21.07.2026, 17:45
Ein Blick in die offizielle „Bürgermeister Agenda #RÜD2040“https://www.stadt-ruedesheim.de/seite/856601/b%C3%BCrgermeister-agenda-r%C3%BCd2024.html der Stadt zeigt ein erstaunliches Bild: Viele Punkte lesen sich, als wären sie direkt von unserer Initiative diktiert. Ob die Zweckbindung von Tourismuseinnahmen für Infrastrukturprojekte, ein intelligentes Parkleitsystem, die Stärkung der Stadtteile oder der klare Fokus auf Qualitäts- statt Massentourismus – auf dem Papier sind sich Verwaltung und Bürger eigentlich längst einig.
Doch der Haken steht im Kleingedruckten der Agenda selbst: „#RÜD2040 ist kein Versprechen – es ist ein gemeinsames Projekt von Bürgern und Stadt.“
Wer das Jahr 2040 als Horizont wählt, schiebt die akuten Probleme im Hier und Jetzt auf die lange Bank.
Schöne Leitbilder und Absichtserklärungen helfen den Anwohnern im Alltag nicht weiter, solange der spürbare politische Wille für konkrete, schrittweise Verbesserungen fehlt.
Besonders kritisch sehen wir als Anwohner und Bürger das Konzept der geplanten „Flaniermeile“ in der Altstadt. Man darf nie vergessen, dass einzelne Bürger den Charme dieses Ortes über Jahre mit viel Kraft, Schweiß und Herzblut aufgebaut haben. Es ist schlichtweg falsch, dies zu ignorieren und die einheimische Bevölkerung zugunsten einer reinen Vermarktung zu verdrängen.
Das Gleiche gilt für unseren Marktplatz: Er darf nicht einseitig dem Tourismus geopfert werden, sondern muss wieder lebendig werden!
Die Bürger und Anwohner wünschen sich sehnlichst einen echten Wochenmarkt und Geschäfte für den täglichen Bedarf zurück. Selbst Touristen wundern sich regelmäßig darüber und bemängeln, dass man für alltägliche Besorgungen ins weit entfernte Gewerbegebiet Ost ausweichen muss. Hierfür brauchen wir dringend eine verbindliche Satzung, die den Charakter und die Nahversorgung schützt.
Auch beim Thema Gewerbe und Zukunft dürfen wir keine Zeit verlieren: Wir müssen schon jetzt festlegen, was mit dem alten Feuerwehrgelände nach dem Umzug in die neue Wache passiert. Wertschöpfende Unternehmen vor Ort brauchen Planungssicherheit für die Gegenwart – und nicht erst in 5 bis 10 Jahren.
Die Agenda beweist, dass die Probleme längst schwarz auf weiß erkannt sind. Jetzt braucht es keine ferne Zukunftsmusik mehr, sondern Taten!
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