• Die Petition wurde eingereicht

    15.09.2013 11:17 Uhr

    Sehr geehrte PetitionsteilnehmerInnen,

    die Petition wurde eingereicht. Eine offizielle Antwort oder Stellungnahme habe ich jedoch nie erhalten.

    Wie ich aus sicherer Quelle erfahren habe, steht die umstrittene PLC Norm FqrEN50561-1 nun vor der Listung. Zunächst sah es danach aus, als ob die Norm in der Fassung FqrEN50561-1 nicht gelistet wird, da sie nach Ansicht des bis zum 31.12.2012 amtierenden EMV Beraters Anton Kohling, nicht den grundlegenden Anforderungen einer elektromagnetischen Verträglichkeit (für "Unprotected Frequency Bands) entspricht.

    Mit dem Ausscheiden von Anton Kohling bedient sich das Komitee nun eines willigen EMV Beraters der die Sache für gut befindet und offensichtlich durchwinkt. Dem neuen EMV Berater Brian Jones habe ich am 09. September 2013 eine Email gesendet mit der Bitte um Stellungnahme zur umstrittenen PLC Norm. Bis dato habe ich keine Antwort von ihm erhalten.

    Sollte Brian Jones der umstrittenen PLC Norm zustimmen (und danach sieht es aus), so darf man von einem Sieg der PLC-Lobby ausgehen. Gleichzeitig werden die Institutionen DKE (Deutsche Kommission für Elektrotechnik) sowie die CENELEC (Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung) zu einem Witzfigurenkabinett und zur rechten Hand von wenigen Lobbyisten. Unter dem Deckmantel: „Erarbeitung von harmonisierten Normen“ agiert die DKE hier nur als Steigbügelhalter der PLC Lobby. Von Harmonisierung kann keine Rede sein, da bezüglich der Grenzwerte, die neue PLC Norm mit bis zu 43 dB mehr Emission, eine Ausnahme und somit eine Farce innerhalb der harmonisierten Grenzwerte sein wird. Diese Ausnahmesituation führt gleich zu einer Reihe von Widersprüchen in der CENELEC Geschäftsordnung die bereits im Schreiben vom 14.11.2012 an die DKE aufgelistet wurden.

    Nimmt man persönliche Erfahrungen im Umgang mit der Bundesnetzagentur hinzu, so muss man vermuten, dass nach einer Aussage des Prüf- und Messdienstes: „Bei PLC-Störungen wüssten wir jetzt gar nicht wie wir messen müssten“, höhere Mächte ihr Spiel treiben. Hierzu passt sehr gut ins Bild, dass die Partei der FDP immer wieder im Verdacht steht Lobbyisten zu unterstützen. Da die Bundesnetzagentur dem FDP-geführten Bundesministerium für Wirtschaft untersteht, fällt es leicht anzunehmen, dass entsprechende Anweisungen erfolgt sein könnten. Dies wird auch durch mehrere persönliche Gespräche untermauert.

    Was wir hier im demokratischen Rechtsstaatenverbund "EU" miterleben ist unfassbar.
    Karl Fischer schreibt: „Die im Norm-Entwurf enthaltene Behauptung, er sei unter einem Mandat der Europäischen Kommission angefertigt worden, ist falsch - tatsächlich gibt es kein gültiges Mandat.“

    Das muss man sich mal vorstellen, kein gültiges Mandat für eine völlig veraltete Technologie, die den grundsätzlichen Anforderungen des EMVG scheinbar und nach Ansicht des vorherigen EMV Beraters nicht genügt, soll nun durchgeprügelt werden, koste es was es wolle. Das kann man nur nachvollziehen wenn man den Herstellern und Produzenten ein riesiges Gewinnpotential unterstellt.

    Bezüglich der kommenden Bundestagswahl kann ich jedem, der daran ernsthaft etwas ändern möchte, nur raten das Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen. Europa - JA - aber nicht auf neoliberale und turbokapitalistische Art und Weise.

    Mit besten Grüßen

    Tobias Holzreiter

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