• Erklär-Comic und -Video zur Unterschriftenaktion

    at 21 Jan 2020 08:47

    Wer sich bisher schwer tat das Thema Schuldenumwandlung zu erklären, hat es in Zukunft leichter. In ihrem Comic zeigt Anna Tokarski kurz und knapp was die Unterschriftenaktion bewirken soll und wie sie abläuft. Der Comic kann von den Internetseiten des Weltgebetsags heruntergeladen und ausgedruckt werden: weltgebetstag.de/aktionen/gesundheit-statt-schulden/

    Außerdem neu ist ein Video von erlassjahr.de. Darin erklärt Kristina Rehbein wie die Schuldenumwandlung für Simbabwe funktioniert. Ganz einfach kann man so zukünftig Freunden, Nachbarn und Verwandten erklären (lassen), was genau die Unterschriftenaktion ist. Dafür braucht es nur drei Minuten Zeit. Zu finden ist das Video unter anderem auf Youtube, Facebook und den Internetseiten des Weltgebetstags.
    Erlassjahr.de unterstützt die Unterschriftenaktion des Weltgebetstags mit seiner fachlichen Kompetenz.

  • Schuldenerlass als Zeichen

    at 24 Oct 2019 15:17

    „Ein Schuldenerlass unter der Bedingung, dass die Regierung auf die Menschenrechte und den Rechtsstaat verpflichtet wird, wäre ein wichtiges Zeichen für die Menschen in Simbabwe“, sagt John Maketo, der Programmdirektor von ZIMCODD, der simbabwischen Koalition für Entschuldung und Entwicklung. „Wir hatten die letzten vier Tage in Harare kein Wasser, die Gesundheitsdienste brechen immer mehr zusammen, Ärzte streiken, weil sie kein Gehalt mehr bekommen“, erklärt der Wirtschaftsexperte aus Harare.

    ZIMCODD hat bereits Anfang des Jahres mit verschiedenen europäischen Botschaften in Harare Kontakt aufgenommen und für einen Schuldenerlass geworben – angesichts der katastrophalen humanitären Bedingungen, die sich in der Wirtschaftskrise in Simbabwe immer mehr zuspitzen. Nun war Maketo für Gespräche im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung am 27.September 2019 nach Berlin gereist.

    Deutschland einer der wichtigsten Gläubiger

    Gemeinsam mit erlassjahr.de war ZIMCODD bei Vertretern der Bundesregierung um Unterstützung für das südafrikanische Land, das sich in einer extremen Wirtschaftskrise befindet und gleichzeitig hoch verschuldet ist. „Wir wollen keine Unterstützung für das Regime Mnangagwa, sondern Erleichterung für die einfachen Menschen auf der Straße, die jeden Tag ums Überleben kämpfen!“ führte Maketo aus. „Gerade die Gesundheitsdienste brechen fast überall weg, egal ob auf dem Land oder in der Stadt, weil die Regierung die Gehälter zum Teil nicht mehr zahlt.“
    Deutschland ist mit 730 Millionen Euro nach Auskunft von ZIMCODD der größte der traditionellen bilateralen Gläubiger Simbabwes. Allerdings liegen von den „neuen“ Akteuren in der Entwicklungszusammenarbeit, wie China und Russland, keine Zahlen vor, bei diesen könnte Simbabwe zum Teil noch größere Schulden haben.

    Was tut die Zivilgesellschaft?

    Das politische System bietet kaum Alternativen zur korrupten Regierung. Deswegen baut ZIMCODD auf die Zivilgesellschaft: „Das ist unser einziger Weg etwas an der Situation zu ändern, denn auch die Opposition ist weitgehend korrupt.“ Repressalien hat Maketo in den vergangenen Monaten am eigenen Leib erlebt, so wurde er nach einer Auslandsreise an der Grenze mehrere Stunden von der Polizei festgehalten und befragt. „Es ist nichts passiert, aber es war natürlich ein Versuch mich und meine Kollegen einzuschüchtern. Frei nach dem Motto: Wir wissen genau, was ihr tut und wo ihr seid. Aber wir werden weiter für eine bessere Zukunft für unser Land kämpfen.“

    Nicht nur fromme Sprüche

    Am Rande der Gespräche in Berlin traf Maketo auch auf Dr. Irene Tokarski, Geschäftsführerin des Deutschen Komitees des Weltgebetstags. Er freut sich über den Einsatz des Weltgebetstags für eine Schuldenumwandlung durch Deutschland, und fragte erstaunt: „Warum tut ihr das für uns? Wir kennen uns doch gar nicht?“ Das bot Tokarski die Gelegenheit die Leitlinie des Weltgebetstags „Informiert beten und betend handeln“ genauer zu erklären: „Wir wollen nicht nur fromme Sprüche machen zum Weltgebetstag aus Simbabwe, sondern uns auch konkret für die Menschen dort einsetzen: Mit unseren Spenden für die Projekte und mit der Unterschriftenaktion an die deutsche Bundesregierung.“

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