Rettet den Alwin-Mittasch-Park 2026!

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Klaus Blettner

2.680 Unterschriften

100 %
2.236 von 1.700 für Quorum in Ludwigshafen am Rhein Ludwigshafen am Rhein

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  1. Gestartet 08.04.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

03.06.2026, 06:22

Liebe Unterstützer*innen,

die Stadt Ludwigshafen hat empfohlen, den Alwin-Mittasch-Park mit einer FlexiKita zu bebauen. Das ist das Ergebnis einer Standortanalyse der Verwaltung. Wir sind erschüttert, dass damit der Wunsch von 2652 Menschen, die unsere Petition unterzeichnet haben, in der Stadt nun ungehört bleiben soll - und eine der am stärksten versiegelten Städte Deutschlands weiter ihre Parkflächen beschneidet.
In einer der heißesten und am meisten versiegelten Städte Deutschlands hat die Stadtspitze offenbar kein ökologisches Bewusstsein entwickelt, das eigentlich den absoluten Schutz von Parkflächen in ihrer Gänze vorsehen müsste. Stadtentwicklerische Leitplanken angesichts des Klimawandels existieren bis heute in Ludwigshafen nicht. Stattdessen werden mit Landes- und Bundesmitteln vereinzelte Flächen entsiegelt, während aus eigener Initiative heraus die Stadt weitere bebaut.

Und auch das Thema Baukultur hat für die Stadtoberen offenbar keine Rolle gespielt: Die FlexiKita wird direkt an der Ecke Fichte-/Leuschnerstraße entstehen und damit eine zweigeschössige Blockrandbebauung, die den Charakter der bisher großzügigen 20er-Jahre-Stadtplanung zerstören und ein weiterer Ort in Ludwigshafen damit nachverdichtet wird. In einer Stadt, die ihr baukulturelles Erbe in den vergangenen Jahren vor allem abgerissen, denn weiterentwickelt oder gar gepflegt hat, ist das ein bitteres Ergebnis. Durch die Umzäunung der FlexiKita fallen 2200 Parkfläche für die Anwohner*innen weg. 
Insgesamt waren acht mögliche Standorte in Friesenheim für den Bau zweier FlexiKitas geprüft worden. Die Ergebnisse der Analyse hatte die Verwaltung in der Friesenheimer Ortsbeiratssitzung vorgestellt, nach der eine zweite Kita hinter dem Kinderhaus am Ebertpark entstehen soll - dort liegen seit vielen Jahren verschimmelte Kita-Container brach. „Wir haben diesen zweiten möglichen Bauplatz als Bürgerinitiative erst ins Spiel gebracht“, sagt Annika Wind, Sprecherin der BI, „daher begrüßen wir es sehr, dass die Stadt ihre Hausaufgaben macht und sich endlich um den Standort kümmert“. Allerdings waren die sechs weiteren möglichen Bauplätze für eine FlexiKita als nahezu alternativlos von der Verwaltung eingestuft worden – mit zum Teil wenig nachvollziehbaren Argumenten. „Der Girlassic Park ist auf Platz drei der Analyse gelandet, aber gilt als wenig geeignet, weil er an der Sternstraße verkehrstechnisch schlecht angebunden sei“, so Annika Wind, Sprecherin der BI.

Unklar geblieben ist auch, wie die Stadt Erzieher*innen für die neuen Einrichtungen finden will – während in der gesamten Stadt der Bedarf hoch ist und längst nicht alle schon jetzt bestehenden Raumkapazitäten in bereits bestehenden Kitas ausgeschöpft sind. „Während der Ortsbeiratssitzung wurde auch deutlich, dass der Bürgerdialog nur Makulatur ist“, so Annika Wind. Gespräche im Plenum, in dem verschiedene Standpunkte von Bürger*innen hätten deutlich werden können, waren von der BI angefragt, dann von den Organisator*innen unterbunden worden. Eine Lautsprecheranlage hatte die Stadt nicht vorgesehen, was die Kommunikation stark erschwerte. "Solche Momente tragen nicht gerade dazu bei, dass Vertrauen in das Handeln der Politik entsteht", so Wind. "Das ist bitter mit Blick auf das Thema Politikverdrossenheit und Mitbestimmung in einer Demokratie." 

Foto: Stadt Ludwigshafen


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