz (KiTaG) soll Ende März verabschiedet werden und somit ab dem 01.08.2021 rechtliche Grundlage für alle Kindertageseinrichtungen in Niedersachsen sein.

    Aber:

    Enttäuschung Entsetzen Wut Ärger Traurigkeit Fassungslosigkeit Frust Resignation

    …das sind einige der negativen Gefühle, die der Entwurf des neuen KiTaG bei den Beschäftigten vor Ort hervorruft.

    Seit vielen Jahren warten wir auf eine Reform, Novellierung des Gesetzes. Die angekündigten Veränderungen sind ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten und sie sind nicht nur dramatisch für uns, sondern auch für die uns anvertrauten Kinder.

    Hatten wir -da das alte Gesetz 27 Jahre alt ist- mit einem Fortschritt gerechnet, so ist das neue KiTaG nur als Rückschritt anzusehen.

    Doch worum geht es im Detail?

    Künftig soll es erlaubt sein, dass bis zu 3 Plätze im Sharing Modell vergeben werden. Wie sollen wir uns das in der Praxis vorstellen? Die betroffenen Kinder wissen nicht mehr, an welchem Tag sie in den Kindergarten gehen können, bzw. dürfen. Die anderen wissen nicht, wer an welchem Tag kommt. Das schafft Unruhe. Wir haben einen Bildungs- und Förderauftrag, da müssen alle Kinder täglich in die Kita kommen können. So wie im Normalfall in der Schule auch!

    Was ist sonst mit Geburtstagen, Vorschularbeit und Ausflügen? Werden die Kinder ausgeschlossen, die an dem Tag nicht da sind? Keinesfalls werden wir mit 28 Kindern im Alter von 2-6 Jahren zu zweit einen Ausflug machen können. Werden wir doch wieder zu Bewahranstalten?

    Bei 28 Kindern kommen für das Fachpersonal noch mehr Beobachtungen, Dokumentationen und Elterngespräche dazu.

    Künftig soll es legal sein, dass Kinder unter 3 Jahren in die reguläre KiGa Gruppen aufgenommen werden können. Aber wie sollen wir uns das in der Praxis vorstellen? Weder unsere Räume, Tische, Stühle, das Inventar, die Spielgeräte auf dem Außengelände sind für U3 zugelassen. Wer haftet dann künftig bei Unfällen?

    Künftig soll es erlaubt sein, dass auch fachfremdes Personal eingesetzt werden darf. Wie sollen wir uns das in der Praxis vorstellen? Welche Signale werden an das ausgebildete Fachpersonal gesendet, bzw. welche Wertigkeit hat unser Berufsstand, wenn künftig Eltern, Tagespflegepersonen oder andere Personenkreise in den Einrichtungen tätig sein dürfen? Was ist dann mit dem Kinderschutz, dem Datenschutz, dem Gesundheitsschutz der Kinder (Immer mehr Kinder leiden an Allergien, Unverträglichkeiten und dürfen nicht alles essen), dem Brandschutz u.v.m.??

    Wir sollen Kinder mit besonderen (Entwicklungs-) Bedarfen fördern. Aber es gibt für Kinder mit Beeinträchtigungen keinen Rechtsanspruch auf einen integrativen Kita Platz? Wie passt das zusammen?

    Mit dem neuen Gesetz wird es sogar legitim, dass ein Kind bis zu 10 Stunden täglich fremdbetreut werden darf! Das ist Kindeswohlgefährdung! Für Arbeitnehmer*innen ist diese Zeitspanne (auch ohne Pausenzeiten) gesetzlich nicht zulässig.

    Zu Recht hat sich das Aufgabenfeld der Kitas in den letzten Jahren gewandelt. Wir haben einen eigenen Bildungs- und Förderauftrag. Das ist auch gut so. Diesen wollen wir auch umsetzen.

    Aber für die vielfältigen Aufgaben die dazu gehören, für gute Bildung und Betreuung, braucht es gute Rahmenbedingungen.

    Dieser Text ist ein Auszug aus einem offenen Brief an die niedersächsischen Landtagsabgeordneten. Wer sich diesen Brief vollständig durchlesen möchte -um sich auch einen Überblick über unser Aufgabenfeld zu verschaffen- findetkann diesensich angehängt.gern unter der angegebenen Email melden.

    Copyright und Kontaktaufnahme: Kitas.gegenKitaG@gmx.de


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 287 (272 in Niedersachsen)

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