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  • Das Petitionsziel wurde auf anderem Wege erreicht

    04.01.2017 17:08 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition,

    zunächst wünschen wir Ihnen ein gesundes, friedliches und erfolgreiches Jahr 2017! Für den Unterstützerkreis Rosengarten hat das Jahr bereits sehr erfolgreich begonnen.

    Wir haben vom Petitionsausschuss des Hessischen Landtags die schriftliche Mitteilung erhalten, dass Familie Tabaku das Land nicht verlassen muss und damit unserem Anliegen Rechnung getragen wird.

    Unserer Eingabe vom 09.02.2016 wurde dahingehend Rechnung getragen, indem das rund ein halbes später in Kraft getretene Integrationsgesetz rückwirkend auf Familie Tabaku angewandt wird. Wir haben demnach mit unserer Petition den notwendigen Zeitraum überbrückt, sodass diese Neuregelungen, die besonders auf den Fall der Familie Tabaku zutreffen, nunmehr angewandt werden können. Auch wenn im Februar 2016 diese Neuregelungen in dieser Form noch nicht zu erahnen waren, hat erfreulicherweise die vorliegende Entscheidung des Petitionsausschusses in dieser Weise das Verfahren zu einem positiven Ergebnis geführt.

    Aus dem Bundesministerium für Soziales und Arbeit heißt es diesbezüglich zum Integrationsgesetz:
    Rechtssicherheit bzgl. des Aufenthaltsstatus während und nach der Ausbildung
    […]
    Für Flüchtlinge, aber insbesondere für die vielen Arbeitgeber, die engagiert Flüchtlinge in Arbeit bringen wollen, wird es in Zukunft mehr Rechtssicherheit geben. Der Aufenthaltsstatus von geduldeten Auszubildenden in schulischer und betrieblicher Ausbildung wird so geregelt, dass eine Duldung für die Gesamtdauer der Ausbildung gelten wird. Bei anschließender ausbildungsadäquater Beschäftigung wird ein Aufenthaltsrecht für zwei weitere Jahre erteilt (sog. „3+2-Regel“). Auch wenn keine direkte Anschlussbeschäftigung gefunden wurde, wollen wir die Potentiale der hier Ausgebildeten im Land halten. Daher wird es für eine Dauer von sechs Monaten eine Duldung zur Arbeitsplatzsuche geben. Da viele Flüchtlinge die derzeit für diese Regelung gültige Altersgrenze von 21 Jahren überschreiten, wird diese komplett aufgehoben.
    […]

    Demnach darf Mutter Anila Ihre Ausbildung fortführen und hat anschließend die Möglichkeit, sich eine Arbeitsstelle zu suchen. Nach dem neuen § 60a Abs. 2 S. 4 AufenthG wird die Familie während Anila´s Ausbildung zunächst eine Duldung für die Gesamtdauer der Ausbildung bekommen. Im Anschluss an die Ausbildung kann Anila zudem für sechs Monate einen Arbeitsplatz suchen, der der Ausbildung entspricht, sofern es nicht zu einer direkten Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb kommen sollte. Nach Abschluss der Ausbildung steht der Familie das Recht zu, dass aus dem jetzigen Duldungsstatus ein für zunächst zwei Jahre befristeter Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland wird.

    Wir haben der Familie am 02.01.2017 die positiven Nachrichten überbringen dürfen.

    An dieser Stelle danken wir stellvertretend für Famile Tabaku allen, die unsere Petition unterstützt, über viele Wochen und Monate auf das Schicksal der Familie aufmerksam gemacht und fleißig Unterschriften gesammelt haben. Wir danken allen, die gerade in schwierigen Zeiten der Familie beigestanden haben. Auch den Redakteurinnen und Redakteuren der HNA Lokalredaktion Kreis Kassel gilt unser großer Dank für den Pressebericht, der ebenfalls seinerzeit in besonderer Weise auf die Situation aufmerksam machte.

    865 Menschen dürfen nun vielleicht noch ein zweites Mal auf das neue Jahr anstoßen, denn sie haben gemeinsam für Anila, Elton und Ajsi eine Zukunft in Sicherheit und in Frieden geschaffen.

    Freundlichen Grüße
    Oliver Ulloth

    AWO Unterstützerkreis Rosengarten

  • Die Petition ist bereit zur Übergabe - Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

    15.08.2016 13:03 Uhr

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition,

    zunächst möchten wir, der Unterstützerkreis Rosengarten aus Vellmar, uns auf diesem Weg bei Ihnen bedanken, dass Sie die Petition bezüglich der Familie Tabaku persönlich unterstützt haben. Wir danken Ihnen ebenfalls dafür, dass Sie so tatkräftig mitgeholfen haben, im Kreise Ihrer Familien, Freunden und Bekannten über die Situation der Familie Tabaku zu berichten und damit für viele weitere Unterstützerinnen und Unterstützer gesorgt haben. So haben wir es gemeinsam geschafft, sehr viele Menschen zu erreichen und der Familie in der schwierigen Situation den Rücken zu stärken.

    An dieser Stelle danken wir auch der HNA, die in der Sache Ende März einen sehr hilfreichen Pressebericht verfasst und der Petition damit ebenfalls viel Aufmerksamkeit und Schwung verliehen hat.

    Im Namen von Anila Tabaku dürfen wir Ihnen auf diesem Wege ebenfalls ganz herzliche Grüße ausrichten und bei Ihnen bedanken, dass Sie Anteil am Schicksal ihrer Familie nehmen und sie in ihrer schwierigen Situation unterstützen. Sie ist überwältigt von der großen und positiven Resonanz. "Wenn so viele Menschen mir und meinen Kindern helfen, gibt mir das viel Kraft", sagte Anila Tabaku nachdem es Ende März schon rund 500 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner waren. Am Ende sind es sogar 865 Menschen geworden, die Anteil nehmen und auf diese Weise ein Zeichen setzen.

    Wir werden heute die Unterlagen zur Übergabe an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtags vorbereiten und im Laufe dieser Woche übergeben.

    Anila Tabaku geht weiterhin Ihrer Ausbildung motiviert nach und ist nach wie vor sehr glücklich damit, dass Sie im Kreise von netten und verständnisvollen Kolleginnen und Kollegen arbeiten darf. Auch ihr Arbeitgeber hat mit seiner offenherzigen Art und seiner Bereitschaft sehr viel dazu beigetragen, dass wir heute noch voller Hoffnung sein dürfen.

    Die nunmehr sechsjährige Tochter Ajsi wird nach den Sommerferien eingeschult. Für sie geht damit eine schöne Zeit mit Ihrer Tagesmutter zu ende, die sich rührend um die kleine Ajsi gekümmert hat. Doch nun freut sich Ajsi auf die Grundschule. Sie wird gemeinsam mit ihrer besten Freundin in eine Klasse gehen.

    Für Sohn Elton Tabaku haben vor zwei Wochen die Sommerferien begonnen. Er hat ein tolles Schulzeugnis erhalten und sich erneut verbessert. Mittlerweile hat er nur noch gute oder befriedigende Schulnoten. In Deutsch hatte er im Halbjahreszeugnis noch eine 4, jetzt im Abschlusszeugnis ist es eine 3. Nach den Sommerferien geht er in die 6. Klasse.

    Sobald wir eine Entscheidung des Petitionsausschusses erhalten, werden wir Sie erneut auf diesem Wege umgehend informieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Oliver Ulloth