Region: Meißen
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Bild der Petition Petition für eine pollerfreie Görnische Gasse und umliegende Straßen

Petition für eine pollerfreie Görnische Gasse und umliegende Straßen

Petition richtet sich an:
Stadtrat Meissen

173 Unterschriften

Sammlung beendet

173 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet März 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

22.09.2026, 03:34

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Bitte zum Termin am 23.09. um 17 Uhr im Rathaus kommen! Bitte weitersagen!!! Wir müssen Präsenz zeigen!

Stellungnahme zur Veröffentlichung des Statements „Stammtisch Görnische Gasse“ zum geplanten Verkehrskonzept Görnische Gasse / Poller am Hundewinkel

Sehr geehrter Herr Stadtrat Metzig,

die von Ihnen angeführten Ziele zur Aufwertung der Görnischen Gasse als Kultur- und Begegnungsraum klingen in der Theorie erstrebenswert. Die von Ihnen vorgelegten Argumente und Daten halten der Realität vor Ort jedoch in keiner Weise stand und würden bei einer Umsetzung zu massiven Missständen für Anwohner, Wirtschaft und die medizinische sowie sicherheitsrelevante Versorgung führen.

1. Faktischer Kollaps der Parkinfrastruktur und Fehlkalkulation
Der Verweis auf die 50 neuen Stellplätze und das Parkhaus ist schlichtweg falsch gerechnet. Die 50 Stellplätze wurden durch die neu sanierten Wohnungen und den damit verbundenen Zuzug sofort vollständig absorbiert – sie dienen dem Neubedarf, nicht der Entlastung des Altbestands. Da im Zuge der Sanierungen in den bestehenden Gassen ohnehin zahlreiche Parkplätze ersatzlos gestrichen wurden, gehen Alt-Anwohner schon jetzt leer aus. Vollends realitätsfern ist das Argument des Parkhauses: Dieses ist für den normalen öffentlichen Parkverkehr komplett gesperrt und ausschließlich an Dauerparker aus Büros, Firmen und Gewerbe vermietet. Hier einen Parkplatz für Anwohner oder Besucher zu suggerieren, geht an den Tatsachen vorbei. Die Sperrung der Gasse würde den ohnehin unzumutbaren Parkdruck in den umliegenden Vierteln endgültig eskalieren lassen. Allein in der Görnischen Gasse werden über 25 kostenlose Anwohner-Stellplätze Opfer der derzeit laufenden Umgestaltung (2-Richtungsverkehr und Verbreiterung der Fußwege) wegfallen.

2. Existenzbedrohung für Geschäfte, Handwerker, Hotellerie, Ferienwohnungen und Gastronomie
Sie betonen die touristische Aufwertung, entziehen den Gästen aber die Lebensader. Urlauber, die Ferienwohnungen, Lofts oder Hotels in der Altstadt ansteuern, sind auf eine gute Erreichbarkeit und Parkmöglichkeiten angewiesen. Niemand bucht eine Unterkunft, wenn das Reisegepäck mangels Zufahrt kilometerweit durch die Stadt geschleppt werden muss. Der immer mehr zunehmenden Paket- und Lieferverkehr für Anwohner, Gewerbetreibende und die noch vielfältig vorhandenen Geschäfte wird extrem gestört. Die Absperrung schadet allen, auch der für unsere Stadt so wichtigen Hotellerie und Gastronomie fundamental, anstatt ihnen zu helfen.

3. Akute Gefährdung der inneren Sicherheit und der rettungsdienstlichen Hilfsfristen
Die geplante Poller-Lösung stellt ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko dar und gefährdet im Ernstfall Menschenleben. Für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zählt bei Notfällen jede Sekunde. Technische Schranken wie Poller – selbst wenn sie über Funk oder Transponder steuerbar sind – bergen erhebliche Fehlerquellen durch technische Defekte, Stromausfälle oder blockierte Zufahrten durch davor rangierende Fahrzeuge. Zudem alarmiert die Leitstelle bei Großlagen oft überregionale Unterstützungskräfte, die weder über die passenden Transponder noch über die nötige Ortskenntnis für improvisierte Umwege verfügen.
Auch für die Polizei wird die operative Handlungsfähigkeit massiv eingeschränkt: Schnelle Interventionen bei Gefahrenlagen, Einbrüchen oder zur Kriminalitätsbekämpfung werden durch physische Barrieren systematisch ausgebremst. Ein Poller entzieht den Einsatzkräften die Flexibilität, den Einsatzort direkt und ohne Zeitverzug aus jeder Richtung anzufahren.

4. Gefährdung der ambulanten Pflege und logistisches Chaos
Die Errichtung des Pollers blockiert Pflegedienste bei der täglichen Versorgung ihrer schwerkranken und pflegebedürftigen Klienten. Pflegekräfte können es sich zeitlich nicht leisten, fernab zu parken und weite Fußwege zurückzulegen. Zudem ignoriert das Konzept die bauliche Enge: Die Gasse ist für den durch die Sperrung erzwungenen Begegnungs- und Wendeverkehr viel zu schmal. Es droht ein gefährliches Verkehrschaos durch rückwärtssetzende Fahrzeuge, was die Sicherheit von Fußgängern massiv gefährdet und im schlimmsten Fall auch anrückende Einsatzfahrzeuge der Rettungskräfte blockiert.

Fazit und Forderung
Ein Poller am Hundewinkel löst keine Verkehrsprobleme, er verlagert sie nur und schafft neue, lebensgefährliche Barrieren für Rettungskräfte, Feuerwehr, Polizei und Pflegedienste. Wir fordern Sie daher auf, von der starren Poller-Lösung Abstand zu nehmen und stattdessen die vorgeschlagenen, flexibleren Alternativen wie Bodenschwellen zur Verkehrsberuhigung unter Beibehaltung der derzeitigen und bewährten Einbahnstraßenregelung in das Verkehrskonzept aufzunehmen. Nur so kann die Sicherheit und Erreichbarkeit unseres Viertels vollumfänglich gewährleistet bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Hagen Firke im Namen vieler Unterstützer der Petition


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