• Artikel im General-Anzeiger vom 15. Februar

    at 19 Feb 2021 08:58

    ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/bornheim/im-naturschutzgebiet-neuer-platz-fuer-breniger-wildgarten-gesucht_aid-56274815

    Anmerkung: Der Bürgermeister von Bornheim, Christoph Becker, hat am 18.02. ein Gespräch angeboten, um einen neuen Standort zu suchen. Wir möchten mit unserer Petition allerdings den Erhalt des Wildgartens erreichen, so dass Naturbildungsprojekte weiterhin an diesem einzigartigen Ort möglich sind. Selbstverständlich wird Frau Hillebrand-Guessant das Gesprächsangebot dennoch annehmen.

  • Leserbief von Elisabeth Hillebrand-Guessant zur Gegendarstellung der Behauptungen im Artikel des GA vom 8. Februar

    at 19 Feb 2021 08:47

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Es ist schon interessant, welche Wirkung das Wort „illegal“ hat.
    Stellt es doch gleich das Projekt auf eine Ebene mit anderen illegalen
    Handlungen, man braucht sich nur die Bilder im eigenen Kopf
    anzuschauen, um zu ermessen, welche Qualität plötzlich meine Projekte
    mit Kindern bekommen. Man spricht von Verstößen gegen das Gesetz, von
    der Aberkennung der Auszeichnung, von ungenehmigten Gartenanlagen, von
    gebietsfremdem Pflanzen , Treppen etc.
    Hätte es einen solchen Vertrag mit mir und der Behörde gegeben, wenn
    dies alles so illegal, eingreifend, verstossend gewesen wäre?
    Tatsächlich arbeite ich seit 18 Jahren mit Kindern, denn gerade sie
    erleben im Wildgarten sich selbst und ihre Umwelt vollkommen anders. Im
    Garten haben sie z.b. neu gehen gelernt über unebene, unbefestigte
    Pfade, Hang auf, Hang ab, unter anderem über die erwähnte Treppe, deren
    Stufen aus dem Erdreich bestehen, nur abgestützt von dicken Ästen, von
    Bambus-Pflöcken gehalten. Eine meiner 3 Gartenregeln besagt: nur auf
    den Wegen bleiben und daran haben sich die Kinder gehalten. Es war eine
    gute Möglichkeit ihnen klar zu machen, das wir nur die Besucher sind und
    Gäste der ständigen Bewohner, ob Tier oder Pflanze.
    Sie haben Bambus als nachwachsenden Rohstoff, nicht als Ziergehölz
    kennengelernt, um ihn für die Umsetzung ihrer Ideen zu nutzen, als
    Bogen, Schmetterling, Messer, Musikinstrument oder leicht und schnell
    gebaute Hütte. Schauen Sie doch mal in Ihren Haushalt : ich bin sicher
    Sie finden mindestens einen Alltagsgegenstand, der aus Bambus
    hergestellt wurde, ob Wäscheklammer, Zahnstocher, Socke oder
    Schneidbrett…. Unsere Idee war seine Nützlichkeit zu vermitteln. Seine
    Schönheit ist nur eine wunderbare Beigabe.
    Inzwischen gibt es diesen Reichtum nicht mehr, wie in dem Vertrag
    vereinbart, ebenso wie das Fortführen der Kinderprojekte bis 2020.
    Insofern wurden die Veranstaltungen zumindest im Nachhinein quasi
    legalisiert, also wie Herr Todt bemerkte, vertragskonform
    durchgeführt. Dazu möchte ich auch bemerken , dass mir die Bewerbung
    für die Auszeichnung von der Geschäftsstelle der UN-DEKADE
    vorgeschlagen wurde. Auf meiner Homepage hatte ich zu diesem Zeitpunkt
    die Endlichkeit dieses Projektes schon mit genauem Zeitplan vorgestellt
    und auch den Grund, nämlich die spezielle Lage unseres Geländes im NSG,
    genannt.
    Wenn wir uns dafür entschieden hätten, die Pferde, die schon vor unserer
    Zeit, auf dem Hang weideten, dort weiden zu lassen, hätten wir keine
    Probleme bekommen, da dies die Fortführung der Nutzung bedeutet hätte.
    Wie auf den Weiden rechts und links unseres Geländes.
    Wir entschieden uns aber für Kinder, um ihnen in diesem naturnahen
    Gelände, ein Verständnis der Natur zu ermöglichen.
    Wenn dies alles illegal war, so stehe ich voll und ganz dazu. Und ich
    frage mich, ob ich jemals so vielen Kindern die Möglichkeit hätte geben
    können, wenn ich von Anfang an mit der Behörde verhandelt hätte.
    Manchmal muss man Ideen einfach umsetzen. Statt sie zu zerreden.

