• Jetzt ist das Parlament gefragt

    13.11.2018 06:00 Uhr

    openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeinderat eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/rettet-das-durlacher-torwaechterhaus-historisches-baudenkmal-steht-vor-dem-abriss

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.

  • Petition in Zeichnung - Zwischenstand, die Geschichte des Torwärterhauses

    12.11.2018 00:46 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    heute möchte ich Ihnen wieder einen Zwischenstand zu unserer Petition geben.

    Vorab anbei ein Foto aus dem Durlacher Pfinzgaumuseum. Es handelt sich um einen aufgenommenen Ausschnitt des aufwändigen großen Stadtmodells, dass die Situation Durlachs um 1800 zeigt. Unser Häuschen, dass vom Modellbauer hier künstlerisch etwas frei gestaltet wurde, steht gut erkennbar vor dem Ochsentor (auch Pfinztor genannt) an gleicher Stelle wie heute. Unterhalb die Kulturdenkmäler Ochsen und Fayence.

    Unsere Petition haben inzwischen über 3.000 Menschen unterschrieben, darunter auch zahlreiche aus dem Ausland, wie Frankreich, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich, aber auch aus der Ukraine, China und Australien! Eine wunderbare Sache - die Durlacher Altstadt spricht offenbar sehr viele Menschen und vor allem auch Touristen an, worauf wir immer hingewiesen haben, gerade an dieser Stelle mit der sichtbaren Stadtmauer und der freigelgten Brücke.

    Wir brauchen weiter dringend Ihre Unterstützung, selbst wenn das OpenPetition Quorums Ziel von 2.500 bereits überschritten wurde. Wir möchten ein starkes Signal setzen an den Karlsruher Oberbürgermeister Mentrup, an den Karlsruher Gemeinderat und alle zuständigen Behöden, dass wir nicht zulassen, dass so ein altes Gebäude vernichtet wird!

    Es steht viel auf dem Spiel - dieses Haus ist auch ein Stellvertreter für weitere Abrisse, die in Durlach beantragt wurden. Wir haben leider immer noch keine wirksame Satzung, die die ganze Altstadt schützt!

    Postiv: Unsere Petition hat auch hier bereits etwas in Bewegung gebracht - im Ortschaftsrat fordern erste Stimmen eine Erhaltungssatzung für Durlach, wie es sie z.B. auch in Heidelberg schon länger gibt und gerade für Daxlanden auf den Weg kommen soll. Die für Durlach im Gespräch befindliche Gestaltungssatzung wird dagegen KEIN altes Gebäude vor dem Abriss bewahren, welches nicht bereits ohnehin als Kulturdenkmal geschützt ist. Nur "erhaltenswert" heißt dagegen weiterhin - Abriss möglich für Immobilien- und Rendite-Interessen.

    Inzwischen hat es ein Treffen mit einem Vertreter der Denkmalpflege aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe vor Ort gegeben, das leider eher unsere kritische Meinung bestätigt hat. Der Denkmalschutz prüft offenbar bei erhaltenswerten Gebäuden nur noch recht oberflächlich, also anhand vorhandener Bauakteneinträge und dem jetzigen Zustand, ob man es ein Gebäude zu einem Kulturdenkmal hochstuft. Es finden keinerlei wissenschaftliche Recherchen zur ganzen Baugeschichte statt, kein Abgleich mit alten Stadtplänen und Karten auf denen z.B. die Stadtmauerverläufe und die Stadttore vermerkt sind. Die Stadtbild-Thematik ("Ensemble-Charakter") spielt auch keine Rolle für den Erhalt.

    Um es kurz zu fassen: Aus unserer Sicht nahm man sich bei der Denkmalschutzprüfung hier einfach (absichtlich?) nicht genug Zeit, sondern hakte das Gebäude schnell ab, zumal der Eigentümer kein gesteigertes Interesse an dem Erhalt des Gebäudes oder einer ernsthaften Untersuchung z.B. mit einer ärchaologischen Bewertung hat. Vom Widerstand der Durlacher zeigte man sich auch "überrascht".

    Wesentliche Faktoren die bei diesem Gebäude aus unserer Sicht eindeutig für ein Kulturdenkmal sprechen, wurden erst gar nicht untersucht. Diese Gebäude ist dabei regionalhistorisch und wissenschaftlich von Bedeutung! Der Historische Verein hat vor geraumer Zeit daher begonnen, eine eigene wissenschaftliche Recherche zu dem Gebäude zu machen und hier den eigentlichen Job der Denkmalpflege zu übernehmen.

    Wir können inzwischen durch Archivfunde aus dem Karlsruher Stadtarchiv gut belegen, dass Teile des Gebäudes Ochsentorstraße 32 noch älter sind als bisher vermutet, nämlich aus der Zeit vor dem Großen Brand (Pfälzischer Erbfolgekrieg) 1689.

    Vorab veröffentlichte Details hierzu unter:

    www.wochenblatt-reporter.de/durlach/c-lokales/geschichte-des-torwaerterhauses-beim-durlacher-ochsentor_a35482

    www.durlacher.de/start/neuigkeiten-archiv/artikel/archiv/2018/november/07/die-geschichte-des-torwaerterhauses-am-ochsentor.html

    WICHTIG:
    Bitte unterstützen Sie uns weiter - teilen Sie diese Petition mit dem Link openpetition.de/!twhdurlach

    Mit herzlichen Grüßen aus Durlach

    Arbeitskreis Stadtbild Durlach
    des Freundeskreis Pfinzgaumuseum - Historischer Verein Durlach e.V.

