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  • Beschluss des Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

    08-05-13 00:00 Uhr

    Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 18 vom 8. Mai 2013

    Der Aus schuss bittet, folgende Eingabe für erledi gt zu erklären, weil die Stadtbürgersch aft
    keine Möglichkeit sieht, der Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 18/110

    Gegenstand:
    Straßenbegleitgrün

    Begründung:
    Der Petent spricht sich dafür aus, neue Verkehrsinseln und Baumumschließungen mit Sedum und
    anderen geeigneten W ildpflanzen zu bepflanzen. Solche Flächen erforderten weniger Pflege, wiesen
    eine erhöhte Aufnahme von Feinstaub auf, verringerten den Straßenlärm durch Lärmfilterung und
    werteten den Lebensraum durch heimische Blütenpflanzen auf. Die Petition wird von 15 Mitzeichnern
    unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme des Senators für
    Umwelt, Bau und Verkehr eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im
    Rahmen der öffentlichen Beratung persönlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich
    das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Sedum ist ein Steingartengewächs, das magere Mineralböden bevorzugt und viel Sonnenlicht sowie
    trockene Standorte benötigt. Für beschattete und nährstoffreiche Böden unter Bäumen ist die Pflanze
    nicht geeignet. Im Straßenbereich ist der Nährstoffeintrag sehr hoch. Deshalb werden die Böden für
    Sedum zu nährstoffreich. Da sich andere Kräuter und Gräser durch Samenflug in den Flächen
    ansiedeln, müssen die mit Sedum bepflanzten Flächen gepflegt werden, damit sie nicht langfristig
    überwuchern. Vor diesem Hintergrund und weil auch ortsübliche Grasflächen Feinstäube aufnehmen,
    teilt der Petitionsausschuss die Auffassung des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr, dass in
    hiesigen Breiten als Straßenbegleitgrün besser Rasen eingesetzt werden kann.

    Seit 25 Jahren wird in Bremen getestet, welche Wildpflanzen für die bodendeckende Unterpflanzung
    von Bäumen geeignet sind, weil blühende Wildpflanzen das Stadtbild bereichern. Es hat sich
    herausgestellt, dass keine bodendeckende Pflanze langfristig dem Schatten- und
    Nährstoffkonkurrenzdruck der Bäume standhält. Die auch dann notwendigen Pflegegänge müssten
    überwiegend in Handarbeit durchgeführt werden und sind daher kostenintensiver als die Pflege von
    Rasenflächen.

    Begründung (PDF)