• Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger

    05.01.2019 16:43 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition zum Erhalt des Durlacher Torwächterhauses,

    ich hoffe Sie sind alle gut und gesund ins neue Jahr gestartet.

    Wie in meiner letzten Nachricht angekündigt, sende ich Ihnen heute ein paar Presseberichte zur Unterschriften-Übergabe im Karlsruher Rathaus bzw. Reaktionen darauf. Wir betonen an dieser Stelle nochmal, dass wir überparteilich und unabhängig arbeiten und mit den einzelnen politischen Ansichten mancher Unterstützer - egal welcher Couleur - nichts zu tun haben.

    Uns als Historischer Verein bzw. als Arbeitskreis Stadtbild Durlach geht es ausschließlich um die Sache, den Erhalt des Gebäudes. Die Nutzung des Gebäudes ist für uns als Verein hierbei irrelevant. Dass Anwohner vor Ort oder Parteien hierzu Ihre ganz eigenen Ansichten haben, ist naturgemäß nachvollziehbar, hat aber mit der Erhaltung des Gebäudes grundsätzlich für uns erst einmal wenig zu tun.

    Nun zur Presse:

    baden-tv.com/ob-mentrup-nimmt-3-500-unterschriften-gegen-torwachterhaus-abriss-entgegen/

    presse.karlsruhe.de/db/meldungen/verkehr/torwachterhaus_ob_dr_frank_mentrup_nahm.html

    www.wochenblatt-reporter.de/durlach/c-lokales/abriss-des-alten-torwaechterhauses-in-durlach-bewegt-die-gemueter_a47014

    www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/Petition-scheint-ins-Leere-zu-Laufen-Zukunft-des-Torwaechterhauses-in-Durlach-bleibt-ungewiss;art6066,2322078

    www.durlacher.de/start/neuigkeiten-archiv/artikel/archiv/2018/dezember/23/ueber-3300-unterschriften-fuer-erhalt-des-torwaechterhauses-stadtverwaltung-bleibt-aber-bei-entschei.html

    Außerdem gab es noch einen eher verunglückten Presseartikel in den BNN und einen Leserbrief, die ich Ihnen auf Wunsch noch zusenden kann, wobei dies bereits den meisten bekannt sein dürfte.

    Wir möchten klar stellen:

    Eine "symbolische" Petition oder symbolische Unterschriften gibt es nicht. Das ist die eigene Erfindung der anwesenden Pressevertreter. Die Unterschriften der Bürgerinnen und Bürger sind mit einem klaren Auftrag abgegeben worden an Stadtverwaltung und Gemeinderat der Stadt Karlsruhe. Es geht um eine aufrichtige Vermittlung und das Finden einer Lösung, die man gemeinsam tragen kann. Sich auf den rechtlichen Verhältnissen auszuruhen, entspricht nicht dem Demokratieverständnis! Unser Ziel ist immer noch der Erhalt des Gebäudes. Dies kann über mehrere Wege erfolgen, selbst wenn das Gebäude - wie bekannt ist, kein Kulturdenkmal ist.

    Positiv:

    Gerüchten zufolge ist der derzeitige Eigentümer bereit, sich von dem Objekt zu trennen, wenn es einen interessierten Käufer gibt. Die gewünschte Kaufsumme dürfte wohl bei ca. 300.000 € liegen. Wer interessiert ist, kann uns hier eine Nachricht zukommen lassen, die wir zur Vermittlung gerne an einen Mittelsmann weiterleiten.

    Persönlich bin ich der Meinung, dass der Verkauf des Hauses an einen traditionsbewussten Interessenten, der einen freistehendes Altbau-Haus mit Hof/Garten mitten in der Durlacher Altstadt zu schätzen weiß, ideal wäre.

    Mit den besten Wünschen fürs Neue Jahr

    Robin Cordier

    Arbeitskreis Stadtbild Durlach
    im Freundeskreis Pfinzgaumuseum - Historischer Verein Durlach e.V.

  • Die Petition wurde eingereicht

    22.12.2018 00:37 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    gestern fand die spannend erwartete Petitionsübergabe zum Torwächterhaus im Karlsruher Rathaus statt. Zugegen waren neben Vertretern unseres Arbeitskreises Stadtbild Durlach u.a. auch die Leiterin des Presseamtes sowie einige spontan dazu gekommene Bürger. Außerdem waren eine Reihe von Pressevertretern, darunter BadenTV und die BNN der Einladung gefolgt. Nicht alltäglich bei einer simplen Onlinepetition!

    Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup empfing uns dann auch im vorbereiteten Nancysaal mit Kaffee und Gebäck sowie - vorerst - warmen Worten und nahm sich Zeit. Er fände es gut, dass wir uns für die Altstadt Durlachs einsetzen und wir mit unserer Petition bereits für viel Aufsehen für die Thematik des Erhalts historischer Gebäude gesorgt haben.

    Nach seiner freundlichen Begrüßung lauschte der OB den Worten von Günther Malisius, dem Vorsitzenden des Durlacher Historischen Vereins, in denen die Hintergründe der Petition und der Unmut der Bürger erklärt wurde.

    Das Gebäude zu kaufen, wie Herr Malisius vorschlägt (immerhin mietet das Stadtamt Durlach extern bereits Flächen an, aus Kapazitätsgründen) kommt seitens der Stadt - zumindest für den Oberbürgermeister - allerdings derzeit nicht infrage, selbst wenn es Platzmangel beim Stadtamt gibt. Das Haus wäre nicht geeignet hierfür und er hält es auch generell nicht für sinnvoll, das Haus zu kaufen aus Sicht der Stadt.

    Im Anschluss übergab ich Dr. Mentrup die 86-seitige Unterschriftenliste mit über 3.600 Unterschriften und dem eigentlichen Petitionstext. Außerdem bekam er den dicken Leitz-Ordner mit 316 handschriftlichen Unterschriftenbögen, einen USB Stick mit den auch noch einmal zur Sicherheit digital erfassten Dateien, sowie die ausführliche 29-seitige Dokumentation zum Torwächterhaus - Ochsentorstraße 32 (vor der Eingemeindung übrigens Adlerstraße 32), die unser Vereinshistoriker und Architekt Mirko Felber mit Hilfe von Recherchen, z.T. auch von Heimatforscher Dr. Peter Güß und Herrn Peter Nordwig erstellt hat.

    Damit der Oberbürgermeister unser altes Durlach und vor allem dessen Altstadt in seiner Amtszeit nicht vergisst, haben wir ihm als kleines, vorzeitiges Weihnachtsgeschenk zudem auch einen Stich mit dem wiederaufgebauten Durlach um ca. 1770 überreicht, auf dem man das Ochsentor und die Gebäude davor gut erkennen kann.

    Ich habe in meiner Übergaberede darauf hingewiesen, dass es nach unserer Archivforschung zwei uralte Wände gibt, die wohl vor 1689 entstanden sind und das Gebäude stadtbilsprägend ist. Das hat Herrn Mentrup überrascht. Er wusste nur von der historischen Nordwand. Zumindest deren archäologische Untersuchung ist zugesichert. Wenn es zu erhalten ist, würde das natürlich Berücksichtigung finden...

    Ich habe weiterhin auf den Tourismus und die fehlende Erhaltungssatzung in Durlach hingewiesen, die erst dazu führt, dass wir - für den Bürger kaum nachvollziehbar - auch nach 20 Jahren Altstadtdenkmalsatzung in Durlach immer noch zwischen wenigen, besonders als "Kulturdenkmal" geschützten und vielen "erhaltenswerten" Altbauten (= Abriss möglich, wenn der Eigentümer es beantragt) unterscheiden. Heidelberg hingegen ist weiter, hat seine Altstadt komplett geschützt durch eine Erhaltungsgsatzung.

    Dr. Mentrup betonte zum Gebäude selbst, dass die Stadtverwaltung und die Denkmalschutzbehörde aus seiner Sicht damals alles richtig bearbeitet und beurteilt hätten. Der Petitionsausschuss des Landtages habe ja immerhin auch keine formalen Fehler festgestellt. Ergo - wir hätten die rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft. Der Eigentümer habe nun einmal das Recht abzureißen wenn er will. Da das neue Gebäude einen Sandsteinsockel und eine ähnliche Kubatur bekäme wäre das seiner Ansicht nach ausreichend. Uns befriedigt diese Aussage jedoch überhaupt nicht!

    Wir haben den OB darauf zum Dialog und zur Vermittlung aufgefordert. Wir wissen, dass niemand das Gebäude plötzlich zum Kulturdenkmal erklärt. Das ist auch nicht der Sinn dieser Petition. Aber wir erwarten, dass OB und Stadtrat sich Gedanken zum Erhalt machen, die Stimmen hören und das Thema im Gemeinderat öffentlich erörtert wird. Hierzu haben wir aufgrund unserer 2.815 Karlsruher Unterschriften auch die Berechtigung! Zudem - 7 Stadträte folgen bereits unserer Auffassung!

