Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition,
gestern Abend hat der Rat der Stadt Gifhorn über die Zukunft des Ratsweinkellers beraten. Nach einer knapp einstündigen Debatte fand der Antrag der SPD auf ein Moratorium leider keine Mehrheit. Mit 14 Stimmen dafür und 25 Stimmen dagegen wurde unser Vorschlag abgelehnt, die Entscheidung aufzuschieben und die Chance für ein neues, umfassendes Konzept ernsthaft zu prüfen.
Das ist enttäuschend. Denn wir haben gemeinsam mit Ihnen und Euch für eine Idee geworben, die aus unserer Sicht weit über die Frage hinausgeht, ob im Ratsweinkeller künftig ein Steakhouse einziehen soll. Es ging und geht um die Frage, was für einen Ort Gifhorn an dieser wichtigen Stelle in der Innenstadt braucht.
Gunther Wachholz hat als Fraktionsvorsitzender der SPD gestern eine starke Rede gehalten. Er hat noch einmal deutlich gemacht, warum eine neue Stadtbibliothek als Dritter Ort – verbunden mit dem Ratsweinkeller und dem Archiv – ein echter Gewinn für unsere Stadt wäre: ein Ort für alle. Ein Demokratieort. Ein Lernort. Ein Treffpunkt. Ein Ort, an dem junge und ältere Menschen zusammenkommen können, ohne etwas konsumieren zu müssen. Ein Ort, der Bildung, Begegnung, Kultur und Innenstadtbelebung miteinander verbindet.
Ein solcher Ort wäre aus unserer Sicht ein Geschenk für Gifhorn. Umso bedauerlicher ist, dass anschließend auch der Verwaltungsvorlage zugestimmt wurde – ebenfalls mit 25 zu 14 Stimmen. Damit kann die Verwaltung nun konkrete Gespräche mit dem potenziellen Betreiber eines Steakhouse-Konzepts für den Ratsweinkeller aufnehmen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Gestern wurde noch nicht endgültig beschlossen, dass dieses Vorhaben am Ende tatsächlich umgesetzt wird. Auch der Bürgermeister hat in der Debatte deutlich gemacht, dass es jetzt zunächst um weitere Gespräche geht. Natürlich werden diese Gespräche mit dem Ziel geführt, zu einem Abschluss zu kommen. Aber über die konkrete Freigabe der erforderlichen Mittel wird am Ende der nächste Rat entscheiden müssen.
Und genau deshalb ist diese Debatte nicht beendet.
Denn es geht um viel Geld: Rund 3,5 Millionen Euro würden den künftigen Rat über Jahre binden. Allein die Abschreibungen würden den Ergebnishaushalt erheblich belasten. In einer Stadt, deren freiwillige Leistungen ohnehin knapp bemessen sind, setzt das Vereine, Verbände, Kultur, Jugend, Ehrenamt und soziale Angebote weiter unter Druck. Gerade sie werden in den kommenden Jahren aber eher mehr Unterstützung brauchen – nicht weniger.
Hinzu kommt die schwierige wirtschaftliche Lage. Die Krise bei Volkswagen und die allgemeine Unsicherheit stellen viele Familien und Betriebe auch in unserer Region vor große Fragen. Da muss man sehr genau abwägen, ob eine Millioneninvestition in ein privatwirtschaftliches Gastronomiekonzept der richtige Schwerpunkt ist – oder ob Gifhorn dieses Geld nicht besser in ein öffentliches Angebot investiert: in Bildung, Begegnung, Kultur, Demokratie und Zusammenhalt. Wir bleiben überzeugt: Gifhorn braucht einen kulturellen Leuchtturm. Einen Ort, der nicht nur einzelnen Interessen dient, sondern der ganzen Stadt. Für Kinder und Jugendliche. Für Familien. Für Seniorinnen und Senioren. Für Vereine und Initiativen. Für Menschen aus Gifhorn und für alle, die unsere Innenstadt besuchen.
Gestern wurde in der Debatte auch kritisiert, dass „nur“ rund ein Prozent der Gifhornerinnen und Gifhorner unsere Petition unterschrieben hätten. Daraus wurde der Schluss gezogen, dies sei ein klares Zeichen gegen unsere Idee. Diese Logik erschließt sich uns nicht. Im Gegenteil: Innerhalb kurzer Zeit haben viele Menschen deutlich gemacht, dass sie eine andere Vorstellung von der Zukunft des Ratsweinkellers haben. Dafür sind wir sehr dankbar.
