01/26/2026, 11:26
Im Forderungstext wurde 1 Punkt entfernt, Prüfung ob das bestehende Altenheim saniert oder erweitert werden kann. Darauf hat die lokale Politik keinen Einfluss, deswegen wurde dieser Punkt entfernt.
Neuer Petitionstext:
Wir, die Bürgerinitiative St. Anna, wenden uns gegen das geplante Bauvorhaben der ABID Firmengruppe auf dem Parkplatz des St.-Anna-Geländes in Hadamar in seiner derzeit vorgesehenen Form.Wir sind nicht grundsätzlich gegen Senioren- oder Pflegeangebote – eine gute Versorgung älterer Menschen ist uns wichtig. Das geplante Projekt sehen wir jedoch aufgrund seiner Größe, seines Standorts und der bisherigen öffentlichen Darstellung kritisch.Wir fordern transparente Informationen, unabhängige Prüfungen und die ernsthafte Betrachtung von Alternativen, bevor weitere verbindliche Entscheidungen getroffen werden.Wenn du diese Anliegen teilst, unterstütze bitte unsere Petition.
Geplantes Bauvorhaben „St.-Anna-Quartier“ – Kurzüberblick
- geplanter Standort: Parkplatz auf dem Gelände der St.-Anna-Stiftung in Hadamar, innerstädtisches Wohngebiet
- Flächengröße: ca. 7.000 m², derzeit vollständig als Parkplatz genutzt
- Bauherr / Investor: ABID Firmengruppe
- geplante Nutzung:
- betreutes Wohnen (Wohnungen für Seniorinnen und Senioren),
- Tagespflege (KEIN PFLEGEHEIM !)
- keine vollstationäre Pflegeeinrichtung im klassischen Sinn (keine Heimaufsicht wie bei Pflegeheimen)
- Bauvolumen:
- Gebäude mit bis zu 3–5 Vollgeschosse + Staffelgeschoss
- deutlich höher als die umliegende Wohnbebauung (überwiegend 2–2,5 Geschosse)
- Verkehr & Parken:
- Tiefgaragen und Stellplätze auf dem bisherigen Parkplatzareal,
- zusätzlicher Besucher-, Liefer-, Pflege- und Rettungsverkehr
- Umfeld:
- unmittelbare Nähe zu Wohnhäusern,
- Schulen und Kindertagesstätten in direktem Einzugsbereich,
- Schul- und Kindergartenwege führen durch das betroffene Gebiet
- Planung:
- für das Areal besteht kein gültiger Bebauungsplan,
- das Projekt soll erst durch einen neuen Bebauungsplan ermöglicht werden
- Öffentlich kommuniziert:
- das Projekt wird häufig als „Pflegeheim“ bezeichnet,
- nach vorliegenden Informationen handelt es sich jedoch um ein anderes Betreuungskonzept
Wir fordern:
- Stopp der laufenden Planungen und Bauarbeiten bis zu einer umfassenden, transparenten Prüfung aller Auswirkungen.
- Offenlegung aller Verträge zwischen der St. Anna‑Stiftung und der ABID Firmengruppe sowie aller Planunterlagen und Verkehrsgutachten.
- Korrekte Information auf der Stadt‑Homepage: Klarstellen, dass ein Verkauf von der Erteilung einer Baugenehmigung abhängig ist, und verbindliche Zusage zu transparenter Kommunikation.
- Durchführung einer unabhängigen Verkehrsuntersuchung, die realistisch zeigt, wie sich Parkraum, Anlieferung, Rettungswege, Baustellenverkehr und das Gesamtverkehrsaufkommen verändern; Nachweis praktikabler Ausweich‑ und Umleitungsrouten für Schwerlastverkehr.
- Sicherstellen, dass Rettungs‑ und Anlieferwege jederzeit und uneingeschränkt frei bleiben.
Prüfung und Priorisierung einer Erweiterung oder Modernisierung des bestehenden Altenheims in Hadamar als ernsthafte Alternative; Vorlage von Variantenrechnungen zu Kosten, Bettenzahlen, Personalbedarf und Verkehrsauswirkungen.Erstellung eines belastbaren Personalkonzepts: Darlegung, wie das neue Projekt zusätzlich qualifiziertes Personal gewinnen will, ohne bestehende Einrichtungen zu schwächen; verbindliche Zusagen zur Personalgewinnung und ‑bindung.- Maßnahmen zur Sicherung der bestehenden Gesundheitsversorgung während Planung und Bauphase, z. B. temporäre Ausweichparkplätze, finanzielle Unterstützung für Praxisbetreiberinnen und ‑betreiber sowie klare Zusagen zum Erhalt medizinischer Angebote.
- Schutzmaßnahmen, um Gefährdungen für Kinder und Betreuungseinrichtungen in der Bauphase zu vermeiden (z. B. LKW‑Routen fern von Kinderinstitutionen, zeitliche Beschränkungen für Schwerlastverkehr, sichere Schulwege).
