• Die Petition ist bereit zur Übergabe - Quorum ist erreicht - Übergabe im Kreistag!

    at 17 Sep 2020 10:37

    Liebe Unterstützer der Petition,

    gemeinsam haben wir 2.225 Unterschriften für den Erhalt der Frauenklinik und der Geburtenstation in Bitterfeld gesammelt. 1.776 Unterschriften sind von Bürgern aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Dafür danke ich recht herzlich.

    Das Ergebnis zeigt, dass den Einwohnern dieses Thema sehr wichtig ist und sie mit ihrer Unterschrift ihre Stimme erheben. Der öffentliche Druck wird damit aufrecht erhalten und zeigt den Verantwortlichen im Kreistag, dem Landrat und der Geschäftsführung des Gesundheitszentrums deutlich auf, das die erfolgte Schließung der Frauenklinik auf breite Ablehnung stößt. Der Kreistag entscheidet am Donnerstag, den 17. September 2020 über einen Wiederaufbau der Geburtenklinik. Als Einreicher und Mitglied des Kreistages werde ich die Unterschriften an den Landrat übergeben und für eine Mehrheit im Sinne der Petition kämpfen. Es ist noch ein langer Weg bis zur Wiedereröffnung, da Personal gefunden werden muss und die Finanzierung stehen muss. Der Kreistag wird das nötige Geld hoffentlich bereit stellen.

    Ich werde weiter über den Fortgang informieren und danke allen, die unterstützt haben!

    Beste Grüße,
    Daniel Roi

  • Kreistag lehnt Willensbekundung zur Frauenklinik in Bitterfeld ab!

    at 04 Aug 2020 11:45

    Rückblick auf den Kreistag vom 16. Juli 2020

    Ein Arzt aus Bitterfeld, der als Einwohner die Kreistagssitzung am 16. Juli in Köthen verfolgte, resümierte die Szenen, die sich zu Beginn der Sitzung des Kreistages abspielten mit den Worten: „Ich bin geschockt. Wie kann man sich nur so verhalten.“ Er meinte damit den Eiertanz, den die Fraktionen der Altparteien aufführten. Was war passiert?

    Zu Beginn der Sitzung hatte die AfD-Fraktion beantragt im öffentlichen Teil eine Berichterstattung durch den Landrat zur Entwicklung des kommunalen Krankenhauses in Bitterfeld zu erhalten. Diese hatte man zur letzten Sitzung zugesagt, nachdem die AfD-Fraktion dies vom Landrat forderte. Doch auf der Tagesordnung war kein entsprechender Tagesordnungspunkt zu sehen.

    Daher wurde der Landrat zu Beginn der Sitzung aufgefordert, seinen eigenen Antrag (zur Schließung) formell als Tagesordnungspunkt bestehen zu lassen, um so wenigstens die Möglichkeit zu haben, ein Bekenntnis des Kreistages zur Frauenklinik zu erwirken und nicht erst bis September zu warten. Dazu machte die AfD auch mehrere Vorschläge, wie das denn gehen könnte. Entweder als eigener neuer Punkt (Aufnahme in die TO) oder als Punkt, den der Landrat auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Als man das nicht wollte, wurde beantragt wenigstens in Form einer Resolution dem Landrat einen Auftrag zu erteilen. Der Vorsitzende ließ also – nach Sitzungsunterbrechung - über die Eilebedürftigkeit dieses Ansinnens abstimmen und der Kreistag verweigerte mit 14 Ja und 25 Nein Stimmen eine solche Befassung, mit der Landrat ein Signal bekommen sollte, den Wiederaufbau der Frauenklinik vorzubereiten und die entsprechenden Beschlüsse zügig im Kreistag einzubringen. Doch man wollte es nicht. Man sah keine Eile und sieht offenbar auch nicht das Problem, dass für einen Wiederaufbau der Frauenklinik sofort damit begonnen werden muss entsprechendes Personal zu suchen UND dass sofort ein Signal ausgesendet werden muss, um noch vorhandenes Personal vom Weggang abzuhalten!