    Wir werden es jedenfalls nicht dabei belassen, sondern eine öffentliche Diskussion und Würdigung unserer Petition im Gemeinderat verlangen. Auch sind viele Durlacher nach wie vor bereit, für den Erhalt des Gebäudes einzutreten. Die Stadt muss sich fragen, ob sie wirklich keinen Ermessensspielraum sieht und 2.800 Bürger in Ihrer Vorgehensweise ignorieren kann.

    Diverse Presseartikel reiche ich Ihnen natürlich noch nach. Ich bedanke mich auch für die vielen Emails und Leserbriefe, die mir zwischenzeitlich zugegangen sind!

    Mit den besten Grüßen aus Durlach

    Robin Cordier

    für den Arbeitskreis Stadtbild Durlach
    im Freundeskreis Pfinzgaumuseum - Historischer Verein Durlach e.V.

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - Finale! Übergabe der Petitionsunterschriften am Donnerstag, 20.12.2018 um 14 Uhr

    19.12.2018 23:29 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    es ist soweit! Seit Juni, also einem seit halben Jahr, sammeln wir - der Arbeitskreis Stadtbild Durlach, sowie viele weitere Unterstützer aus der Bevölkerung fleißig und nahezu unermüdlich Unterschriften - im Internet und auf Papier, durch Direktansprache, auf Unterschriften-Ständen in der Altstadt, durch Auslagen in vielen Durlacher Geschäften und Büros.

    Dabei haben wir unser ursprüngliches Sammelziel schon lange überschritten. Allen fleißigen Händen möchte ich heute DANKE sagen für eine spannende und interessante, gemeinsame Zeit.

    Am morgigen Donnerstag, 20.12.2018 um 14.00 Uhr sind wir nach Korrespondenz mit dem Sekretariat nun beim Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup zur Petitionsübergabe ins Karlsruher Rathaus eingeladen!

    Stand heute werden ihm insgesamt 3.667 Unterstützungsunterschriften übergeben, davon 2.817 aus vielen Karlsruher Stadtteilen. Die meisten Unterschriften kamen übrigens von 1.835 Unterzeichnern aus Durlach und Aue. 216 Unterschriften kamen aus den Höhenstadtteilen sowie dem Bergwald. Unser alter Nachbarort Grötzingen kam auf 145 Unterschriften. Siehe angehängte Grafik als Screenshot der Statistik von OpenPetition.

    Vor wenigen Tagen habe ich den Oberbürgermeister bereits in unser aller Namen gebeten, das Baugesuch des Eigentümers zurückzustellen. Es handelt sich heute um eine historische Stadteingangssituation.

    Nach § 15 BauGB ist die Zurückstellung in Bezug auf die Satzung der Gesamtanlage "Altstadt Durlach" möglich, in Verbindung mit dem Aufstellungsbeschluss aus 2010 und dem noch fehlenden Bebauungsplan inklusive einer noch einzuarbeitenden Erhaltungssatzung. Es kann nicht sein, dass bereits jetzt Fakten geschaffen werden, solange die Gemeinderäte noch über den bestmöglichen Schutz für Durlachs Altstadt beraten und neuerdings sogar einen externen Berater hierfür hinzuziehen.

    Wir haben auf unserem bisherigen Weg bemerkt, wie wichtig den Menschen Ihre gewohnte Umgebung und eine möglichst historische, keine künstliche, "neue" Altstadt ist. Warum etwas Altes abreißen, wenn es seinen Zweck über hunderte von Jahre bis in die Neuzeit erfüllt?

    Warum einer kurzzeitigen Immobilien-Rendite ein historisches Gebäude opfern, zum Leidtragen der Anwohner und Bürger, die dann täglich einen großen Neubau im Stadtbild ertragen müssen? Das Gebäude in der Ochsentorstraße 32 ist weder einsturzgefährdet noch für die Nachbarschaft ein Abrisskandidat. Ganz im Gegenteil! Auch viele Touristen haben beim Besuch Durlachs und der Besichtigung der Siatuation spontan für den Erhalt dieses Hauses unterschrieben.