    Mit freundlichen Grüßen,
    E. Hillebrand-Guessant

  • Änderungen an der Petition

    at 13 Feb 2021 14:45

    Zeichen- und Rechtschreibfehler wurde behoben. Doppelte Zeile entfernt.


    Neuer Petitionstext:

    Seit mehr als 18 Jahren ist der Wildgarten in Bornheim-Brenig ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Natur kennen und schätzen lernen. Für ihre pädagogische Arbeit, erhielt Elisabeth Hillebrand-Guessant 2019 eine Auszeichnung der UN -Dekade für biologische Vielfalt. Nun soll der Garten für immer schließen – aus Gründen des Naturschutzes. Das wollen wir verhindern!

    Wer den Wildgarten am Hang des idyllischen Mühlenbachtals in Bornheim-Brenig betritt, fühlt sich ein wenig in eine andere Welt versetzt. Die überraschend abwechslungsreiche Naturoase liegt inmitten eines ansonsten überwiegend landwirtschaftlich genutzten Gebietes. Man kann sich dem Zauber, den das ca. 2 ha große Gelände versprüht, kaum entziehen. Zu jeder Jahreszeit erzählt uns der Garten eine andere sinnliche Geschichte. Im Frühling erzählt er von blühenden Bäumen und summenden Sträuchern. Im Sommer, von wilden Kräutern, schmackhaftem Gemüse und duftender Erde. Im Herbst offenbart er uns die süßesten Früchte und die prachtvollsten Farben. Und im Winter erklärt er uns, was es heißt, zur Ruhe zu kommen. Mit jedem Besuch lernen wir die Natur von einer neuen Seite kennen.

    Die kontinuierlich Pflege und sanft-ökologische Bewirtschaftung des Geländes durch Elisabeth Hillebrand-Guessant (61), der Eigentümerin des Grundstücks, hat aus einer anfänglich monotonen Brombeerfläche, eine bunte und lebendige Naturlandschaft geformt. Hier haben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihr Zuhause gefunden. Darunter auch seltene Arten, wie das wunderschöne Knabenkraut. Schlange, Hase, Dachs, Fuchs und Reh fühlen sich hier genauso wohl, wie die vielen kleinen und großen Vogelarten, die an Nistmöglichkeiten auf dem vielfältigen Gelände keinen Mangel haben. Vor allem aber ist der Wildgarten ein Raum, der unzähligen Insekten bis in den späten Herbst hinein Nahrung verspricht und ihnen im Winter Schutz vor Kälte bietet.