    Nun wird der Kreistag erst im 17. September wieder zusammen kommen. Für uns viel zu spät, den die Frauenklinik ist ja bereits geschlossen und daher wäre es dringend geboten SOFORT zu handeln und die Weichen zu stellen. Doch das wollte die Mehrheit des Kreistages nicht. Traurig ist, dass auch die Linken dem nicht zustimmten. Immerhin hatten sie noch vor der Sitzung eine Mahnwache abgehalten und betont, man wolle auch die Privatisierung verhindern. DOCH AM 5. MÄRZ HATTE MAN SICH BEI EINEM ANTRAG GEGEN DIE DROHENDE PRIVATISIERUNG ENTHALTEN. Damit zeigte die Fraktion Linke erneut, dass sie kein verlässlicher Partner im Krampf um das Bitterfelder Klinikum ist, denn jeder Tag an dem die Geburtenstation und die gesamte Frauenklinik dicht ist, ist ein Tag zu viel und schadet dem gesamten Standort. Daher ist es nun umso wichtiger, das Quorum zu erreichen, um Stellungnahmen von den Entscheidungsträgern abzufordern. Denn das Lippenbekenntnis der CDU-Fraktion nach der letzten Kreistagssitzung, man unterstütze den Landrat bei der Erarbeitung einer Beschlussvorlage, ist nicht weiter als eine leere Blase! Es waren CDU-Vertreter im Aufsichtsrat, die der Schließung am 22. April zugestimmt haben – entsandt durch die CDU-Kreistagsfraktion! Das sollte man nicht vergessen und damit trägt die CDU die Verantwortung für den aktuellen Zustand, da ihre Vertreter diese Situation mit herbeigeführt und abgenickt haben. Helft daher alle mit, den Druck aufrecht zu erhalten!

    Danke an alle Unterstützer! Gemeinsam erreichen wir was.

    Beste Grüße,
    Daniel Roi

  • Änderungen an der Petition

    at 15 Jul 2020 16:12

    Die Änderung betrifft nur einen Schreibfehler.


    Neue Begründung: 1. **Der Fachkräftemangel ist seit Jahren bekannt und trifft alle Krankenhäuser.** Es braucht ein gutes Umfeld, Image und eine gute Geschäftsführung, die dieses Problem bewältigt. Wer sich dem einfach so ergibt, wird nicht überleben. Das kann also kein Argument sein.
    2. **Eine Geburtenstation ist kein Renditeobjekt!** Unabhängig davon schaffen es die drei benachbarten Krankenhäuser in Köthen (416), Eilenburg (316) und Torgau (400) mit noch weniger Geburten in 2019 eine entsprechende Station zu betreiben, ohne diese aus Kostengründen zu schließen! Auch in Dessau (793) werden 1000 Geburten nicht erreicht. Vielmehr ist die Frage zu stellen, warum in 2019 von 1200 Geburten im Landkreis ABI nur 421 in Bitterfeld stattfanden, während im Altkreis BTF mehr als 50% der Einwohner des Landkreises wohnen. Des Weiteren ist nicht berücksichtigt, dass Gemeinden wie Muldestausee und Sandersdorf-Brehna wachsen! Auch in Bitterfeld-Wolfen werden zahlreiche neue Baugebiete (inklusive neuer Stadtteil „Bitterfeld Süd“ mit über 2.000 neuen Einwohnern) ausgewiesen und geplant, um junge Familien in die Region zu holen. Die Schließung der Geburtenstation wäre hier ein völlig falsches Signal.
    3. **Eine Schließung der Frauenklinik würde sich auch negativ auf andere Fachbereiche auswirken.** Dies war in anderen Krankenhäusern des Landes zu sehen. Ganz zu schweigen vom negativen Image des Hauses, das bei einer solchen Entscheidung entsteht, welches sich ebenfalls auf ALLE Zahlen der anderen Stationen auswirken würde und damit das gesamte Haus negativ beeinflussen würde.
    4. **Die Befürchtung, dass erst eine Station geschlossen wird und in Folge dessen dann das gesamte Krankenhaus nicht mehr wirtschaftlich ist, wurde an vielen anderen Standorten des Landes Sachsen-Anhalt zur Realität.** Große Konzerne wittern ihre Chance, sich weitere Standorte einzuverleiben, um ihre Marktmacht auszubauen. Der Kreistag sollte dieser Entwicklung frühzeitig mit einem deutlichen Signal entgegenwirken.
    5. **Die Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen gGmbH ist für den Landkreis ein Standortvorteil.** Eine Beschneidung des Angebots senkt die Wohn- und Versorgungsqualität in den boomenden Kommunen im Umkreis. Das Angebot der Frauenheilkunde und der Geburtsklinik muss vor Ort wieder aufgebaut werden, damit das Gesundheitszentrum weiterhin Leitungsfähig, leistungsfähig, attraktiv und kommunal bleibt.

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 150 (105 in Landkreis Anhalt-Bitterfeld)

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