    Es wird immer Menschen geben, die gerade solche Häuser wie unser altes Torwächterhaus lieben, vielleicht gerade weil es aus "moderner Sicht" nicht perfekt, dafür ehrlich und authentisch ist und man die vielen Generationen von Menschen, die in ihm gelebt haben und deren Nutzungen auch heute noch nachvollziehen kann.

    Umbaumaßnahmen und Sanierungen gehören zu einer Nutzung in einem besonderen Gebäude wie diesem immer dazu. Eine kleine Familie könnte hier vielleicht Ihr neues Glück finden, wie viele vor ihr.

    So haben uns viele alte Durlacher von Ihren schönen Erinnerungen an dieses Haus erzählt. Ob es nun die Schießscharte an der Nordseite war, an die man sich beim Spielen damals noch erinnerte oder die schöne Kindheit beim Vater und Opa der Familie Gültling, die dieses Haus über 3 Generationen bewohnte.

    Hinter dem Torbogen soll es, so wurde uns versichert, einst noch eine alte Arrestzelle gegeben haben. Zeitlich davor waren es Familiennamen wie Grieb und Gils, die dieses Haus besaßen und nutzten, zum Teil auch mit angeschlossener kleiner Landwirtschaft.

    Das jetzige Gebäude, dass spätestens gegen 1802/1803 entstand, wurde auf Fundamenten des noch viel älteren städtischen Torwächterhauses gebaut oder ist sogar aus dessen Umbau direkt entstanden. Wir sind recht sicher, es wurde auch weiterhin im Erdgeschoss als Amtsstube genutzt, da es das Ochsentor noch bis 1845 gab und kein weiteres Haus in der Nähe als sonstiges Funktionsgebäude infrage kommt. Mindestens die Nordseite zum Hotel Ochsen hin ist dabei als alte Mauer des Vortores des Ochsentors identifiziert worden und somit über stolze 300 Jahre alt.

    Bleiben Sie uns treu und unterstützen Sie uns weiter, damit auch unsere Enkel und Urenkel eines Tages noch Geschichten zu alten Gebäuden in Durlach erzählen können!

    Mit den besten Grüßen aus Durlach

    Robin Cordier
    für den Arbeitskreis Stadtbild Durlach
    im Freundeskreis Pfinzgaumuseum - Historischer Verein Durlach e.V.

  • Jetzt ist das Parlament gefragt

    13.11.2018 06:00 Uhr

    openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Gemeinderat eine persönliche Stellungnahme angefordert.

    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/rettet-das-durlacher-torwaechterhaus-historisches-baudenkmal-steht-vor-dem-abriss

    Warum fragen wir das Parlament?

    Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.

    Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.


    Was können Sie tun?

    Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.

    Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.

    Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.

  • Petition in Zeichnung - Zwischenstand, die Geschichte des Torwärterhauses

    12.11.2018 00:46 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    heute möchte ich Ihnen wieder einen Zwischenstand zu unserer Petition geben.

    Vorab anbei ein Foto aus dem Durlacher Pfinzgaumuseum. Es handelt sich um einen aufgenommenen Ausschnitt des aufwändigen großen Stadtmodells, dass die Situation Durlachs um 1800 zeigt. Unser Häuschen, dass vom Modellbauer hier künstlerisch etwas frei gestaltet wurde, steht gut erkennbar vor dem Ochsentor (auch Pfinztor genannt) an gleicher Stelle wie heute. Unterhalb die Kulturdenkmäler Ochsen und Fayence.

    Unsere Petition haben inzwischen über 3.000 Menschen unterschrieben, darunter auch zahlreiche aus dem Ausland, wie Frankreich, Belgien, Luxemburg, Schweiz, Österreich, aber auch aus der Ukraine, China und Australien! Eine wunderbare Sache - die Durlacher Altstadt spricht offenbar sehr viele Menschen und vor allem auch Touristen an, worauf wir immer hingewiesen haben, gerade an dieser Stelle mit der sichtbaren Stadtmauer und der freigelgten Brücke.

    Wir brauchen weiter dringend Ihre Unterstützung, selbst wenn das OpenPetition Quorums Ziel von 2.500 bereits überschritten wurde. Wir möchten ein starkes Signal setzen an den Karlsruher Oberbürgermeister Mentrup, an den Karlsruher Gemeinderat und alle zuständigen Behöden, dass wir nicht zulassen, dass so ein altes Gebäude vernichtet wird!

