08.03.2026, 17:19
An all die lieben Menschen, die uns bei der Rettung der Mehlschwalbenkolonie, an den... "leider mittlerweile einstigen"... Kühltürmen des AKW Biblis unterstützen, vor gut einer Woche, am Donnerstag 28.02.2026, gab uns der Dezernent Matthias Schimpf Kreis Bergstraße, bei einem gemeinsamen Treffen mit der UNB Kreis Bergstraße und zwei zuständigen Mitarbeiter von RWE, die Chance nochmal unser Anliegen zur Situation vorzutragen.
Trotz Aufführung sämtlicher Bedenken, sei es die Lage, Gefahr durch Überhitzung und Prädatoren bzgl. der dort errichteten Schwalbentürme, wie auch das vorlegen aktueller Studien, die eindeutig zeigen, wie schwierig eine Annahme von Schwalben ist und erneut darauf hingewiesen, das nur adäquate Ausgleichsmaßnahmen, durch Anbringung von speziellen Schwalbenbrettern, an den hohen Gebäuden auf dem Gelände des AKW Biblis, eine hohe Prognosesicherheit darstellen, welches die Gesetzeslage auch vorschreibt, kam seitens RWE nur ein kurzes aber deutliches "NEIN"!!! Bei Nachfrage warum....??? kam die kurze Erklärung, das zum einen einige Gebäude nicht mehr RWE gehören, andere Rückgebaut werden, was bedeutet sie werden ausgeräumt und von evtl. radioaktiven Rückständen gesäubert und dann abgerissen, wie auch der Pressesprecher Jan Peter Circel in einem Pressebericht (siehe Petition unter Neuigkeiten) erklärte.
Allerdings trifft das wohl nicht ganz zu, wie wir nach dem Gespräch, durch Recherchen herausgefunden haben. RWE Nuclear und Focused Energy aus Darmstadt haben eine Kooperationsvereinbarung über die Durchführung eines Pilotprojekts in der Rückbauanlage Biblis unterzeichnet. Wie in den ganz unten aufgeführten Presseberichten und weiteren Berichten zu lesen ist, eignet sich gerade das AKW Gelände Biblis, mit seinen schon vorhanden Gebäuden, hervorragend für dieses Projekt. Dafür gibt es auch schon ein konkretes Bild, wie es aussehen soll und siehe da, genau die beiden hohen Gebäude, die sich hervorragend für die Anbringung der Schwalbenbretter eignen, bleiben bestehen. Warum macht hier die UNB keinen Druck und ordnet das an? Genau das ist doch ihre Aufgabe!!! Auch bei dem Gespräch kam seitens der UNB keine dementsprechende Unterstützung!!! Statt dessen wurden neue Maßnahmen am Rheinufer unterstützt, weg vom RWE Gelände.
Wir haben dazu auch Vorschläge gemacht und uns das ganze, gemeinsam mit einem Mitarbeiter von RWE, vor Ort angeschaut. Nach vielen Abwägungen, in den Tagen danach, sind wir zu dem Schluss gekommen, auch das ist keine adäquate Lösung und birgt viel zu große Gefahren für die Mehlschwalben!!! Jedenfalls hinterlässt das Treffen und die nachfolgenden Berichte beim durchlesen, einen sehr merkwürdigen Eindruck!!!
Ich möchte alle bitten, nochmal weitere Menschen zu mobilisieren, um diese Petition zu unterschreiben, damit wir uns mit noch mehr Unterstützung, an die nächst höhere Distanz wenden können. Vielen Dank dafür!!!
Herzliche Grüße Kirsten Dressel
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/mannheim/biblis-kernkraftwerk-atomkraftwerk-gelaende-flaeche-nutzung-zukunftstechnologie-batterie-100.html https://www.hessenschau.de/wirtschaft/energiewende-ab-2035-soll-weltweit-erstes-kernfusion-kraftwerk-in-biblis-strom-liefern--v1,biblis-kernfusion-100.html https://www.rwe.com/presse/rwe-nuclear/2024-07-01-rwe-nuclear-und-focused-energy-unterzeichnen-absichtserklrung/ https://www.tu-darmstadt.de/xchange/news_details_540480.de.jsp https://www.ihk.de/darmstadt/servicemarken/news/wirtschaftsdialoge/interviews-und-portraets/focused-energy-biblis-6951104 https://www.fr.de/rhein-main/landespolitik/kernfusion-in-biblis-darmstaedter-firma-treibt-laserforschung-voran-94019901.html https://www.windkraft-journal.de/2025/10/28/machbarkeitsstudie-zeigt-potenzial-fuer-fusionskraftwerk-in-biblis/217871
12.02.2026, 13:39
www.european-news-agency.de/politik/rwe_und_behoerde_wuerden_mehlschwalbenkolonie_gefaehrden-93018/
11.02.2026, 05:33
Liebe Unterstützende,
hier der Link zum heutigen Artikel in der Südhessen vom Mannheimer Morgen:
www.mannheimer-morgen.de/orte/biblis_artikel,-biblis-koennten-nistplaetze-auf-hohen-gebaeuden-der-mehlschwalbenkolonie-in-biblis-helfen-_arid,2357334.html?&npg
Ich kann leider nur den Link schicken, nicht den Artikel selbst. Um ihn lesen zu können, muss man abonnieren. Jedenfalls will sich der Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf mit uns treffen, um die strittigen Punkte zu besprechen. Es tut sich also was!!
Herzliche Grüße
Kirsten Dressel
10.02.2026, 05:02
www.wildtierschutz-deutschland.de/single-post/mehlschwalbenkolonie-biblis-widerspruch-abbruchgenehmigung
10.02.2026, 04:59
Liebe Unterstützende,
ich habe inzwischen unglaublich viele Mails, mit tollem Feedback und ganz lieben Worten von euch bekommen, dafür vielen lieben Dank. Das motiviert unglaublich!!! Ich lese alle und habe anfänglich, besonders auch wichtige, möglichst gleich beantwortet aber leider schaffe ich das nicht bei allen. Daher bitte nicht traurig sein, wenn nichts zurück kommt aber ich habe mich sehr gefreut. Danke auch dafür, das ihr alle so tatkräftig mithelft, ob im Vorfeld mit euren Unterschriften bei der Petition oder jetzt mit Schreiben an die Zuständigen. Nur so, haben wir gemeinsam die Chance noch was zu bewegen!!
Seitens der Behörden scheint sich was zu regen aber näheres kann ich leider noch nicht sagen. Sobald ich mehr weiß, gebe ich es direkt an euch weiter. Weiterhin dran bleiben und besonders bei RWE!!! Hier nochmal deren postalische Adresse, da ich PLZ und Ort vergessen habe. Danke an all diejenigen, die mich darauf aufmerksam gemacht haben.
RWE Nuclear GmbH
Rückbauanlage Biblis
z.H. Jan Peter Cirkel
Postfach 1140
68643 Biblis
Vorsorglich noch der Hinweis, falls erst diese Mail gelesen wird, bitte noch in die gestrigen schauen, dann erklärt sich vieles.
Ich stelle noch einen Link in die Neuigkeiten der Petition, mit einem Beitrag vom Wildtierschutz Deutschland e.V., die uns tatkräftig und anwaltlich sehr unterstützen.
Vielen vielen Dank nochmal für die unglaubliche Beteiligung von euch allen und herzliche Grüße,
Kirsten Dressel
09.02.2026, 04:14
Liebe Unterstützende,
gerne das Schreiben auch über den Postweg schicken, das macht noch mehr Druck. Mails könnten über die Server der Zuständigen, mit dem Wortlaut Schwalben, evtl. aussortiert werden, um ein volles Postfach zu vermeiden, das wäre schade. Hier auch noch die Adressen:
Bürgermeister von Biblis Volker Scheib
Darmstädter Straße 25
68647 Biblis
Dezernent Matthias Schimpf
Gräffstraße 5
64646 Heppenheim
UNB Kreis Bergstraße
Walther-Rathenau-Straße 4
64646 Heppenheim
RWE Nuclear GmbH
Rückbauanlage Biblis
z.H. Jan Peter Cirkel
Postfach 1140
Allen vielen Dank und bitte teilen!!
Herzliche Grüße
Kirsten Dressel
08.02.2026, 06:46
Liebe Unterstützende,
wir brauchen dringend Eure Hilfe, damit wir seitens der Behörden, adäquate Ausgleichsmaßnahmen erwirken können. Die Behörden wollen unsere Forderung wohl aussitzen, zumindest reagiert nach Fall des letzten Kühlturms niemand mehr auf unsere Mailanfragen. Daher möchten wir alle darum bitten, selbst an die zuständigen Behörden und RWE zu schreiben. Wenn sie mit Mails überschüttet werden, werden sie hoffentlich reagieren und mit uns wieder ins Gespräch kommen. Hier die öffentlich zugänglichen Mailadressen:
-Dezernent Matthias Schimpf und Hauptverantwortlicher buero.schimpf@kreis-bergstrasse.de
-Bürgermeister von Biblis Volker Scheib bgm@biblis.eu
-Untere Naturschutzbehörde unb@kreis-bergstrasse.de
-Unternehmenssprecher RWE Jan Peter Cirkel jan-peter.cirkel@rwe.com
Nachfolgend ein vorgefertigter Text zum verwenden oder auch selbst was schreiben. Wir hoffen es beteiligen sich sehr viele, um die Mehlschwalbenkolonie doch noch zu retten. Dafür vielen Dank!! Herzliche Grüße, Kirsten Dressel
Sehr geehrte Damen und Herren,
nachdem nun auch der letzte Kühlturm des AKW Biblis, trotz erwirkter Aussetzung der Abrissmaßnahmen, gefallen ist, sind hunderte von Mehlschwalben Nestern unwiderruflich zerstört und damit eine der größten und bedeutesten Kolonien Südhessens und vermutlich sogar von ganz Deutschland, für immer ausgelöscht!!
Jetzt fordern wir, wie schon in der Petition erwähnt und von mittlerweile knapp 13.000 Unterstützenden unterschrieben, adäquate Ausgleichsmaßnahmen, an den hohen Gebäuden des AKW Biblis Gelände, mit speziellen und artspezifischen Schwalbenbrettern, um die laut Paragraph 44 Abs. 5 BNatSchG geforderte hohe Prognosesicherheit zu gewährleisten. Dies mit fachlicher und auf Mehlschwalben spezialisierte Begleitung.
Von Ihnen, als Zuständige UNB Kreis Bergstraße, wurde in der Hessenschau vom 22./25.12.2025 zitiert:
"Mehlschwalbentürme sind gängige und angesehene Maßnahmen, bis zu deren Erfolg es aber mehrere Jahre dauern könnte."
Oder wie Dezernent Matthias Schimpf Kreis Bergstraße selbst einräumt...
"das es sich bei den Bibliser Kühltürmen mit rund 400 Nestern um einen besonderen und einzigartigen Brutplatz von Mehlschwalben handelt, den es seines Wissens nach so nur einmal in Deutschland gebe. Gerade dies stellt uns vor die Herausforderung, dass uns keine Erfahrungen zu geeigneten Artenschutzmaßnahmen vorliegen."
Dies zeigt Unsicherheit im eigenen Handeln und Unwissenheit über die tatsächlichen Grundbedürfnisse der Mehlschwalben. Es ist leider niemandem bewusst, dass die mit einer Lebenserwartung von 2,1-2,5 Jahren und standorttreuen Mehlschwalben nicht diese vielen Jahre Zeit haben. Sie müssen sich jedes Jahr reproduzieren, um ihre Art am Standort zu erhalten!! Daher müssen die Maßnahmen direkt nach ihrer Rückkehr im April greifen. Wir werden es mit einem eigenem Monitoring überprüfen!
Wie auch von RWE Unternehmenssprecher Jan Peter Cirkel erwähnt...
"Naturschutz ist RWE ein wichtiges Anliegen"
Gern möchten wir diesen Worten Glauben schenken, dann müssen Sie auch dementsprechend handeln!
wie auch....
"dass sich nach dem planmäßigen Abriss des letzten Kühlturms eine Besiedlung der Schwalbenhäuser einstellen wird"
Diese Worte decken sich leider nicht mit Aussagen der Fachspezialisten und vorliegenden Studien!! Damit wird offensichtlich, dass das tatsächliche Fachwissen leider nur in gefährlichem Halbwissen vorhanden ist. Dadurch und durch die Erhabenheit, sich nicht weiter mit den wirklichen Fachspezialisten auseinanderzusetzen, steht die weitere Existenz der Bibliser Mehlschwalbenkolonie auf dem Spiel.
Es obliegt in Ihrer aller Verantwortung, das geeignete, zielführende und mit hoher Prognosesicherheit Ausgleichmaßnahmen greifen, um einen Verstoß des Paragraphen 44 Abs. 5 BNatSchG zu vermeiden und diese immens große und ökologisch wertvolle Mehlschwalbenkolonie nicht entgüldig und unwiderruflich auszulöschen. Dazu liegen Ihnen Möglichkeiten, zur fachlichen und spezialisierten Beratung schon vor.
Mit freundlichen Grüßen
25.01.2026, 04:21
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