    Aber nicht nur für die heimische Tier- und Pflanzenwelt ist der Wildarten zu einem kostbaren Ort geworden. Seit 2002 bietet Frau Hillebrand-Guessant auf ihrem Gelände naturpädagogische Projekte für Kinder und Jugendliche an. In Kooperation mit Jugendämtern aus dem Kölner Stadtgebiet, ermöglichten es ihre Waldprojekte, sozial benachteiligten Kindern außergewöhnliche Momente mit der Natur zu erleben. Für viele der Kinder, war es das erste Mal, dass sie mit der Natur in Berührung kommen. Dabei lag der Schwerpunkt von Frau Hillebrand-Guessants Arbeit stets im subtilen Bereich der Naturerfahrung. Zu den Inhalten gehörten u.a. das Ernten und Zubereitung von Obst und Gemüse, die Beobachtung der Tiere und Pflanzen, die Arbeit und der Umgang mit Naturmaterialien und das freie Spiel in Wald und Wiese. In diesen Projekten lernten die Kinder auf vielfältige und selbstverständliche Weise etwas über sich und die Natur kennen. Schließlich war es das Ziel, einen Platz zu schaffen, an dem die Menschen in direkten Kontakt mit der Natur treten können. Nach dem Motto: nur wer die Natur schätzt, schützt sie auch. Für die Projekte im Wildgarten erhielt Elisabeth Hillebrand-Guessant im Jahr 2019 eine Auszeichnung der UN-Dekade für biologische Vielfalt innerhalb des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“.

    Doch jetzt soll der Wildgarten ausgerechnet aus Gründen des Natur- und Artenschutzes geschlossen werden. Weil ihr Grundstück im Naturschutzgebiet Mühlenbachtal liegt, darf es nur eingeschränkt betreten und nicht bewirtschaftet werden. Während die kahlen Flächen auf den Nachbargrundstücken völlig legal als Pferdekoppeln genutzt werden dürfen, fordert die Umweltbehörde des Rhein-Sieg-Kreises Frau Hillebrand-Guessant dazu auf, die Anlage vollständig zurück zu bauen und für die Öffentlichkeit unzugänglich zu machen. Für den Rückbau und Ausgleichsmaßnahmen in Form einer Streuobstwiese bekam die Grundstückseigentümerin von der Behörde Zeit bis Ende 2021. Ihre Naturbildungsprojekte, die sie u.a. mit dem Ziel des Schutzes der Natur vereinte, stehen mit der Schließung des Gartens vor dem Aus. Fällt die Pflege und Betreuung des Geländes weg, sind auch die Lebensräume in Gefahr, die daran hängen. Innerhalb kürzester Zeit würden zurückgeschnittene Brombeerhecken das Gebiet überwuchern. Die Vielfalt der Pflanzenarten ginge zurück und mit ihnen auch die Vielfalt an Insekten und anderen Kleintieren, die sich von ihnen ernähren.

    Der General-Anzeiger berichtete über die Entwicklungen: ga.de/region/koeln-und-rheinland/kompromiss-streuobstwiese_aid-42935745ga.de/region/koeln-und-rheinland/kompromiss-streuobstwiese_aid-42935745 ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/bornheim/breniger-wildgarten-erhaelt-auszeichnung_aid-44340707ga.de/region/voreifel-und-vorgebirge/bornheim/breniger-wildgarten-erhaelt-auszeichnung_aid-44340707



    Neue Begründung:

    1.1. Weil der Wildgarten eine besondere ökologische Bedeutung hat\,hat, fordern wir erstens den Erhalt des Geländes in seiner derzeitigen Form.Form. Wir möchten die Zerstörung dieses Naturparadieses verhindern. Das Entwicklungsziel 2 des Landschaftsplans Nr. 2 für Bornheim legt die, so wörtlich, „Anreicherung einer im ganzen erhaltungswürdigen Landschaft mit naturnahen Lebensräumen und mit gliedernden und belebenden Elementen“ fest. Die Umweltbehörde des Rhein-Sieg-Kreises kann demnach Maßnahmen in Naturschutz-gebieten genehmigen, die den Zielen des Landschaftsplanes dienen. Wir sind der Ansicht, dass die Anreicherung der Landschaft mit dem Erhalt des Gartens eindeutig vereinbar ist. Aus diesem Grund fordern wir das Amt für Umwelt und Naturschutz konkret dazu auf, dass der Wildgarten nachträglich Legalisiertlegalisiert wird. Die Petition betont hierbei das große öffentliche Interesse, das an dessen Erhaltung liegt

