Erfolg

Rettet das Revital Bad in Menzenschwand

Petition richtet sich an:
Bürgermeister und Gemeinderat von St. Blasien

3.227 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

3.227 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

  1. Gestartet September 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 31.10.2025
  4. Dialog
  5. Erfolg

Die Petition war erfolgreich!

Neuigkeiten

05.09.2026, 07:57

Dokument anzeigen

Jetzt zählt es: Wer übernimmt Verantwortung für das Revitalbad?

Für die Zukunft des Revitalbads bleiben nur noch wenige Wochen: Bis zum 1. Oktober 2026 können sich Interessenten bei der Stadt St. Blasien für das laufende Markterkundungsverfahren melden. Gesucht werden Unternehmer, Betreiber oder Zusammenschlüsse, die das Revitalbad erhalten, weiterentwickeln und ihm eine langfristige, wirtschaftlich tragfähige Zukunft geben wollen.

Nach dem Rückzug der Oswald Matt Group hat die Stadt die Suche neu aufgestellt und umfangreiche Unterlagen zum Revitalbad in einem Exposé zusammengefasst. Die Vorstellungen sind dabei klar: Die besondere Architektur soll erhalten bleiben, zugleich soll eine langfristige Nutzung entstehen, die dem öffentlichen Wohl dient und einen touristischen Beitrag für St. Blasien und den Hochschwarzwald leistet. Wellness- und Spa-Angebote sowie neue Übernachtungsmöglichkeiten sind ausdrücklich erwünscht; für eine Erweiterung stehen Flächen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Verfügung.

Das Angebot ist ungewöhnlich: Nach Angaben des Vereins geht es um knapp 7.000 Quadratmeter Grundstück und mehr als 2.000 Quadratmeter hochwertig gestaltete Nutzfläche. Bereits beim Bau vor rund 20 Jahren wurden 6,8 Millionen Euro investiert. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Fachleute und der Verein Revitalbad St. Blasien – Menzenschwand e.V. haben zudem Ideen für ein Investitions- und Betriebskonzept entwickelt, das Wege zu einem wirtschaftlichen Betrieb aufzeigt. Auch diese Überlegungen und das dabei entstandene Wissen stehen potenziellen Betreibern und Partnern zur Verfügung.

Das laufende Verfahren ist noch kein eigentliches Bieterverfahren. Zunächst möchte die Stadt mögliche Konzepte und Kaufpreisvorstellungen kennenlernen und ausloten, welche Lösungen sich für das Revitalbad anbieten. Nach Auswertung der Gespräche und Konzepte entscheidet sie über das weitere Vorgehen.

Eine Möglichkeit könnte darin liegen, mehrere regionale Partner mit unterschiedlichen Kompetenzen zusammenzubringen. Dafür gibt es erprobte Vorbilder. Das Thermenresort Loipersdorf in der Steiermark wurde 2022 von einem Konsortium aus drei regionalen Unternehmen übernommen: der Merkur Versicherung, der Granit Holding und der SHR Thermen & Hotel Beteiligung. Jeder Partner übernahm ein Drittel. So kamen Kapital und unternehmerische Erfahrung mit Kompetenzen aus Bau, Tourismus, Hotellerie, Wellness und Gesundheit zusammen.

Einen anderen Weg zeigt das Elsebad in Schwerte. Nach der kommunalen Schließung 1993 entstand aus einer Bürgerinitiative mit mehr als 10.000 Unterschriften ein Förderverein. Dieser gründete eine gemeinnützige Betriebsgesellschaft, die das Bad wiederaufbaute und 1998 wiedereröffnete. Der Förderverein ist bis heute Mehrheitsgesellschafter.

Auch für das Revitalbad könnte deshalb ein regionaler Zusammenschluss eine interessante Perspektive sein: Unternehmerinnen und Unternehmer, Hoteliers und touristische Akteure könnten gemeinsam mit Partnern aus Finanzierung, Immobilien, Bau und Betrieb Kapital, Verantwortung und unterschiedliche Kompetenzen bündeln. Nicht jeder müsste alles allein leisten – und zugleich könnte ein für Menzenschwand und den Hochschwarzwald wichtiger Ort eng mit der Region verbunden bleiben.

Bis zum 1. Oktober ist dafür noch Zeit. Wer selbst Interesse hat – oder jemanden kennt, für den dieses ungewöhnliche Projekt interessant sein könnte –, sollte jetzt aktiv werden.


Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern