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  • Beschluss des Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

    15-11-17 02:30 Uhr

    Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Stadt) Nr. 23 vom 3. November 2017

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären:


    Eingabe Nr.: S 19/48

    Gegenstand:
    Lehrerfortbildung und Unterrichtsarbeit

    Begründung:
    Der Petent warnt davor, nur eine einzige Zeitung zur Grundlage und zum Inhalt der
    pädagogischen Arbeit in den Schulen zu machen. Er regt an, mit unterschiedlichen
    Zeitungen zu arbeiten, die auch verschiedene Auffassungen vertreten. Da die Schule in der
    Demokratie eine große Verantwortung für einen sachgerechten Umgang mit dem
    Meinungs- und Willensbildungsprozess habe, solle darauf hingewirkt werden, dass sowohl
    bei der Lehrerfortbildung als auch bei der Unterrichtsarbeit im Rahmen von „Zisch“ stets
    verschiedene Medien mit unterschiedlicher Tendenz herangezogen werden.

    Die Petition wird von fünf Mitzeichnerinnen bzw. Mitzeichnern unterstützt.

    Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme der
    Senatorin für Kinder und Bildung eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, im
    Rahmen der öffentlichen Beratung sein Anliegen mündlich zu erläutern. Unter
    Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung
    zusammengefasst folgendermaßen dar:

    Das ZISCH-Projekt wurde im Jahr 1979 vom Institut zur Objektivierung von Lern- und
    Prüfverfahren GmbH entwickelt. Nachdem es zunächst ein Angebot für die Klassenstufen
    7-10 war, wurde es 1983 auf den Bereich der Grundschulen ausgedehnt. Das Projekt hat
    sich in der Praxis gut bewährt. Seit 2003 haben insgesamt 2.800 Klassen und Kurse und
    damit über 62.000 Schülerinnen und Schüler an dem Projekt teilgenommen.

    Damit die Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenz stärken können, wird nicht nur
    die regionale Zeitung im Unterricht herangezogen, sondern zusätzlich weitere Medien. Zur
    Medienkompetenz gehören auch die Auseinandersetzung mit dem Wahrheitsgehalt von
    Nachrichten und die kritische Betrachtung einzelner Medien. Das das ZISCH-Projekt
    entwickelnde Institut stellt sowohl Arbeitsblätter als auch eine interaktive Plattform zur
    Verfügung. Das bereitgestellte Material bezieht sich allgemein auf Medienbildung
    beziehungsweise -nutzung und ist nicht speziell auf eine Zeitung bezogen.

    Positiv an dem ZISCH-Projekt ist, dass die regionale Zeitung für zwölf Wochen kostenlos
    zur Verfügung gestellt wird. Damit können alle Schülerinnen und Schüler erreicht werden,
    so dass das Projekt neben dem pädagogischen auch einen sozialen Aspekt hat. Die
    Lehrkräfte können an Fortbildungen teilnehmen und Redakteure in die Unterrichtseinheit
    einbeziehen.

    Begründung (PDF)