    Es steht viel auf dem Spiel - dieses Haus ist auch ein Stellvertreter für weitere Abrisse, die in Durlach beantragt wurden. Wir haben leider immer noch keine wirksame Satzung, die die ganze Altstadt schützt!

    Postiv: Unsere Petition hat auch hier bereits etwas in Bewegung gebracht - im Ortschaftsrat fordern erste Stimmen eine Erhaltungssatzung für Durlach, wie es sie z.B. auch in Heidelberg schon länger gibt und gerade für Daxlanden auf den Weg kommen soll. Die für Durlach im Gespräch befindliche Gestaltungssatzung wird dagegen KEIN altes Gebäude vor dem Abriss bewahren, welches nicht bereits ohnehin als Kulturdenkmal geschützt ist. Nur "erhaltenswert" heißt dagegen weiterhin - Abriss möglich für Immobilien- und Rendite-Interessen.

    Inzwischen hat es ein Treffen mit einem Vertreter der Denkmalpflege aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe vor Ort gegeben, das leider eher unsere kritische Meinung bestätigt hat. Der Denkmalschutz prüft offenbar bei erhaltenswerten Gebäuden nur noch recht oberflächlich, also anhand vorhandener Bauakteneinträge und dem jetzigen Zustand, ob man es ein Gebäude zu einem Kulturdenkmal hochstuft. Es finden keinerlei wissenschaftliche Recherchen zur ganzen Baugeschichte statt, kein Abgleich mit alten Stadtplänen und Karten auf denen z.B. die Stadtmauerverläufe und die Stadttore vermerkt sind. Die Stadtbild-Thematik ("Ensemble-Charakter") spielt auch keine Rolle für den Erhalt.

    Um es kurz zu fassen: Aus unserer Sicht nahm man sich bei der Denkmalschutzprüfung hier einfach (absichtlich?) nicht genug Zeit, sondern hakte das Gebäude schnell ab, zumal der Eigentümer kein gesteigertes Interesse an dem Erhalt des Gebäudes oder einer ernsthaften Untersuchung z.B. mit einer ärchaologischen Bewertung hat. Vom Widerstand der Durlacher zeigte man sich auch "überrascht".

    Wesentliche Faktoren die bei diesem Gebäude aus unserer Sicht eindeutig für ein Kulturdenkmal sprechen, wurden erst gar nicht untersucht. Diese Gebäude ist dabei regionalhistorisch und wissenschaftlich von Bedeutung! Der Historische Verein hat vor geraumer Zeit daher begonnen, eine eigene wissenschaftliche Recherche zu dem Gebäude zu machen und hier den eigentlichen Job der Denkmalpflege zu übernehmen.

    Wir können inzwischen durch Archivfunde aus dem Karlsruher Stadtarchiv gut belegen, dass Teile des Gebäudes Ochsentorstraße 32 noch älter sind als bisher vermutet, nämlich aus der Zeit vor dem Großen Brand (Pfälzischer Erbfolgekrieg) 1689.

    Vorab veröffentlichte Details hierzu unter:

    www.wochenblatt-reporter.de/durlach/c-lokales/geschichte-des-torwaerterhauses-beim-durlacher-ochsentor_a35482

    www.durlacher.de/start/neuigkeiten-archiv/artikel/archiv/2018/november/07/die-geschichte-des-torwaerterhauses-am-ochsentor.html

    WICHTIG:
    Bitte unterstützen Sie uns weiter - teilen Sie diese Petition mit dem Link openpetition.de/!twhdurlach

    Mit herzlichen Grüßen aus Durlach

    Arbeitskreis Stadtbild Durlach
    des Freundeskreis Pfinzgaumuseum - Historischer Verein Durlach e.V.

  • Petition in Zeichnung - Die Presse berichtet über das Torwächterhaus!

    07.08.2018 22:00 Uhr

    Dokument anzeigen

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    unser Protest gegen des Abriss des Torwächterhauses wurde letzte Woche auch medial weitergetragen!

    Am vergangenen Samstag fand im benachbarten, renommierten Hotel Restaurant Ochsen eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz des Freundeskreis Pfinzgaumuseum - Historischer Verein Durlach e.V. statt.

    Es sollte hierbei die historische Bedeutung des Gebäudes auch anhand von Plänen aufgezeigt und der aktuelle Stand bzw. Hintergründe zu unserer Petition aufgezeigt werden. Unter anderem wurde nun auch der Petitionsausschuss des Landtages von Baden-Württemberg zur Überprüfung der Sachlage angerufen. Der Einladung zur PK sind insbesondere die BNN, BadenTV und das Internetportal durlacher.de gefolgt.

