Region: Gifhorn

Ratsweinkeller Gifhorn: Entscheidung stoppen – Moratorium jetzt!

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Matthias Nerlich

462 Unterschriften

45 %
327 von 720 für Quorum in Gifhorn Gifhorn

462 Unterschriften

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327 von 720 für Quorum in Gifhorn Gifhorn
  1. Gestartet 09.06.2026
  2. Sammlung noch > 6 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Matthias Nerlich

Wir fordern, dass die Stadt Gifhorn die geplante Entscheidung zur Zukunft des Ratsweinkellers nicht mehr am Ende der laufenden Wahlperiode trifft.

Die Beratungen über eine vorrangig gastronomische Nutzung des Ratsweinkellers sollen ausgesetzt werden. Stattdessen soll ein Moratorium beschlossen werden.
Der nächste Rat und der nächste Bürgermeister sollen nach der Kommunalwahl neu und offen über die Zukunft des Ratsweinkellers beraten.
Dabei soll auch ernsthaft geprüft werden, ob der Ratsweinkeller gemeinsam mit der Stadtbibliothek und dem Stadtarchiv zu einem modernen Dritten Ort entwickelt werden kann: als öffentlicher Ort für Bildung, Kultur, Begegnung und Stadtleben.

Wir fordern deshalb konkret:

  • Keine Hauruck-Entscheidung zum Ratsweinkeller am Ende der Wahlperiode.
  • Ein Moratorium für die aktuellen Pläne zur vorrangig gastronomischen Nutzung.
  • Keine politische und finanzielle Vorfestlegung zulasten des nächsten Rates und des nächsten Bürgermeisters.
  • Eine offene Prüfung des Vorschlags, Ratsweinkeller, Stadtbibliothek und Stadtarchiv gemeinsam als Dritten Ort zu entwickeln.
  • Eine transparente Bürgerbeteiligung zur Zukunft dieses zentralen Ortes in der Gifhorner Innenstadt.

Begründung

Der Ratsweinkeller ist einer der bekanntesten und geschichtsträchtigsten Orte in Gifhorn. Seit Jahren steht dieses besondere Gebäude leer. Die Frage, was dort künftig entstehen soll, bewegt viele Menschen in unserer Stadt.

Jetzt soll ausgerechnet kurz vor Ende der laufenden Wahlperiode noch eine richtungsweisende Entscheidung vorbereitet werden. Bereits am 15.06.2026 soll sich der Ausschuss für Hochbau, Tiefbau und Liegenschaften mit der Vorlage befassen. Am 29.06.2026 soll der Rat der Stadt Gifhorn entscheiden.

Nach der Verwaltungsvorlage stehen für die Herrichtung des Ratsweinkellers für eine gastronomische Nutzung prognostizierte Ausgaben von rund 3,5 Millionen Euro im Raum.

Wir halten das für den falschen Zeitpunkt und den falschen Weg.
Wer über viele Jahre keine tragfähige Lösung für den Ratsweinkeller gefunden hat, sollte jetzt nicht wenige Wochen vor einer politischen Neuaufstellung Fakten schaffen. Eine solche Entscheidung würde den nächsten Rat und den nächsten Bürgermeister politisch und finanziell binden.
Das ist aus unserer Sicht nicht redlich. Gerade bei einem so kontroversen Thema braucht es Sorgfalt, Transparenz und eine breite öffentliche Debatte.

Hinzu kommt: Der Haushalt der Stadt Gifhorn ist angespannt. Umso wichtiger ist es, mit erheblichen öffentlichen Mitteln verantwortungsvoll umzugehen. Bevor Millionenbeträge in die Herrichtung eines weiteren gastronomischen Betriebs fließen, sollte offen geprüft werden, ob dieser historische Ort nicht einen größeren Nutzen für die ganze Stadt haben kann.
Unser Vorschlag ist ein anderer:

Der Ratsweinkeller soll gemeinsam mit der Stadtbibliothek und dem Stadtarchiv als Dritter Ort gedacht werden. Ein Ort, der allen offensteht. Ein Ort zum Lesen, Lernen, Arbeiten, Treffen, Diskutieren und Verweilen. Ein Ort für Kultur, Bildung, Begegnung und demokratisches Stadtleben.