Und es zeigt uns zugleich: Wir müssen diese Idee weiter erklären, weitertragen und noch mehr Menschen dafür gewinnen.
Genau das werden wir tun. Auch im Kommunalwahlkampf werden wir weiter dafür werben, dass die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Ratsweinkeller und dem Archiv zu einem neuen Dritten Ort für Gifhorn entwickelt wird. Es geht darum, dieser Idee überhaupt eine faire Chance zu geben – sie fachlich zu prüfen, weiterzuplanen und mit der Stadtgesellschaft zu diskutieren. Was wir uns darunter vorstellen, zeigen wir hier: https://ratsweinkeller.netlify.app/
Danke für Ihre und Eure Unterstützung, für jede Unterschrift, für jedes Gespräch, für jede Rückmeldung und für jedes Weitertragen dieser Idee.
Der gestrige Abend war ein Rückschlag. Aber er ist nicht das Ende dieser Debatte. Wir kämpfen weiter für einen Ort, der Gifhorn zusammenbringt.
Mit herzlichen Grüßen Christopher Finck und die SPD Gifhorn
morgen wird es ernst: Am Montag, 29. Juni, beginnt um 16 Uhr die Ratssitzung der Stadt Gifhorn. Auf der Tagesordnung steht unter TOP 23 die Zukunft des Ratsweinkellers. Der Antrag der SPD auf ein Moratorium wird aller Voraussicht nach ebenfalls von TOP 48 auf Top 23 vorgezogen beraten.
Worum geht es? CDU-Bürgermeister Neulich möchte den Weg für ein neues Steakhouse im Ratsweinkeller weiter vorantreiben. Aus unserer Sicht wäre das der falsche Weg – jedenfalls, solange nicht ernsthaft geprüft wurde, ob aus Ratsweinkeller, Stadtbibliothek und Stadtarchiv ein echter Ort für alle entstehen kann: ein Bürgerhaus in der Mitte unserer Stadt, ein Ort für Bildung, Kultur, Begegnung und Demokratie.
Denn am Ende steht die Frage: Bürgerhaus oder Steakhouse?
Das klingt zugespitzt, aber die Frage ist ernst gemeint. Es geht nicht um den persönlichen Geschmack des Einzelnen. Es geht nicht darum, ob jemand gerne ein gutes Steak isst oder nicht. Es geht darum, ob Millionen städtischer Mittel in eine Nutzung fließen sollen, die am Ende nur wenigen zugutekommt – oder ob Gifhorn die Chance nutzt, einen öffentlichen Ort für alle Generationen zu schaffen.
Andere Städte zeigen längst, was moderne Bibliotheken leisten können: Sie sind Wohnzimmer der Stadt, Kulturmarktplätze, Lernorte, Begegnungsorte und Motoren für lebendige Innenstädte (Buxtehude, Melle, Goslar, demnächst auch Celle). Genau so einen Ort braucht auch Gifhorn.
Wir sind sehr dankbar, dass wir in den vergangenen Tagen und Wochen knapp 500 Unterschriften sammeln konnten. Das ist ein starkes Zeichen. Es zeigt: Viele Menschen in Gifhorn wollen, dass diese Entscheidung nicht vorschnell getroffen wird.
Deshalb unsere Bitte: Kommen Sie morgen um 16 Uhr zur Ratssitzung, wenn Sie es einrichten können. Zeigen Sie durch Ihre Anwesenheit, dass dieses Thema vielen Menschen wichtig ist. Und falls Sie heute Abend noch die Möglichkeit haben: Sprechen Sie mit Ihrer Familie, mit Nachbarinnen und Nachbarn, mit Freundinnen und Freunden. Teilen Sie unser Anliegen. Jede weitere Unterschrift hilft.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Kampagnenseite: https://ratsweinkeller.netlify.app - Diese kann gerne auch weitergeleitet und geteilt werden.