    Hier finden Sie die einzelnen Berichte (BNN Artikel im Anhang):

    BadenTV
    baden-tv.com/durlach-darf-nicht-zur-filmkulisse-werden

    Durlacher.de:
    www.durlacher.de/start/neuigkeiten-archiv/artikel/archiv/2018/august/07/ein-haus-erhitzt-die-gemueter.html

    Während unsere fleißigen Hefer trotz Hitze weiter auf dem Durlacher Marktplatz Stimmen sammeln können Sie und auch z.B. durch das Teilen der Medienberichte und unserer Petition weiter unterstützen:

    -> So können Sie den Kurzlink zu unserer Petition gerne per email, Messenger oder in den Sozialen Netzwerken weitergeben: www.openpetition.de/!twhdurlach

    -> Unterschriftenlisten zum Ausdrucken können Sie auf der Petitionsliste im blauen Feld am rechten Bildschirmrand mit Klick auf "Download" herunterladen als pdf

    -> Abrisszettel zum Aushängen gibt es auf der gleichen Seite, etwas weiter unten ebenfalls zum Download.

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und helfen Sie uns bitte weiter, dieses Gebäude für die Nachwelt zu erhalten!

    Mit den besten Grüßen aus Durlach

    Robin Cordier
    für den ganzen Arbeitskreis Stadtbild Durlach

  • Änderungen an der Petition

    05.07.2018 00:43 Uhr

    Konkretisierung bzw. Korrektur des Begriffes "denkmalgeschützt". Das Torwächterhaus war bis 2017 noch ein Prüffall für ein Kulturdenkmal nach Paragraph 2 des Denkmalschutzgesetzes. Es ist und war noch kein "Kulturdenkmal", im rechtlichen Sinn. Es war seitens des Denkmalschutzes jedoch immer als erhaltenswert eingestuft und Prüffall für eine höhere Schutzwürdigkeit. Diese kann auch anhand der Bedeutung des Gebäudes für die Stadtbefestigung grundsätzlich immer noch erteilt werden bei einer nächsten Prüfung.


    Neuer Petitionstext: Das bis letztes Jahr noch amtlich als Prüffall mutmaßlich denkmalgeschützte, frühere Torwächterhaus - ein über 250jähriges Relikt der Durlacher Stadtbefestigung in der Ochsentorstraße 32 soll nach Wunsch seiner neuen Eigentümer abgerissen werden!
    Geplant ist ein doppelt so großer und höherer Neubau (Doppel-Haus), der sämtliche historische Spuren an dieser Stelle unwiderbringlich zerstört und das Stadtbild aufgrund seiner Massivität und Platzausdehnung negativ beinträchtigt.
    Wir fordern den Erhalt des historischen Gebäudes für die Nachwelt und empfehlen der Stadtverwaltung, entweder das Gebäude dem Eigentümer abzukaufen oder eine schonende Umbaumöglichkeit im Bestand zu prüfen.
    Eine Abrissgenehmigung des vom Regierungspräsidium Karlsruhe immer noch als "erhaltenswert" eingestuften Gebäudes darf entsprechend der Bedeutung für Durlachs Stadtgeschichte nicht erteilt werden! Der Eigentümer wusste beim Kauf, dass es sich um ein historisches, mutmaßlich denkmalgeschütztes Gebäude handelt und kann sich nicht auf Unwissenheit berufen.
    Das Torwächterhaus hat zum einen städtebaulichen Wert als die Stadteingangssituation von Norden prägendes Gebäude.
    Zusammen mit der Fayence und dem Kulturdenkmal Zum Ochsen dokumentiert es einen wichtigen historischen Zustand im Norden der Altstadt. Zum anderen erinnert es an die Wirtschaftsgeschichte der Stadt, zu deren wichtigsten Einnahmequellen jahrhundertelang die von den Torwächtern eingezogenen Zoll- und Wegegelder zählten.
    "Das kleine Bauwerkt Bauwerk ist eben kein 'gewöhnliches' Haus. Es steht für die erhaltene Substanz der Markgrafenstadt wie einige erhaltende Gebäude in der Durlacher Altstadt(...), es macht einen Teil der Geschichte der einst selbständigen Stadt erlebbar." (Zitat von Traudl Schucker aus dem Bericht in den BNN vom 10.04.2018
    10.04.2018)


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