    2.2. Weil Naturbildung für eine nachhaltige Entwicklung des Planeten essentiell ist\,ist, fordern wir zweitens\,zweitens, dass der Wildgarten für die Öffentlichkeit im Rahmen von Bildungsprojekten zugänglich bleibt.bleibt. Die Förderung ökologischer Kompetenzen ist Teil des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Dabei kommt der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit besondere Bedeutung zu. Im Bericht „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zur Landesstrategie der Landesregierung NRW heißt es: „Die Kinder- und Jugendarbeit einschließlich der außerschulischen Jugendbildung wird mit Blick auf BNE als besonders anschlussfähiges und langfristig erprobtes Aktionsfeld verstanden. . Deshalb berücksichtigt der Kinder- und Jugendförderplan (KJFP NRW) 2018-2022 in der Position 5.3 „Bildung für nachhaltige Entwicklung […]“. Mit ihrer jahrelangen Kooperation mit Jugendamtsträgern der Stadt Köln, leistete Frau Hillebrand-Guessant einen wichtigen Beitrag zum Kinder- und Jugendförderplan, sowie zu Landesstrategie für BNE in Nordrhein-Westfahlen.

    Für weitere Informationen zur Arbeit von Frau Hillebrand-Guessant und ihren Garten besuchen Sie die Homepage des Breniger Wildgartens: www.der-wildgarten.com

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung! Aura-Shirin Riedel aus Bornheim
    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 1.120 (497 in Rhein-Sieg-Kreis)

  • Anhang zur Antwort der Kreisverwaltung

    at 10 Feb 2021 16:07

    View document

    Rhein-Sieg-Kreis Siegburg, den 20.01.2021
    Der Landrat
    - Amt für Umwelt- und Naturschutz -
    An die
    SPD-Kreistagsfraktion
    nachrichtlich:
    CDU-Kreistagsfraktion
    Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
    FDP-Kreistagsfraktion
    Kreistagsfraktion Die Linke
    AfD-Kreistagsfraktion

    Schriftliche Anfrage der SPD-Kreistagsfraktion vom 08.01.2021 zum Wildgarten
    im Naturschutzgebiet in Bornheim-Brenig

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die gestellten Fragen beantworte ich wie folgt:
    Vorbemerkung
    Bei dem von der Eigentümerin so bezeichneten Wildgarten im NSG „Mühlbachtal"
    handelt es sich um eine ungenehmigte Gartenanlage, um für Kindergruppen Spielund Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. Die Gartenanlage umfasst insbesondere
    das Einbringen gebietsfremder Pflanzen, insbesondere Bambus, sowie zahlreiche
    kleinere und größere bauliche Anlagen in Form von Hütten, Sitz- und Spielgeräten,
    Treppen und landschaftliche Umgestaltungen, für die die Eigentümerin ursprünglich
    noch als „Bändigung des Wildwuchses" auf ihrer Homepage geworben hatte. Zur
    Verdeutlichung sind einige Fotos der Ausgangslage beigefügt.
    Insbesondere wegen der aggressiven Ausbreitung des Bambus über Wurzelausläufer war nach Bekanntwerden der Gartenanlage 2017 sofortiges Handeln der
    Naturschutzbehörde geboten. Als Entgegenkommen wurde der Eigentümerin in
    Kenntnis ihrer Tätigkeiten für Kindergruppen im Jahr 2017 ein zeitlich abgestufter
    Rückbauplan angeboten. Dieser Plan sieht in jährlichen Schritten die Entnahme des
    Bambus und den Rückbau der baulichen Anlagen sowie die Gestaltung des
    Geländes als Streuobstwiese bis Ende 2021 vor. Die Eigentümerin hat den
    entsprechenden öffentlich-rechtlichen Vertrag 2017 unterzeichnet. Auf die Erhebung
    von Bußgeldern wurde seitens der Verwaltung verzichtet. Die angesprochene
    Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade hatte den sozialen Aspekt zum Anlass
    und erfolgte in Unkenntnis der Lage in einem NSG und der fehlenden Genehmigung.
    huster
    (Landrat)
    1.Auf openpetition.de haben jüngst Unterstützer*innen des Wildgartenprojekts
    eine Petition zum Erhalt des Projektes gestartet. Ist dem Landrat bzw. dem
    Amt für Natur- und Landschaftsschutz des Rhein-Sieg-Kreises die Petition
    bereits bekannt?
    Die gestartete Online-Petition ist durch einen Presseartikel bekannt, weil derlei
    Initiativen von der Kreisverwaltung nicht beobachtet werden. Soweit bekannt, ging
    sie in diesem Falle auch von der Eigentümerin aus.
    2.Laut Medienberichten gab es in der Vergangenheit bereits Begehungen des
    Grundstücks durch das zuständige Amt. Für den Rückbau und Ausgleichsmaßnahmen in Form einer Streuobstwiese bekam die Grundstückseigentümerin laut der Petition Zeit bis Ende 2021. Außerdem soll der Wildgarten
    dann auch nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Welchen rechtlichen Spielraum sieht die Kreisverwaltung vor dem Hintergrund geltender
    rechtlicher Regelung (Bundesnaturschutzgesetz, Landesnaturschutzgesetz
    NRW, Landschaftsplan Nr. 2), um den Wildgarten über 2021 hinaus in seiner
    heutigen Nutzung (einschließlich Umweltbildung für sozial benachteiligte
    Kinder und Jugendliche) zu erhalten?
    Auf die Vorbemerkung wird verwiesen. Für die Fortsetzung der Nutzung des NSG als
    Gartenanlage besteht kein rechtlicher Spielraum. Der öffentlich-rechtliche Vertrag ist
    bindend und vollstreckbar. Es handelt sich um den falschen Standort für den
    angestrebten Zweck. Das NSG bleibt wie bisher auf den dafür vorgesehenen Wegen
    allgemein zugänglich, die Streuobstwiese darf zu Pflegezwecken selbstverständlich
    betreten werden.