Ein solcher Ort könnte ein echter Kulturanker für Gifhorn werden: mit moderner Bibliothek, kleinem Café, digitalen Angeboten, Veranstaltungen, Aufenthaltsqualität und Raum für Vereine, Kulturschaffende, Kinder, Jugendliche, Familien und ältere Menschen.

Gifhorn braucht öffentliche Orte, die verbinden. Orte, die nicht nur vom Konsum leben. Orte, an denen Menschen zusammenkommen können, unabhängig vom Alter, vom Einkommen oder vom Geldbeutel.
Deshalb bitten wir um Unterstützung für diese Petition.
Für ein Moratorium.
Für eine offene Debatte.
Für einen Ratsweinkeller, der allen Gifhornerinnen und Gifhornern zugutekommt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, SPD Gifhorn, Gifhorn
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.06.2026
Sammlung endet: 13.09.2026
Region: Gifhorn
Kategorie: Kultur

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition,

    gestern Abend hat der Rat der Stadt Gifhorn über die Zukunft des Ratsweinkellers beraten. Nach einer knapp einstündigen Debatte fand der Antrag der SPD auf ein Moratorium leider keine Mehrheit. Mit 14 Stimmen dafür und 25 Stimmen dagegen wurde unser Vorschlag abgelehnt, die Entscheidung aufzuschieben und die Chance für ein neues, umfassendes Konzept ernsthaft zu prüfen.

    Das ist enttäuschend. Denn wir haben gemeinsam mit Ihnen und Euch für eine Idee geworben, die aus unserer Sicht weit über die Frage hinausgeht, ob im Ratsweinkeller künftig ein Steakhouse einziehen soll. Es ging und geht um die Frage, was für einen Ort Gifhorn an dieser wichtigen Stelle in der Innenstadt braucht.

    Gunther Wachholz hat als Fraktionsvorsitzender der SPD gestern eine starke Rede gehalten. Er hat noch einmal deutlich gemacht, warum eine neue Stadtbibliothek als Dritter Ort – verbunden mit dem Ratsweinkeller und dem Archiv – ein echter Gewinn für unsere Stadt wäre: ein Ort für alle. Ein Demokratieort. Ein Lernort. Ein Treffpunkt. Ein Ort, an dem junge und ältere Menschen zusammenkommen können, ohne etwas konsumieren zu müssen. Ein Ort, der Bildung, Begegnung, Kultur und Innenstadtbelebung miteinander verbindet.

    Ein solcher Ort wäre aus unserer Sicht ein Geschenk für Gifhorn.
    Umso bedauerlicher ist, dass anschließend auch der Verwaltungsvorlage zugestimmt wurde – ebenfalls mit 25 zu 14 Stimmen. Damit kann die Verwaltung nun konkrete Gespräche mit dem potenziellen Betreiber eines Steakhouse-Konzepts für den Ratsweinkeller aufnehmen.
    Zur Wahrheit gehört aber auch: Gestern wurde noch nicht endgültig beschlossen, dass dieses Vorhaben am Ende tatsächlich umgesetzt wird. Auch der Bürgermeister hat in der Debatte deutlich gemacht, dass es jetzt zunächst um weitere Gespräche geht. Natürlich werden diese Gespräche mit dem Ziel geführt, zu einem Abschluss zu kommen. Aber über die konkrete Freigabe der erforderlichen Mittel wird am Ende der nächste Rat entscheiden müssen.

    Und genau deshalb ist diese Debatte nicht beendet.

