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Liebe Unterstützer*innen,
die Stadt Ludwigshafen hat empfohlen, den Alwin-Mittasch-Park mit einer FlexiKita zu bebauen. Das ist das Ergebnis einer Standortanalyse der Verwaltung. Wir sind erschüttert, dass damit der Wunsch von 2652 Menschen, die unsere Petition unterzeichnet haben, in der Stadt nun ungehört bleiben soll - und eine der am stärksten versiegelten Städte Deutschlands weiter ihre Parkflächen beschneidet.
In einer der heißesten und am meisten versiegelten Städte Deutschlands hat die Stadtspitze offenbar kein ökologisches Bewusstsein entwickelt, das eigentlich den absoluten Schutz von Parkflächen in ihrer Gänze vorsehen müsste. Stadtentwicklerische Leitplanken angesichts des Klimawandels existieren bis heute in Ludwigshafen nicht. Stattdessen werden mit Landes- und Bundesmitteln vereinzelte Flächen entsiegelt, während aus eigener Initiative heraus die Stadt weitere bebaut.Und auch das Thema Baukultur hat für die Stadtoberen offenbar keine Rolle gespielt: Die FlexiKita wird direkt an der Ecke Fichte-/Leuschnerstraße entstehen und damit eine zweigeschössige Blockrandbebauung, die den Charakter der bisher großzügigen 20er-Jahre-Stadtplanung zerstören und ein weiterer Ort in Ludwigshafen damit nachverdichtet wird. In einer Stadt, die ihr baukulturelles Erbe in den vergangenen Jahren vor allem abgerissen, denn weiterentwickelt oder gar gepflegt hat, ist das ein bitteres Ergebnis. Durch die Umzäunung der FlexiKita fallen 2200 Parkfläche für die Anwohner*innen weg.
Insgesamt waren acht mögliche Standorte in Friesenheim für den Bau zweier FlexiKitas geprüft worden. Die Ergebnisse der Analyse hatte die Verwaltung in der Friesenheimer Ortsbeiratssitzung vorgestellt, nach der eine zweite Kita hinter dem Kinderhaus am Ebertpark entstehen soll - dort liegen seit vielen Jahren verschimmelte Kita-Container brach. „Wir haben diesen zweiten möglichen Bauplatz als Bürgerinitiative erst ins Spiel gebracht“, sagt Annika Wind, Sprecherin der BI, „daher begrüßen wir es sehr, dass die Stadt ihre Hausaufgaben macht und sich endlich um den Standort kümmert“. Allerdings waren die sechs weiteren möglichen Bauplätze für eine FlexiKita als nahezu alternativlos von der Verwaltung eingestuft worden – mit zum Teil wenig nachvollziehbaren Argumenten. „Der Girlassic Park ist auf Platz drei der Analyse gelandet, aber gilt als wenig geeignet, weil er an der Sternstraße verkehrstechnisch schlecht angebunden sei“, so Annika Wind, Sprecherin der BI.Unklar geblieben ist auch, wie die Stadt Erzieher*innen für die neuen Einrichtungen finden will – während in der gesamten Stadt der Bedarf hoch ist und längst nicht alle schon jetzt bestehenden Raumkapazitäten in bereits bestehenden Kitas ausgeschöpft sind. „Während der Ortsbeiratssitzung wurde auch deutlich, dass der Bürgerdialog nur Makulatur ist“, so Annika Wind. Gespräche im Plenum, in dem verschiedene Standpunkte von Bürger*innen hätten deutlich werden können, waren von der BI angefragt, dann von den Organisator*innen unterbunden worden. Eine Lautsprecheranlage hatte die Stadt nicht vorgesehen, was die Kommunikation stark erschwerte. "Solche Momente tragen nicht gerade dazu bei, dass Vertrauen in das Handeln der Politik entsteht", so Wind. "Das ist bitter mit Blick auf das Thema Politikverdrossenheit und Mitbestimmung in einer Demokratie."
Foto: Stadt Ludwigshafen
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Petition in Zeichnung
vor 9 TagenLiebe Unterstützer*innen der Petition „Rettet den Alwin-Mittasch-Park“,
am Dienstag, 2. Juni, um 17 Uhr steht ein wichtiger Termin in Bezug auf unser Anliegen an: Die Stadt Ludwigshafen lädt nach einer (öffentlichen) Ortsbeiratssitzung in der Aula des Max-Planck-Gymnasiums (Leuschnerstraße 121) zu einem „Info-Markt“ ein, bei dem sie Orte für eine neue FlexiKita in Friesenheim vorstellen will. Auf der Liste möglicher Bauplätze steht nach wie vor der Alwin-Mittasch-Park.
