28.03.2026, 15:15
Liebe Unterstützende,
wie das Amt für Verkehr gestern mitteilte, habe die Auswertung der Verkehrsbeobachtung keine Gefahrenlage ergeben. Tempo 30 wird damit nicht angeordnet.
Nach Aussage der Behörde müsse Fußgängern und somit auch Kindern klar sein, "dass man sich nicht auf seinen Vorrang verlassen könne und trotzdem gucken müsse".
Eine zynische Aussage! Es kann nicht ausreichen, von Grundschülern verkehrssicheres Verhalten einzufordern, zumal diese Geschwindigkeiten und gefährliche Situationen noch gar nicht hinreichend einschätzen können. Es sind die Erwachsenen, die für ein sicheres Umfeld sorgen müssen!
Unfälle von Kindern (0-14 Jahre) im Straßenverkehr gehen seit Jahren kaum zurück, wie die Jahresbilanz Verkehr der Polizei zeigt (bielefeld.polizei.nrw/sites/default/files/2026-03/260311_DirV_Jahresbilanz_Verkehr_2025_BI_Stadt-BAB.pdf):
2025 - 98, 2024 - 99, 2023 - 106, 2022 - 98, 2021 - 96, 2020 - 91
Es besteht Handlungsbedarf und dazu gehört auch eine reduzierte Geschwindigkeit an Fußgängerüberwegen. Es ist unverständlich, dass die Stadt Bielefeld sich mit der Einrichtung von Tempo 30 in sensiblen Bereichen so zurückhaltend zeigt. In der gestrigen Printausgabe des Westfalenblattes war dazu ein passender Artikel zu finden ("Wo Tempo 30 geht und wo nicht").
Wir werden das Thema trotz dieser Absage weiterverfolgen und dazu benötigen wir Ihre Hilfe! Bitte teilen und verbreiten Sie unsere Petition in Ihren Netzwerken - jede Unterschrift zählt!
Herzlichen Dank
Luiza Gabrisch