20.07.2026, 02:23
Oft werden wir gefragt, was unsere Vorschläge eigentlich kosten. Die klare Antwort lautet: Das meiste davon kostet die Stadt nicht einen Cent. Es bedarf hierfür lediglich des politischen Willens zum Umdenken. Wir fordern von der Stadtpolitik daher folgende konkrete, unbürokratische Veränderungen:
Unsere Forderungen
- Verkehr beruhigen zum Nulltarif: Einführung von „Anlieger frei“-Zonen, um den touristischen Parksuchverkehr effektiv aus unseren Wohngebieten herauszuhalten. Das kostet nichts, verlangt aber ein Umsteuern in der Kommunalpolitik.
-Parken bürgerfreundlich & kostensparend gestalten: Wir schlagen den konsequenten Abbau der teuren, wartungsintensiven Parkautomaten vor, was der Stadt sofort laufende Unterhaltskosten erspart.
Praktikable Nutzung: Während der Geschäftszeiten (09:00 bis 18:00 Uhr) könnten diese Parkplätze unkompliziert mit der Parkscheibe genutzt werden, um Kunden schnelle Erledigungen zu ermöglichen. Für uns Anwohner bleiben diese Parkflächen dabei selbstverständlich jederzeit uneingeschränkt und ohne zeitliche Begrenzung nutzbar.
-Einnahmen statt Kosten durch faire Gäste-Angebote: Für Übernachtungsgäste sollten auf den großen Parkplätzen Wochenend- oder Wochentickets zu bezahlbaren Preisen angeboten werden. Auch das kostet die Stadt nichts, entlastet die Anwohnerbereiche und spült stattdessen zusätzliches Geld in die Stadtkasse.
-Vorteile für alle: Dieser Ansatz vermeidet unnötigen Papiermüll, stärkt das lokale Gewerbe durch bessere Erreichbarkeit und entlastet das Ordnungsamt durch stichprobenartige Kontrollen.
-Wohnmobilstellplätze ohne Neubau-Kosten: In allen Stadtteilen – wie Assmannshausen, Aulhausen und Presberg – brauchen wir einfache Wohnmobilstellplätze, die zum Teil ohnehin schon vorhanden sind. Sie müssen lediglich extra gekennzeichnet und mit minimalen Veränderungen angepasst werden.
-Kreative Stadtteil-Angebote zum Mitmachen: Für Assmannshausen und Aulhausen lässt sich unter aktiver Einbindung von Bürgern und Vereinen ein toller Wander- und Erlebnisweg schaffen, der das Ebental wunderbar mit integriert. Das erfordert kein großes Budget, sondern gute Ideen und Gemeinschaftssinn als echte Alternative zur Seilbahn.
-Sinnvolle Mittelverwendung durch die WTF: Die WTF soll prüfen, ob sie sich selbst finanzieren kann, damit freiwerdende Mittel gezielt in ein effektives Verkehrs- und Parkleitsystem fließen. Wenn Besucher direkt wissen, wo sie hinmüssen, wird es für alle leichter – ganz ohne teure Sonderbudgets.
-Flussschifffahrt, Wertschöpfung & Anwohner-Schutz: Einnahmen aus Anlegergebühren bringen dem lokalen Gewerbe in der Altstadt direkt wenig, da die meisten Passagiere an den Geschäften vorbeilaufen und Verträge langfristig ausgelegt sind. Wir können gegen diesen Ist-Zustand kurzfristig wenig ändern – aber es kann nicht sein, dass hier der rote Teppich ausgelegt wird, während Anwohner vertrieben werden und nicht einmal mehr zu ihrem eigenen Eigentum gelangen.
-Bessere Lenkung statt Verdrängung: Wir stehen für eine deutliche Verbesserung: Mehr Parkplätze und ein starkes Parkleitsystem für die Autos auf der einen Seite, und ein viel besseres Konzept und Verständnis für die Steuerung, wenn die Stadt von Hotelschiffen geflutet wird.
-Lärm und Ordnung durchsetzen: Konsequente Überwachung von Ruhezeiten und Vorgehen gegen verhaltensbezogenen Lärm (z. B. durch die Gefahrenabwehrverordnung) auf Basis bestehender Gesetze.
-Charakter schützen: Die Stadt muss ihre bestehenden Steuerungsinstrumente (z. B. Bebauungspläne und Erhaltungssatzungen nach § 6 BauNVO) konsequent nutzen, um die einseitige Übernutzung zu begrenzen.
Wir bitten um Ihre Stimme – für ein Rüdesheim, in dem Anwohner sich wieder zu Hause fühlen