NEIN zum Tonabbau in Mönkehöfen (Ostercappeln) / am Wehrendorfer Berg (Bad Essen)

Petition richtet sich an
Kreistag

4.300 Unterschriften

Der Petition wurde teilweise entsprochen

4.300 Unterschriften

Der Petition wurde teilweise entsprochen

  1. Gestartet 2024
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 31.10.2024
  4. Dialog
  5. Teilerfolg

Neuigkeiten

31.01.2025, 16:45

Am 16.01.2025 wurde auf NDR 1 - Radio Niedersachsen ein Beitrag zum RROP des Landkreises Osnabrück gesendet. Darin geht es auch um die für den Tonabbau angedachte Fläche in Ostercappeln - Mönkehöfen. Den Beitrag finden Sie auf unserer Homepage unter folgendem Link.:

igel-wm.de/uncategorized/16-02-2025-unser-anliegen-schafft-sich-sogar-im-radio-gehoer/

Wir freuen uns sehr, dass unser Anliegen sich Gehör im Radio verschaffen konnte, möchten an dieser Stelle aber die Aussagen des Landkreises Osnabrück nicht unkommentiert lassen.

Im Radiobeitrag hört es sich so an, als hätte der Landkreis kaum eine Alternative für die derzeitige Ausweisung der geplanten Vorrangflächen für Rohstoffgewinnung im 2. Entwurf des RROP. Im Hinblick auf die betroffene Fläche in Mönkehöfen möchten wir an dieser Stelle jedoch noch einmal darauf hinweisen, dass es sehr wohl gute Gründe und auch Möglichkeiten gibt, die Fläche als Vorranggebiet für Rohstoffgewinnung wieder aus dem Entwurf des RROP heraus zu nehmen.

Zum Einen befindet sich in unmittelbarer Nähe ein bereits seit vielen Jahrzehnten bestehendes Tonabbaugebiet (VR 29). Dieses bietet noch für viele weitere Jahrzehnte ein gesichertes Rohstoffvorkommen. Ein zusätzlicher, neuer Aufschluss in unmittelbarer Nähe ist aus unserer Sicht nicht nur unnötig, sondern widerspricht sogar den Anforderungen des LROP Niedersachsen und des RROP des Landkreises Osnabrück, nach dem vorhandene Rohstoffabbaugebiete zunächst möglichst vollständig ausgebeutet werden sollen, bevor neue Aufschlüsse erfolgen.

Zudem haben wir Mitglieder der IGEL-WM uns im vergangenen Jahr sehr intensiv mit dem 2. Entwurf des RROP und allen darin befindlichen Steckbriefen der Vorrang- und Vorbehaltgebiete für Rohstoffgewinnung befasst. Wir haben viele Argumente herausgearbeitet, die eine Herausnahme der Fläche in Mönkehöfen aus dem RROP rechtfertigen, ohne damit eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen ausgewiesenen Vorranggebieten darzustellen.
Die Argumente haben wir direkt mit den Verantwortlichen der Verwaltung des Landkreises Osnabrück besprochen. Wir hoffen sehr, dass diese unseren Argumenten folgen und die Fläche wieder aus dem Entwurf des RROP heraus nehmen.

Ein weiteres Thema möchten wir hier zudem noch ansprechen: im Beitrag sagt Herr Clausing vom Landkreis Osnabrück, dass der Rohrstoff importiert werden müsste, wenn wir ihn nicht vor Ort abbauen und dass dies aufgrund der damit verbundenen langen Transportwege ein Problem ist. Die Unternehmen wollen demnach eine standortnahe Verfügbarkeit.

In dem offiziellen Beratungsgespräch zum Antrag der Wienerberger GmbH auf Tonabbau in Mönkehöfen, an dem am 14.03.2024 etwa 80 Anwohner und Träger öffentlicher Belange teilgenommen haben, wurde Frau Thoke-Weidlich (Wienerberger GmbH) nach dem hohen Exportanteil ihrer Produkte u.a. nach Übersee gefragt. Im offiziellen Protokoll des Landkreises wurde als Antwort dazu folgendes vermerkt: "Frau Dr. Thoke-Weidlich betont, dass die Verarbeitung des Tons hauptsächlich in Deutschland stattfinde."

"Hauptsächlich in Deutschland" … Ganz abgesehen davon, dass diese Aussage die eigentliche Frage überhaupt nicht beantwortete, lässt sie aus Sicht der IGEL-WM auch keine Rückschlüsse auf eine durch die Wienerberger GmbH tatsächlich geplante REGIONALE Verarbeitung des Rohstoffes zu.

Wie passt das nun mit der Forderung nach standortnaher Verfügbarkeit und kurzen Wegen zusammen? Mit der Begründung der regional notwendigen Rohstoffversorgung wird hier ein Vorranggebiet für Rohstoffgewinnung ganz ohne die im Kriterienkatalog des RROP aufgeführten Abstände zur Wohnbebauung mitten in zwei Dorfgemeinschaften hinein geplant und u.a. die Existenz mehrerer gesetzlich geschützter Biotope bedroht, und das obwohl der Rohstoff von einem ausländischen Großkonzern offenbar nicht einmal regional - ja teilweise nicht einmal innerhalb Deutschlands - verarbeitet werden soll.


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