Wir wollen den Ratsweinkeller öffnen – für alle. Für ein Bürgerhaus statt ein Steakhouse. Für eine moderne Stadtbibliothek. Für einen Ort der Bildung, Kultur, Begegnung und Demokratie. Für Jung und für Alt. Für alle Menschen in unserer Stadt.
Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung. Herzliche Grüße
SPD Gifhorn
P.S.: Auch unser Bürgermeisterkandidat Christopher Finck setzt sich weiter mit ganzer Kraft dafür ein, dass Gifhorn diese Chance auf ein echtes Leuchtturmprojekt nicht vorschnell vergibt.
Bislang haben wir über 370 Unterschriften gesammelt – online wie auch offline. Das ist ein guter Anfang und zeigt: Viele Menschen in Gifhorn teilen den Wunsch, den Ratsweinkeller nicht vorschnell als Restaurant festzulegen, sondern die Idee eines Dritten Ortes für unsere Stadt ernsthaft zu prüfen. Aber: Das reicht noch nicht.
Damit deutlich wird, wie viele Menschen hinter dieser Idee stehen, wollen wir das Quorum von 720 Stimmen erreichen. Dann wird die Verwaltungsspitze der Stadt offiziell über die Petition in Kenntnis gesetzt – und es wird sichtbar, dass diese Frage viele Gifhornerinnen und Gifhorner bewegt.
Die SPD Gifhorn ist deshalb morgen und auch am Samstag in der Innenstadt unterwegs und sammelt weitere Unterschriften vor Ort.
Besonders wichtig ist aber: Bitte tragen Sie und Ihr die Petition weiter. Sprechen Sie Menschen im Freundes- und Bekanntenkreis an, in der Nachbarschaft, im Kollegenkreis, im Verein oder in der Familie. Jede einzelne Unterschrift hilft.
Es geht uns nicht nur um ein (wohlgemerkt sehr schönes) Gebäude. Es geht um die Frage, welchen Ort wir uns für Gifhorn wünschen: einen Ort für Bildung, Kultur, Begegnung und Stadtleben. Einen Ort, der allen offensteht. Einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen können, unabhängig vom Alter, vom Geldbeutel oder davon, ob sie gerade etwas konsumieren möchten.
Dieser Idee schließen wir uns an. Auch Gifhorn braucht Orte, die verbinden. Und genau deshalb möchten wir den Ratsweinkeller gemeinsam mit Stadtbibliothek, Kultur und Begegnung neu in den Blick nehmen.
Bitte helfen Sie und Ihr mit, unsere Petition weiter bekannt zu machen. Petition unterschreiben und teilen:
danke. Knapp 400 Menschen haben diese Petition bereits online und offline unterschrieben. Das zeigt: Die Idee eines „Dritten Ortes” mit Stadtbibliothek, Archiv, Kultur und Begegnung bewegt diese Stadt.
Gestern Abend hat der Ausschuss für Liegenschaften getagt. Das Ergebnis: Eine Mehrheit aus CDU, AfD und Grünen hat für die Verwaltungsvorlage gestimmt – also für eine vorrangig gastronomische Nutzung des Ratsweinkellers. Unser Antrag auf ein Moratorium, auf eine offene Prüfung der Alternativen, wurde abgelehnt.
Aber: Entschieden ist damit noch nichts. Das letzte Wort hat der Rat – am 29. Juni.
Genau bis dahin kommt es jetzt auf uns an.
Wir wollen zeigen, dass es in dieser Stadt mehr gibt als die Interessen der Verwaltung! Dass viele Menschen einen Ort wollen, der allen offensteht – unabhängig vom Geldbeutel. Bildung, Kultur und Begegnung statt eines weiteren Angebots für wenige.
Helfen Sie mit, in den nächsten Tagen so viele Stimmen wie möglich zu sammeln:
• Teilen Sie die Petition – mit Familie, Nachbarn, Vereinen, Kolleginnen und Kollegen. • Sprechen Sie Menschen direkt an. Eine persönliche Empfehlung wirkt mehr als jeder Post. • Zeigen Sie, dass diese Idee getragen wird – von vielen, quer durch die Stadt.
Jede weitere Unterschrift ist ein Signal an den Rat: Hier schaut Gifhorn genau hin.
Wir bleiben dran. Bis zum 29. Juni.
Herzliche Grüße SPD Gifhorn mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Christopher Finck
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