  • Petition in Zeichnung - Die Presse berichtet über das Torwächterhaus!

    07.08.2018 22:00 Uhr

    Dokument anzeigen

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    unser Protest gegen des Abriss des Torwächterhauses wurde letzte Woche auch medial weitergetragen!

    Am vergangenen Samstag fand im benachbarten, renommierten Hotel Restaurant Ochsen eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz des Freundeskreis Pfinzgaumuseum - Historischer Verein Durlach e.V. statt.

    Es sollte hierbei die historische Bedeutung des Gebäudes auch anhand von Plänen aufgezeigt und der aktuelle Stand bzw. Hintergründe zu unserer Petition aufgezeigt werden. Unter anderem wurde nun auch der Petitionsausschuss des Landtages von Baden-Württemberg zur Überprüfung der Sachlage angerufen. Der Einladung zur PK sind insbesondere die BNN, BadenTV und das Internetportal durlacher.de gefolgt.

    Hier finden Sie die einzelnen Berichte (BNN Artikel im Anhang):

    BadenTV
    baden-tv.com/durlach-darf-nicht-zur-filmkulisse-werden

    Durlacher.de:
    www.durlacher.de/start/neuigkeiten-archiv/artikel/archiv/2018/august/07/ein-haus-erhitzt-die-gemueter.html

    Während unsere fleißigen Hefer trotz Hitze weiter auf dem Durlacher Marktplatz Stimmen sammeln können Sie und auch z.B. durch das Teilen der Medienberichte und unserer Petition weiter unterstützen:

    -> So können Sie den Kurzlink zu unserer Petition gerne per email, Messenger oder in den Sozialen Netzwerken weitergeben: www.openpetition.de/!twhdurlach

    -> Unterschriftenlisten zum Ausdrucken können Sie auf der Petitionsliste im blauen Feld am rechten Bildschirmrand mit Klick auf "Download" herunterladen als pdf

    -> Abrisszettel zum Aushängen gibt es auf der gleichen Seite, etwas weiter unten ebenfalls zum Download.

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und helfen Sie uns bitte weiter, dieses Gebäude für die Nachwelt zu erhalten!

    Mit den besten Grüßen aus Durlach

    Robin Cordier
    für den ganzen Arbeitskreis Stadtbild Durlach

  • Änderungen an der Petition

    05.07.2018 00:43 Uhr

    Konkretisierung bzw. Korrektur des Begriffes "denkmalgeschützt". Das Torwächterhaus war bis 2017 noch ein Prüffall für ein Kulturdenkmal nach Paragraph 2 des Denkmalschutzgesetzes. Es ist und war noch kein "Kulturdenkmal", im rechtlichen Sinn. Es war seitens des Denkmalschutzes jedoch immer als erhaltenswert eingestuft und Prüffall für eine höhere Schutzwürdigkeit. Diese kann auch anhand der Bedeutung des Gebäudes für die Stadtbefestigung grundsätzlich immer noch erteilt werden bei einer nächsten Prüfung.


    Neuer Petitionstext: Das bis letztes Jahr noch amtlich als Prüffall mutmaßlich denkmalgeschützte, frühere Torwächterhaus - ein über 250jähriges Relikt der Durlacher Stadtbefestigung in der Ochsentorstraße 32 soll nach Wunsch seiner neuen Eigentümer abgerissen werden!
    Geplant ist ein doppelt so großer und höherer Neubau (Doppel-Haus), der sämtliche historische Spuren an dieser Stelle unwiderbringlich zerstört und das Stadtbild aufgrund seiner Massivität und Platzausdehnung negativ beinträchtigt.
    Wir fordern den Erhalt des historischen Gebäudes für die Nachwelt und empfehlen der Stadtverwaltung, entweder das Gebäude dem Eigentümer abzukaufen oder eine schonende Umbaumöglichkeit im Bestand zu prüfen.
    Eine Abrissgenehmigung des vom Regierungspräsidium Karlsruhe immer noch als "erhaltenswert" eingestuften Gebäudes darf entsprechend der Bedeutung für Durlachs Stadtgeschichte nicht erteilt werden! Der Eigentümer wusste beim Kauf, dass es sich um ein historisches, mutmaßlich denkmalgeschütztes Gebäude handelt und kann sich nicht auf Unwissenheit berufen.
    Das Torwächterhaus hat zum einen städtebaulichen Wert als die Stadteingangssituation von Norden prägendes Gebäude.
    Zusammen mit der Fayence und dem Kulturdenkmal Zum Ochsen dokumentiert es einen wichtigen historischen Zustand im Norden der Altstadt. Zum anderen erinnert es an die Wirtschaftsgeschichte der Stadt, zu deren wichtigsten Einnahmequellen jahrhundertelang die von den Torwächtern eingezogenen Zoll- und Wegegelder zählten.
    "Das kleine Bauwerkt Bauwerk ist eben kein 'gewöhnliches' Haus. Es steht für die erhaltene Substanz der Markgrafenstadt wie einige erhaltende Gebäude in der Durlacher Altstadt(...), es macht einen Teil der Geschichte der einst selbständigen Stadt erlebbar." (Zitat von Traudl Schucker aus dem Bericht in den BNN vom 10.04.2018
    10.04.2018)


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