    Anhang: Fotos, Ausgangszustand 2017.

  • Petition in Zeichnung - 1000 Unterschriften. Wie geht es weiter?

    at 08 Feb 2021 17:53

    Liebe UnterstützerInnen,

    nach gut einem Monat Laufzeit hat unsere Petition zur Rettung des Wildgartens in Bornheim-Brenig die 1000ste Unterschrift gesammelt. Zunächst wollen wir daher allen Menschen, die bisher so zahlreich an der Petition teilgenommen haben, einen großen Dank auszusprechen!
    Für Elisabeth Hillebrand-Guessant und mich ist die Initiative damit schon ein großartiger Erfolg. Zudem haben eure Kommentare, Leserbriefe und Zuschriften uns weiter darin bestärkt, dass der Wildgarten für viele Menschen ein wichtiger Ort ist. Er erfüllt neben seiner ökologischen Bedeutung auch eine wesentliche soziale Funktion. Damit geht es hier nicht nur um den Wildgarten, sondern auch um die grundsätzliche Frage, in welchem Verhältnis wir zur Natur stehen wollen.

    Bedauerlicherweise hat uns trotz des großen Zuspruchs die Kreisverwaltung bisher kein Entgegenkommen signalisiert. Die Haltung habe sich dadurch nicht geändert, heißt es dort.
    Aber wir haben in den vergangenen Wochen auch viel Unterstützung erfahren. Der Breniger Ortsvorsteher Wilfried Hanft setzt sich zusammen mit der Kreistagsabgeordneten der SPD, Anna Peters, für den Erhalt des Wildgartens ein. Außerdem können wir auf die Unterstützung der LINKEN hoffen. Viel persönlichen Zuspruch gab es von Breniger BürgerInnen, die den Garten sehr gut kennen und schätzen. Außerdem berichtete der General-Anzeiger, die Kölnischen Rundschau, sowie das regionalen Online-Magazin Bornheim.report über die Petition. Als Reaktion erreichten die Zeitungen Leserbriefe von UnterstützerInnen. Heute erschien im GA ein weiterer Artikel, in dem auf den illegalen Status der Anlage verwiesen wird, der jedoch nicht mehr aktuell ist. Inzwischen sind viele der beanstandeten Bauten verschwunden, andere haben Bestandschutz. Der Bambus wurde vollständig entfernt.