    Denn es geht um viel Geld: Rund 3,5 Millionen Euro würden den künftigen Rat über Jahre binden. Allein die Abschreibungen würden den Ergebnishaushalt erheblich belasten. In einer Stadt, deren freiwillige Leistungen ohnehin knapp bemessen sind, setzt das Vereine, Verbände, Kultur, Jugend, Ehrenamt und soziale Angebote weiter unter Druck. Gerade sie werden in den kommenden Jahren aber eher mehr Unterstützung brauchen – nicht weniger.

    Hinzu kommt die schwierige wirtschaftliche Lage. Die Krise bei Volkswagen und die allgemeine Unsicherheit stellen viele Familien und Betriebe auch in unserer Region vor große Fragen. Da muss man sehr genau abwägen, ob eine Millioneninvestition in ein privatwirtschaftliches Gastronomiekonzept der richtige Schwerpunkt ist – oder ob Gifhorn dieses Geld nicht besser in ein öffentliches Angebot investiert: in Bildung, Begegnung, Kultur, Demokratie und Zusammenhalt.
    Wir bleiben überzeugt: Gifhorn braucht einen kulturellen Leuchtturm. Einen Ort, der nicht nur einzelnen Interessen dient, sondern der ganzen Stadt. Für Kinder und Jugendliche. Für Familien. Für Seniorinnen und Senioren. Für Vereine und Initiativen. Für Menschen aus Gifhorn und für alle, die unsere Innenstadt besuchen.

    Gestern wurde in der Debatte auch kritisiert, dass „nur“ rund ein Prozent der Gifhornerinnen und Gifhorner unsere Petition unterschrieben hätten. Daraus wurde der Schluss gezogen, dies sei ein klares Zeichen gegen unsere Idee. Diese Logik erschließt sich uns nicht. Im Gegenteil: Innerhalb kurzer Zeit haben viele Menschen deutlich gemacht, dass sie eine andere Vorstellung von der Zukunft des Ratsweinkellers haben. Dafür sind wir sehr dankbar.

    Und es zeigt uns zugleich: Wir müssen diese Idee weiter erklären, weitertragen und noch mehr Menschen dafür gewinnen.

    Genau das werden wir tun. Auch im Kommunalwahlkampf werden wir weiter dafür werben, dass die Stadtbibliothek gemeinsam mit dem Ratsweinkeller und dem Archiv zu einem neuen Dritten Ort für Gifhorn entwickelt wird. Es geht darum, dieser Idee überhaupt eine faire Chance zu geben – sie fachlich zu prüfen, weiterzuplanen und mit der Stadtgesellschaft zu diskutieren.
    Was wir uns darunter vorstellen, zeigen wir hier:
    https://ratsweinkeller.netlify.app/

    Danke für Ihre und Eure Unterstützung, für jede Unterschrift, für jedes Gespräch, für jede Rückmeldung und für jedes Weitertragen dieser Idee.

    Der gestrige Abend war ein Rückschlag. Aber er ist nicht das Ende dieser Debatte.
    Wir kämpfen weiter für einen Ort, der Gifhorn zusammenbringt.

    Mit herzlichen Grüßen
    Christopher Finck und die SPD Gifhorn

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    morgen wird es ernst: Am Montag, 29. Juni, beginnt um 16 Uhr die Ratssitzung der Stadt Gifhorn. Auf der Tagesordnung steht unter TOP 23 die Zukunft des Ratsweinkellers. Der Antrag der SPD auf ein Moratorium wird aller Voraussicht nach ebenfalls von TOP 48 auf Top 23 vorgezogen beraten.

    Worum geht es?
    CDU-Bürgermeister Neulich möchte den Weg für ein neues Steakhouse im Ratsweinkeller weiter vorantreiben. Aus unserer Sicht wäre das der falsche Weg – jedenfalls, solange nicht ernsthaft geprüft wurde, ob aus Ratsweinkeller, Stadtbibliothek und Stadtarchiv ein echter Ort für alle entstehen kann: ein Bürgerhaus in der Mitte unserer Stadt, ein Ort für Bildung, Kultur, Begegnung und Demokratie.

    Denn am Ende steht die Frage: Bürgerhaus oder Steakhouse?

