• Änderungen an der Petition

    at 12 Jun 2021 13:01

    Ich habe nur einige weinige Tippfehler korrigiert. Zur Annahme der Änderungen ist eine Begründung mit mindestens 40 Zeichen zur Begründung nötig.


    Neuer Petitionstext:

    Wir fordern ein generelles KompensationsjahresKompensationsjahr für Schüler*innen aller Schulformen.

    Das würde bedeuten: Das aktuelle Schuljahr wird bis Dezember 2021 verlängert, das folgende Schuljahr bis Sommer 2023.  https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/wir-sollten-das-schuljahr-bundesweit-bis-weihnachten-verlaengern/ 

    deutsches-schulportal.de/bildungswesen/wir-sollten-das-schuljahr-bundesweit-bis-weihnachten-verlaengern/

    Als Alternative wäre es denkbar, das aktuelle Schuljahr direkt um ein ganzes Jahr bis Sommer 2022 zu verlängern.

    Das genannte Kompensationsjahr ermöglicht, inhaltliche, personale und soziale Defizite aufzuspüren, nachzuholen und auszugleichen. Notwendige Zeit, die nicht nur zulässt, fachliche Bildung nachzuholen, sondern Raum lässt für eine umfassende Entwicklung der Persönlichkeit.

    Gute Bildung und persönliche Entwicklung kann nicht durch vereinzelte, aber wirkungsarme Förderungsversuche, sondern nur durch einheitliche, klare und wirkungsvolle Maßnahmen geschaffen werden und muss ALLE erreichen.

     



    Neue Begründung:

    Die Schulen können nur durch ein generelles Kompensationsjahr sicherstellen, dass alle Schüler*innen mit Unterstützungsbedarf an den entsprechenden Angeboten wirklich teilnehmen und so der sozialen Ungleichheit entgegenwirken – ohne diese Garantie würden wir die bereits Erfolgreichen weiterhin fördern und den vermutlich größeren Teil der Schülerschaft abgehängt zurücklassen. www.pedocs.de/volltexte/2020/20239/pdf/DDS_Beiheft_16_2020_Bremm_Racherbaeumer_Dimensionen_der_Re_Produktion.pdf

    Mithilfe eines generellen Kompensationsjahres kann der ursprüngliche Klassenverband und die Peergroup erhalten werden. Dies schafft emotionale Sicherheit für alle Schüler*innen.

    Im Rahmen dieses Kompensationsjahres kann die unverzichtbare Praxiserfahrung durch Berufspraktika doch noch stattfinden, wodurch Selbstwirksamkeit erfahren sowie Orientierung und Sicherheit bei der Berufswahl erlangt wird. Weiterhin bliebe genügend Zeit für Team bildendeteambildende Maßnahmen.

    Ein generelles Kompensationsjahr wird hohe Folgekosten minimieren, welche durch mögliche Schulabbrecher*innen hervorgerufen werden.

    Anstatt die Folgen des verlorengegangenen Schuljahres in einer ‚Aufholjagd‘ - mit Nachhilfenachmittagen und Kürzung der Freizeitaktivitäten einzudämmen - würde eine standardmäßige Wiederholung des Schuljahres eine behutsame Rückkehr in den Schulalltag ermöglichen. Schüler*innen haben das Recht sich altersadäquat zu entwickeln und ihr Selbstbewusstsein in der Schule zu stärken!

    Erneut werden Sommercamps und Lernwerkstätten aufgelegt und im neuen Schuljahr der Stundenplan durch unterrichtsbegleitende Fördermaßnahmen in den Kernfächern ergänzt. Dies hat weder im letzten Jahr alle erreicht, noch sind künftig ausreichend Stellen für Lehrkräfte geplant. Stellvertretende Schulamtsleiterin: Kritik an den Lernbrücken ist „sehr verständlich“ (bnn.de)

    Baden-Württemberg: Grün-Schwarz sieht Bedarf für 3000 neue Lehrer - n-tv.de

    Auch den Unterricht begleitende Fördermaßnahmen widmen sich lediglich dem Auffangen von verpassten Lerninhalten und nicht den in der Corona-Zeit bei Schüler*innen etwaigmöglicherweise entstandenen sozialen, personalen und psychischen Defiziten. Mehrere Studien zeichnen dazu ein alarmierendes Bild. deutsches-schulportal.de/bildungswesen/wie-die-corona-pandemie-kinder-und-jugendliche-belastet/

    Bildungsministerin Theresa Schopper und Bildungsforscher Ulrich Kortenkamp,Kortenkamp betonen insbesondere, dass Schüler*innen und Eltern die Zeit zur Erholung bräuchten. www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.coronavirus-in-baden-wuerttemberg-kuerzere-sommerferien-so-aeussert-sich-kultusministerin-theresa-schopper.74c69a8d-f56a-4287-b915-978c265699ce.html

    Das freiwillige Wiederholungsjahr, das bis dato im Raum steht, bietet keine hinreichende Kompensation, wenn dieses optional bleibt und tendenziell auch die Ausnahme darstellen soll. Dies hätte für die Betroffenen vielmehr eine Stigmatisierung zur Folge bzw. das Gefühl, versagt zu haben zur Folge.haben. www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fgesellschaft%2Fschule%2F2021-04%2Fstephan-huber-corona-digitalunterricht-bildungsforschung-lehrmethoden

    Die bisherigen Lösungsvorschläge überzeugen also weder durch Zukunfts- noch durch Schüler*innenorientierung, da Nachhilfeangebote keinesfalls die Bildungs- und Entwicklungsdefizite von Kindern und Jugendlichen auffangen können, die während eines gesamten Schuljahres entstanden sind. www.deutschlandfunk.de/aufholpaket-fuer-schueler-wie-sich-coronabedingte.2897.de.html?dram:article_id=494938 

    Wie überzeugen wir jedoch Schüler*innen, die im Fernunterricht durch ihren Fleiß brillierten und Lernstoff erfolgreich bewältigen konnten?

    Der Pädagoge Klaus Zierer von der Universität Augsburg kam in seiner Studie zu dem Schluss, dass selbst im günstigsten Fall die Schüler*innen einen fachlichen Lernrückstand von drei Monaten aufweisen würden. Aufholpaket für Schüler - Wie sich coronabedingte Lernlücken auffangen lassen (deutschlandfunk.de). Folglich könnten auch diese Schüler*innen ebenfalls vom Angebot des generellen Kompensationsjahres profitieren. Durch die Anwendung und Vertiefung des Gelernten können sie somit das Maximum ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit erreichen. Alternativ wäre eine Versetzung auf Antrag denkbar.

    Die Hochschulen sind bereits mit gutem Beispiel vorangegangen, indem sie kurzerhand die Regelstudienzeit verlängerten. www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/regelstudienzeit-in-baden-wuerttemberg-um-ein-semester-verlaengert/ Ihrem Vorbild sollten wir entschlossen folgen und die Geduld der Kinder und Jugendlichen während der Pandemie gemeinsam mit Zeit entlohnen!belohnen!

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

    Manja Reinholdt/ GEB Stuttgart

     

    Die Petition wird neben dem GEB Stuttgart unterstützt von: Manja Reinholdt/ Vorsitzende des GEB Stuttgart, Jürgen Langenkämper/ Vorsitzender des GEB Albstadt, Sarah Kinzebach/ Elterninitiative "Jetzt an die Kinder denken!", Mannheim


    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 209 (206 in Baden-Württemberg)

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