    Wie geht es nun weiter?
    Erstens müssen wir noch Überzeugungsarbeit leisten. Verantwortliche, die den Garten und dessen Hintergründe nicht persönlich kennen und nur auf das Papier schauen, schätzen die Situation womöglich falsch ein. Daher ist es wichtig, dass wir jetzt gemeinsam in den direkten Dialog treten. Dazu könnt ihr Landrat Sebastian Schuster erklären, warum es euch wichtig ist, dass der Garten erhalten bleibt (kontakt@sebastian-schuster.net oder über www.sebastian-schuster.net). Natürlich setzt ein erfolgreicher Diskurs einen respektvollen und freundlichen Umgang voraus.
    Außerdem wird es wichtig sein, auch einen Teil des Naturschutzbeirats, der die Behörde berät, für uns zu gewinnen. Der Vorsitzende im Naturschutzbeirat ist Dr. Norbert Möhlenbruch. Dazu gehören auch Mitglieder aus den Naturschutzverbänden NABU und BUND. Der NABU ist vertreten durch die Vorsitzende Hannegret Krion (www.nabu-rhein-sieg.de/kontakt/). Die nächste öffentliche Sitzung des Beirats findet am Donnerstag, den 28. Februar statt.

    Zweitens benötigen wir noch mehr UnterstützerInnen für unsere Petition. Dazu brauchen wir unbedingt eure Hilfe. Bitte leitet die Petition an Freunde, Familie, Bekannte und KollegInnen weiter und teilt sie breit in den sozialen Netzwerken. Oft finden sich Unterstützerinnen außerdem in (natur-)pädagogischen Einrichtungen oder in anderen sozialen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Aber auch ortsnahe Vereine und andere Organisationen könnten darauf aufmerksam gemacht werden. Je mehr Reichweite und Aufmerksamkeit unser Anliegen bekommt, desto besser. Auf diese Weise können wir das Quorum für die Petition noch erreichen.

    Warum ist das wichtig?
    Ist die Petition abgeschlossen, werden wir sie zusammen mit einem Antrag auf eine Sondergenehmigung nach Artikel 67 des Bundesnaturschutzgesetzes einreichen, der eine Befreiung von den Verboten in Naturschutzgebieten vorsieht. Nach §67 Absatz 1 (BNatSchg) kann diese gewährt werden, wenn „dies aus Gründen des überwiegenden öffentlichen Interesses, einschließlich solcher sozialer und wirtschaftlicher Art, notwendig ist“. Mit der Zahl an Unterschriften, steigt die Beweiskraft dafür, dass im Erhalt des Wildgartens tatsächlich ein großes öffentliches Interesse besteht, wodurch der Erfolg unseres Antrags wahrscheinlicher wird. Außerdem werden wir darin den sozialen Aspekt des Gartens, der in den Naturbildungsprojekten liegt, hervorheben. Schließlich ist Frau Hillebrand-Guessant bereit, hierfür gewisse Auflagen der Behörde zu erfüllen, z.B. den Rückbau der Zelte, etc.; Entfernung gebietsfremder Pflanzen.

    Wir hoffen, dass wir durch die Petition den Druck auf die Politik noch einmal erhöhen. Damit auch künftige Generationen aus der Region die Möglichkeit haben, mit diesem Ort und seiner vielfältigen Natur in Kontakt treten zu können. Das wäre mehr als fair. Denn durch Umweltzerstörung und Artensterben haben wir unseren Kindern bereits mehr an Naturerfahrung genommen, als wir es ihnen je wieder zurückgeben könnten. Naturschutz und Naturpädagogik schließen sich nicht aus. Im Gegenteil.

    Eure Aura-Shirin Riedel (Initiatorin der Petition)

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