- Prüfung der Tragfähigkeit der örtlichen Infrastruktur (Straßen, Kanalisation) und verbindliche Auflagen an die Bauherrschaft für Sanierung oder Verstärkung.
- Einberufung einer öffentlichen Bürgerversammlung und ein echtes Beteiligungsverfahren, in dem Nachbarinnen und Nachbarn, Nutzerinnen und Nutzer der Gesundheitsangebote, Eltern und Beschäftigte ihre Bedenken vorbringen können.
- Klare, wahrheitsgemäße Kennzeichnung des Projekts: Transparente Nennung der Nutzungsarten (betreutes Wohnen, Tagespflege vs. vollstationäre Pflegeeinrichtung) und der damit verbundenen rechtlichen, sozialen und pflegerischen Folgen.
Neue Begründung:
In Hadamar soll auf dem Parkplatz des St.-Anna-Geländes ein großdimensioniertes Bauvorhaben realisiert werden, das tiefgreifende Auswirkungen auf Wohnumfeld, Verkehr, Schulwege und die soziale Infrastruktur haben kann – ohne dass bislang alle entscheidungsrelevanten Fragen transparent geklärt sind.
Das geplante Bauvorhaben auf dem St.-Anna-Gelände in Hadamar wirft zahlreiche offene Fragen zu Verkehr, Standortwahl, Nutzungskonzept und Auswirkungen auf das direkte Umfeld auf – diese müssen vor weiteren Entscheidungen transparent geprüft werden.
Schulwege und die soziale Infrastruktur ist direkt betroffen.
Auch weil das Bauvorhaben auf dem St.-Anna-Gelände in Hadamar öffentlich häufig als Pflegeheim bezeichnet wird, tatsächlich ist jedoch ein anderes Betreuungskonzept vorgesehen ist – eine Unklarheit, die vor weiteren Entscheidungen dringend aufgeklärt werden muss.
Unsere Gründe gegen das Bauvorhaben:
- Ungünstige Lage / keine Ausweichrouten: Für Schwerlast‑ und Baustellenverkehr gibt es kaum sinnvolle Umfahrungen. Viel Verkehr würde durch enge Wohnstraßen laufen.
- Gefahr für Kinder: Die voraussichtlich mehrjährige Bauzeit bringt viele LKW‑Fahrten; das kann besonders in der Nähe von Krippe, Kita und Grundschule ein Sicherheitsrisiko sein.
- Weniger Parkplätze / mehr Verkehr: Der bisherige Parkplatz entfällt. Die Tiefgarage scheint nur wenig zusätzlich öffentlich nutzbaren Parkraum zu bieten. In der Bauphase ist mit Ausweichparkern und mehr Parksuchverkehr in Wohnstraßen zu rechnen.
- Behinderte Rettungs‑ und Lieferfahrten: Veränderte Erschließung und weniger Parkraum könnten Rettungswagen, Pflegedienste und Lieferanten behindern.
- Probleme für vorhandene Anbieter: Arztpraxen, Hebammen, Altenpflegeschule und Leistungsanbieter im St. Anna‑Haus könnten während der Bauzeit weniger Kundinnen und Patienten haben und wirtschaftlich belastet werden.
- Belastung der Infrastruktur: Straßen, Kanalisation und andere Versorgungsleitungen könnten durch Baustellenverkehr stärker beansprucht werden; das kann zu Kosten und Schäden führen.
- Unklare Projektart: Öffentlich wird das Projekt oft als „Pflegeheim“ verstanden; nach bisherigen Informationen handelt es sich überwiegend um betreutes Wohnen, Wohnungen und Tagespflege.
Vorhandene Alternativen prüfen: In Hadamar gibt es bereits ein etabliertes Altenheim, welches der Heimaufsicht unterliegt uns somit Pflegestandards gewährleistet. Zuerst sollte geprüft werden, ob dieses erweitert oder modernisiert werden kann, statt an einem sensiblen Standort neu zu bauen.Personalmangel: Pflegefachkräfte sind knapp; unklar ist, wie neue Stellen geschaffen werden sollen, ohne andere Einrichtungen zu schwächen.
- Transparenzfragen: Die städtische Ankündigung wirkt, als sei der Verkauf bereits beschlossen, obwohl offenbar noch Genehmigungen ausstehen. Das wirft Fragen zur Transparenz auf.
- Schutz von Nachbarschaft und Ortsbild: Das große Ensemble und die Tiefgarage würden das historische Umfeld, Grünflächen und die Aufenthaltsqualität verändern.
- Bürgerbeteiligung und Alternativen: Bei einem so großen Eingriff sollten alternative Standorte, kompaktere Bauweisen, Betreiberkonzepte und Lösungen für Park‑ und Rettungsflächen geprüft und die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 233 (157 in Hadamar)