• Änderungen an der Petition

    05.07.2018 00:43 Uhr

    Konkretisierung bzw. Korrektur des Begriffes "denkmalgeschützt". Das Torwächterhaus war bis 2017 noch ein Prüffall für ein Kulturdenkmal nach Paragraph 2 des Denkmalschutzgesetzes. Es ist und war noch kein "Kulturdenkmal", im rechtlichen Sinn. Es war seitens des Denkmalschutzes jedoch immer als erhaltenswert eingestuft und Prüffall für eine höhere Schutzwürdigkeit. Diese kann auch anhand der Bedeutung des Gebäudes für die Stadtbefestigung grundsätzlich immer noch erteilt werden bei einer nächsten Prüfung.


    Neuer Petitionstext: Das bis letztes Jahr noch amtlich als Prüffall mutmaßlich denkmalgeschützte, frühere Torwächterhaus - ein über 250jähriges Relikt der Durlacher Stadtbefestigung in der Ochsentorstraße 32 soll nach Wunsch seiner neuen Eigentümer abgerissen werden!
    Geplant ist ein doppelt so großer und höherer Neubau (Doppel-Haus), der sämtliche historische Spuren an dieser Stelle unwiderbringlich zerstört und das Stadtbild aufgrund seiner Massivität und Platzausdehnung negativ beinträchtigt.
    Wir fordern den Erhalt des historischen Gebäudes für die Nachwelt und empfehlen der Stadtverwaltung, entweder das Gebäude dem Eigentümer abzukaufen oder eine schonende Umbaumöglichkeit im Bestand zu prüfen.
    Eine Abrissgenehmigung des vom Regierungspräsidium Karlsruhe immer noch als "erhaltenswert" eingestuften Gebäudes darf entsprechend der Bedeutung für Durlachs Stadtgeschichte nicht erteilt werden! Der Eigentümer wusste beim Kauf, dass es sich um ein historisches, mutmaßlich denkmalgeschütztes Gebäude handelt und kann sich nicht auf Unwissenheit berufen.
    Das Torwächterhaus hat zum einen städtebaulichen Wert als die Stadteingangssituation von Norden prägendes Gebäude.
    Zusammen mit der Fayence und dem Kulturdenkmal Zum Ochsen dokumentiert es einen wichtigen historischen Zustand im Norden der Altstadt. Zum anderen erinnert es an die Wirtschaftsgeschichte der Stadt, zu deren wichtigsten Einnahmequellen jahrhundertelang die von den Torwächtern eingezogenen Zoll- und Wegegelder zählten.
    "Das kleine Bauwerkt Bauwerk ist eben kein 'gewöhnliches' Haus. Es steht für die erhaltene Substanz der Markgrafenstadt wie einige erhaltende Gebäude in der Durlacher Altstadt(...), es macht einen Teil der Geschichte der einst selbständigen Stadt erlebbar." (Zitat von Traudl Schucker aus dem Bericht in den BNN vom 10.04.2018
    10.04.2018)


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