• Bitte um Unterstützung schreibt an die UNB und die Stadt Hanau sammelt Unterschriften

    at 17 Jun 2019 12:29

    An die Untere Naturschutzbehörde und die Stadt Hanau zu Hd. Herrn Zuth
    Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Zuth,
    In den letzten Wochen gingen bei der IG sehr viele schriftliche und telefonische Fragen zum Thema Feldhamster und anderen betroffenen Tieren, die im Zusammenhang mit dem Baugebiet Mittelbuchen Nordwest stehen ein. Wir haben deshalb Alles zusammengefasst und Bitten Sie um eine zeitnahe, detaillierte Beantwortung der einzelnen Fragen.
    Die Fragen sind eingerückt.
    Sachstand gemäß Bundesnaturschutzgesetz:
    Feldhamsterbaue dürfen lt. Bundesnaturschutzgesetz nicht zerstört werden, es sei denn Zitat „soweit die ökologische Funktion, der von dem Eingriff oder Vorhaben betroffenen Fortpflanzungs- oder Ruhestätten im räumlichen Zusammenhang weiterhin erfüllt wird.“
    Wie viele Feldhamster lebten seit 2013 auf den Flächen, die Hanau für den Ausgleich des Baugebietes genommen hat? Bitte konkrete Jahreszahlen.
    Wie viele Feldlerchen lebten seit 2013 auf den Flächen, die Hanau für den Ausgleich genommen hat? Bitte konkrete Jahreszahlen
    Wie viele Feldhamster und Feldlerchen leben aktuell auf Ausgleichsflächen?
    Und wie viele von diesen sind auf der Durchreise? J
    Gibt es einen nachweislichen Zuwachs auf den Ausgleichsflächen für Feldhamster und Feldlerchen durch die erfolgte hamsterfreundliche und feldlerchenfreundliche Bewirtschaftung? Bitte konkrete Zahlen (Kartierungsergebnisse!)
    Herr Dr. Raskin bzw. die untere Naturschutzbehörde haben im letzten Sommer- Spätsommer -unseres Wissens nach- 13 Feldhamsterbaue auf den Ausgleichsflächen gefunden. Deutlich mehr als von Hrn. Sattler gefunden wurden.
    (Wir hatten Sie diesbezüglich schon einmal angeschrieben!)
    · Gibt es eine Frühlingskartierung /2019 in den Ausgleichsflächen, die durch die UNB veranlasst wurde?
    · Hat Hr. Dr. Raskin diese Frühlingskartierung durchgeführt, um den Erfolg der Ausgleichsflächen zu dokumentieren?
    · Wie viele Baue wurden gefunden?
    · Wurden Herr Sattler und die Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz bei den Kartierungen der Ausgleichsflächen im vergangenen Sommer und jetzt zur Frühlingskartierung mit eingebunden?
    (Auch hier hatten wir Sie schriftlich aufgefordert dieses zu tun,um die Ergebnisse von Dr. Raskin zu verifizieren.)
    Immerhin ist Herr Sattler bei der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz und kümmert sich schon seit vielen Jahren um diese Tiere. Ebenso führt er die umfangreichen Feldhamsterbau-Kartierungen durch. Die AG Feldhamsterschutz ist in Hessen maßgeblich für die Pflege des Feldhamsters zuständig.
    · Warum wurde im Vorfeld der Baufeldentwicklung nicht die AG Feldhamsterschutz mit der Kartierung und Entwicklung geeigneter Maßnahmen beauftragt?
    Auszug Gutachten Dr. Raskin:
    Auf Seite 16 in dem Gutachten von Herrn Raskin steht:
    Damit ist neben den drei innerhalb der B-Plangebietsgrenze liegenden Feldlerchenrevieren auch das knapp außerhalb gelegenen Reviers von der Planung betroffen. Durch die Entstehung der Gebäudekulissen ist von einer Aufgabe des Brutplatzes auszugehen, was einer vollständigen Entwertung ihrer Fortpflanzungs- und Ruhestätte gleichkommt.
    Wenn etwas vollständig entwertet wurde, wie kann es dann seine Funktion erfüllen?
    Welcher Nachweis liegt der unteren Naturschutzbehörde oder der Stadt Hanau vor, dass die betroffenen Fortpflanzungs-und Ruhestätten weiterhin ihre Funktion erfüllen?
    Auf Seite 24 in dem Gutachten von Herrn Dr. Raskin steht:
    Durch die Bebauung des B-Plangebietes werden Fortpflanzungs- und Ruhestätten des Feldhamsters vernichtet: 2 Überwinterungs- und 3 bis 6 Sommerbaue (vgl. Kap. 6.3.2 u. 7.2.4).
    Wenn etwas vollständig vernichtet wurde, wie kann es seine Funktion erfüllen?
    Auf Seite 17 schreibt Dr. Raskin: 2009 gab es landesweit 250 Maßnahmenflächen, mittlerweile werden auf mehr als 500 Einzelflächen (Schlägen) Maßnahmen zum Feldhamsterschutz in Hessen durchgeführt (Stand: Sommer 2012, DRFL 2014). Wir gehen davon aus, dass es sich um Maßnahmen wie bei der Stadt Hanau handelt.
    Warum stehen die Feldhamster kurz vor dem Aussterben?
    Wo angeblich die Feldhamster auf den Ausgleichsflächen wie im Paradies leben?
    Weiter schreibt Dr. Raskin in seinem Gutachten, dass Feldhamster umgesiedelt werden müssen (Seite 28 Vermeidungsmaßnahmen), damit sie nicht getötet werden.
    Warum wurden keine Tiere umgesiedelt, Fallen an vorhandenen Bauen aufgestellt?
    Was waren konkret die Vermeidungsmaßnahmen?
    Wo kamen die toten Feldhamster, die gefunden wurden, her?
    Heidi Ohl erklärte in ihrem Vortrag, dass die betroffenen Tiere (die vertriebenen Feldhamster aus dem Baugebiet) die Ausgleichfläche nutzen müssen.
    Wie können Herr Dr. Raskin und die Untere Naturschutzbehörde das ohne eine erfolgte Umsiedlung nachweisen?
    Wenn kein Nachweis vorhanden ist, wo sind jetzt diese Tiere?
    Im Hanauer Anzeiger vom 25.05.2019 „Happy End für den Feldhamster“ steht, dass sich der Feldhamster aus einem sehr vielfältigen Nahrungsangebot ernährt. U.a. auch von Mais, auch wenn es schädlich für

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