Viele Gespräche in den vergangenen Wochen und nicht zuletzt 2575 Menschen, die unsere Petition inzwischen unterschrieben haben, zeigen allerdings: Viele Bürger*innen wollen nach wie vor, dass der Park unbebaut bleibt.
Um das noch einmal zum Ausdruck zu bringen, brauchen wir möglichst viele Menschen, die der Politik und Verwaltung verdeutlichen, warum ihnen der Mittasch-Park als Kaltluftschneise, Naherholungsgebiet und mit Blick auf eine ökologische Stadtentwicklung so wichtig ist - in einer der heißesten und am meisten versiegelten Städte Deutschlands.
Seit dem Start unserer Petition vor wenigen Wochen sind außerdem einige Fragen aufgekommen, die wir hier zusammenfassen:
Die Stadt Mannheim hat den Ausbau ihrer Kitas gestoppt, wie der Mannheimer Morgen erst Mitte Mai berichtet hat, weil die Bedarfe dort so stark rückläufig sind.
https://www.mannheimer-morgen.de/orte/mannheim_artikel,-mannheim-zu-wenige-kinder-mannheim-stoppt-kita-ausbau-_arid,2374878.htmlAuch in Dannstadt ist aufgrund rückläufiger Bedarfe ein Kita-Neubau erst vor wenigen Tagen ausgesetzt worden:
https://www.rheinpfalz.de/lokal/ludwigshafen_artikel,-immer-weniger-kinder-gemeinde-stoppt-kita-neubau-_arid,5893835.htmlAngesichts solcher Entwicklungen fragen wir uns: Wie ist die Lage in Ludwigshafen? Und warum plant die Stadt neue Kitas, obwohl aufgrund fehlender Erzieher*innen die Raumkapazitäten bereits bestehender Einrichtungen längst nicht ausgereizt sind? Wie sollen neue Erzieher*innen gefunden werden? Und warum wird möglicherweise der Mittasch-Park bebaut, während sich an anderer Stelle die Stadt mit Landes- und Bundesmitteln an Entsiegelungsprojekten beteiligt?
Der 2. Juni wird aus unserer Sicht der entscheidende Termin sein, um solche Fragen noch einmal zu stellen und ein so wichtiges Stimmungsbild der Bürgerschaft zum Ausdruck zu bringen.
Wie läuft zunächst der Dienstag ab?
Der Ortsbeirat Friesenheim wird ab 17 Uhr öffentlich tagen, um sich über die Standortanalyse der Stadt zu informieren, nach der acht Bauplätze - darunter auch der Mittasch-Park - vorgestellt werden. Ein Rederecht von Besuchenden gibt es zu dem Zeitpunkt nicht. Danach, von 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr, lädt die Stadtverwaltung zu einem Info-Markt ein. Im Rahmen einer Plakatausstellung soll es dort Antworten auf diese Fragen geben: Wie hoch ist der Bedarf an Kita-Plätzen in der Stadt und in Friesenheim? Was verbirgt sich hinter dem Konzept FlexiKitaLU? Wie wurden Flächen für mögliche Standorte für eine FlexiKitaLU in Friesenheim ausgewählt und untersucht? Welche Standorte empfehlen Stadtverwaltung und die städtische Baugesellschaft BPG und wie geht es nun weiter? An diesem Abend steht der Beigeordnete Lars Pletscher sowie Fachexpert*innen des Bereichs Kindertagesstätten und der Bauprojektgesellschaft Ludwigshafen für Gespräche zur Verfügung.Was ist nach Dienstag geplant?
Bereits für den 8. Juni 2026 ist eine Sitzung des Bau- und Grundstücksausschusses, am 16. Juni eine weitere Sitzung des Ortsbeirates und am 18. Juni der Jugendhilfeausschuss zum Thema FlexiKitaLU für Friesenheim angesetzt. Die abschließende Entscheidung trifft am 22. Juni der Stadtrat.Mehr Infos gibt es hier: https://ludwigshafen.de/soziales-gesellschaft/familien-kinder-und-jugend/flexikitalu
Wir hoffen auf möglichst viele Menschen am Dienstag und freuen uns auf konstruktive Gespräche!
Beste Grüße von der BI "Rettet den Alwin-Mittasch-Park"
Weil Naturschutz in der Stadt sonst kein Thema ist.