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  • Beschluss des Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

    12-08-16 00:00 Uhr

    Auszug aus dem Bericht des städtischen Petitionsausschusses Nr. 11 vom 12. August
    2016

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären, weil die Stadtbürgerschaft keine
    Möglichkeit sieht, d ie Eingabe zu entsprechen:

    Eingabe Nr.: S 19/2

    Gegenstand:
    Integration von Flüchtlingen

    Begründung:
    Die Petentin setzt sich dafür ein, Flüchtlinge ambulant zu begleiten, nachdem diese aus den
    Gemeinschaftsunterkünften ausgezogen sind. Damit soll ihnen ermöglicht werden, sich in einem unbekannten
    System zurechtzufinden. Wegen kultureller und sprachlicher Hürden sei eine solche Begleitung notwendig.
    Die Petition wird von fünf Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen der Petentin eine Stellungnahme der Senatorin für Soziales,
    Jugend, Frauen, Integration und Sport eingeholt. Außerdem hatte die Petentin die Möglichkeit, ihr Anliegen im
    Rahmen der öffentlichen Beratung persönlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das
    Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:

    Mittlerweile wird vermehrt versucht, Flüchtlinge nicht mehr in Gemeinschaftsunterkünften unterzubringen,
    sondern sie in Wohnungen zu vermitteln. Seit dem Jahr 2014 gibt es eine ambulante Nachbetreuung für
    Flüchtlinge. Haupt - und ehrenamtliche Betreuer betreuen die Flüchtlinge nach dem Umzug in die W ohnung.
    Die ambulante Nachbetreuung besteht aus fünf Säulen. Zunächst werden die Flüchtlinge auf eigene
    Hilfsmöglichkeiten, wie familiäre Bindungen und englische Sprachkenntnisse verwiesen. Zum anderen wird
    auf bestehende soziale Netzwerke in den Stadtteilen hingewiesen. Als Drittes werden ehrenamtliche Lotsen
    oder Paten vermittelt. Hier ist Bremen Spitzenreiter in der Bundesrepublik. Wohnraumberater machen
    Hausbesuche und beraten die Flüchtlinge. Die letzte Säule bildet die Betreuung durch ambulante Sprach- und
    Integrationsmittler. Mittlerweile gibt es in diesem Bereich ein Stellenvolumen von 15,6 Vollzeitäquivalenten für
    800 bis 1.000 Fälle. W egen des im l etzten Jahr erfolgten erhöhten Zuzugs von Flüchtlingen wurde bereits eine
    Mittelerhöhung angemeldet.

    Allerdings besteht nicht bei allen Personen ein Betreuungsbedarf. Viele Flüchtlinge finden auch ohne weitere
    Hilfe eine W ohnung. Für sie ist der Beratungs bedarf nicht bekannt.

    Begründung (PDF)