    Das klingt zugespitzt, aber die Frage ist ernst gemeint. Es geht nicht um den persönlichen Geschmack des Einzelnen. Es geht nicht darum, ob jemand gerne ein gutes Steak isst oder nicht. Es geht darum, ob Millionen städtischer Mittel in eine Nutzung fließen sollen, die am Ende nur wenigen zugutekommt – oder ob Gifhorn die Chance nutzt, einen öffentlichen Ort für alle Generationen zu schaffen.

    Andere Städte zeigen längst, was moderne Bibliotheken leisten können: Sie sind Wohnzimmer der Stadt, Kulturmarktplätze, Lernorte, Begegnungsorte und Motoren für lebendige Innenstädte (Buxtehude, Melle, Goslar, demnächst auch Celle). Genau so einen Ort braucht auch Gifhorn.

    Wir sind sehr dankbar, dass wir in den vergangenen Tagen und Wochen knapp 500 Unterschriften sammeln konnten. Das ist ein starkes Zeichen. Es zeigt: Viele Menschen in Gifhorn wollen, dass diese Entscheidung nicht vorschnell getroffen wird.

    Deshalb unsere Bitte:
    Kommen Sie morgen um 16 Uhr zur Ratssitzung, wenn Sie es einrichten können. Zeigen Sie durch Ihre Anwesenheit, dass dieses Thema vielen Menschen wichtig ist.
    Und falls Sie heute Abend noch die Möglichkeit haben: Sprechen Sie mit Ihrer Familie, mit Nachbarinnen und Nachbarn, mit Freundinnen und Freunden. Teilen Sie unser Anliegen. Jede weitere Unterschrift hilft.

    Weitere Informationen finden Sie auf unserer Kampagnenseite:
    https://ratsweinkeller.netlify.app - Diese kann gerne auch weitergeleitet und geteilt werden.

    Wir wollen den Ratsweinkeller öffnen – für alle.
    Für ein Bürgerhaus statt ein Steakhouse.
    Für eine moderne Stadtbibliothek.
    Für einen Ort der Bildung, Kultur, Begegnung und Demokratie.
    Für Jung und für Alt.
    Für alle Menschen in unserer Stadt.

    Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung.
    Herzliche Grüße

    SPD Gifhorn

    P.S.: Auch unser Bürgermeisterkandidat Christopher Finck setzt sich weiter mit ganzer Kraft dafür ein, dass Gifhorn diese Chance auf ein echtes Leuchtturmprojekt nicht vorschnell vergibt.

Bildung im Herzen der Stadt Eine Bibliothek stärkt Lesen, Lernen, Medienkompetenz, digitale Bildung und kulturelle Teilhabe. Gerade in Zeiten, in denen Bildungschancen ungleich verteilt sind, braucht Gifhorn solche niedrigschwelligen Orte.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Lieber ein Bürgerhaus als noch ein Steakhaus. Es gibt in der Region schon genug Steakrestaurants. Siehe Fallersleben Timber Jack . OX in Braunschweig und auch in Wollfsburg .

Haben wir zurzeit nicht schon genügend Baustellen in der Stadt, die Geld kosten? Für mich ist nicht glaubhaft, dass hier eine gastronomische Nutzung für einen Investor gewinnbringend betrieben werden kann. Mit vergleichsweise geringen Mitteln könnte man die Räumlichkeiten der Bücherei und des Stadtarchivs herrichten. Dem altehrwürdigen Gebäude würde das gut zu Gesicht stehen.

Ich empfinde ein Steakrestaurant nicht wichtig für Gifhorn. Ein Ort der Begegnung für jedermann und besonders für Kinder wird dringender benötigt.

Restaurants gibt es schon zu genüge und nicht alle können es sich leisten in einem teuren Steakhaus essen zu gehen.

Die Stadt und der Rat sollte sich lieber um das Mühlenmuseum kümmern,da ist schon genug vermasselt worden, statt in einer hauruck Aktion auch noch den Ratsweinkeller runterzurocken.

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