• Originaltext für Zeitungsartikel vom 19.05.2020 Teil 1

    at 18 May 2020 23:46

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    Die Bürger sind schockiert!
    Was verbirgt sich wirklich hinter der Planung zum Gewerbegebiet Kreuzäcker?
    Seit Jahrzehnten ist die Gemeinde Brigachtal ohne Erfolg auf der Suche nach weiteren, zusammenhängenden Gewerbeflächen für heimische Betriebe, und wieso? Für Brigachtal ist es aus diversen Gründen, wie Topografie, geografischer Lage, Naturschutz, Landschaftsbild, Nähe zu Wohngebieten, etc., einfach nicht möglich, und man sollte das endlich akzeptieren. Die Bürger wehrten sich auch schon in der Vergangenheit mehrfach erfolgreich. Offensichtlich zählte die Meinung der Bürger noch vor der Amtszeit von Bürgermeister Schmitt.
    Die aktuelle Unterschriftenaktion/Petition gegen das Gewerbegebiet Kreuzäcker, sowie die Verkehrsanbindung Ost, ist die größte ihrer Art in der Geschichte Brigachtals in der bisher 869 Brigachtaler „NEIN“ zu diesem Vorhaben sagen (das entspricht rund 23 Prozent der Wahlberechtigten). Selbst mit diesem beeindruckenden Ergebnis zeigt uns die Gemeindeseite eine kalte Schulter, denn die Planungen laufen, trotz Corona, im Hintergrund weiter.
    Das mit 11,7 ha völlig überdimensioniert geplante Gewerbegebiet Kreuzäcker soll, laut der auf der Homepage kürzlich erst veröffentlichten Gemeindeentwicklung 2040, jetzt noch mit 5 ha im Steinbruchgelände getoppt werden! Ca. 17 ha zusätzliche Gesamtgewerbefläche! Das entspräche, mit den vorhandenen 12,7 ha, einer Gesamtfläche von knapp 30 ha. Zum Vergleich: das ist fast die bewohnte Fläche von Überauchen!
    Interessanterweise scheint auch der Gemeinderat offiziell nicht davon gewusst zu haben, dass diese 5 ha zur Verfügung stehen und in die Planung aufgenommen wurden. Der IG liegt eine Aussage des Gemeinderates Albrecht Sieber (PRO Brigachtal) vom 29.03.2020 vor in der dieser schreibt:
    Zitat: … Das Steinbruchgelände befindet sich nicht im Eigentum und somit auch nicht in der Planungshoheit der Gemeinde...
    Offensichtlich wird, oder wurde, also auch die Bürgervertretung nicht ausreichend informiert.
    Wie sich Bürgermeister Schmitt mehrfach öffentlich äußerte brauchen die heimischen Betriebe angeblich Fläche, um sich zu entwickeln, bzw. zu vergrößern. Allerdings sind nicht, wie von ihm behauptet, Firmen auf Ihn zugegangen, sondern er auf die Firmen, wie uns aus diversen Quellen bekannt ist. Die geplanten Ausmaße wurden von Anfang an von der Bevölkerung (seltsamerweise aber nur von vereinzelten Gemeinderäten) angezweifelt, da vom Bürgermeister bisher immer die Aussage kam, “Das Gewerbegebiet ist ausschließlich für einheimische Betriebe“.
    Skandalös finden wir, dass man seit dem 21.04.2020 auf der Homepage der Gemeinde plötzlich, unter dem Punkt Wirtschaftsförderung, ganz andere Zeilen entdeckt:
    Zitat: … Dabei wollen wir, soweit es uns möglich ist, alle Maßnahmen ergreifen, die für die ansässigen Unternehmen hilfreich sind oder die neue Unternehmen an den Standort Brigachtal locken. Wir möchten Existenzgründer wie auch alteingesessene Unternehmen, Einmannbetriebe und große Gewerbebetriebe bei ihren Vorhaben unterstützen. So nehmen wir auch gerne Anfragen zu leerstehenden Gewerbeobjekten und -flächen oder Anfragen zu Gewerbeansiedlungen entgegen.
    Wer fühlt sich da nicht verschaukelt? Also nun doch auch ortsfremde Betriebe! Genau diese ortsfremden Betriebe bringen aber wieder zusätzlichen Verkehr in den Ort, da mit Sicherheit deren Beschäftigte nicht alle in Brigachtal wohnen werden.
    Einer der Vorschläge der IG Kreuzäcker war übrigens schon immer, den Steinbruch als alternativen Gewerbestandort zu nutzen. Aber: als Alternative und nicht als Ergänzung zu einem wahnsinnigen Vorhaben mit Anbindung und Kreisstraße nach Osten, die zusätzlich viel fremden Verkehr, speziell durch Überauchen und Kirchdorf, spült. Auch Straßen in Klengen wären natürlich betroffen, darunter der Schulweg über die dann „Hauptverkehrsachse“ Schützenstraße.
    Warum werden die 5 ha im Steinbruch nicht erschlossen und bebaut? Das wäre weitgehend nur heimischer Verkehr und somit keine Kreisstraße, keine enorme Naturbelastung und riesiger Flächenverbrauch auf Kreuzäcker, sowie vor allem kein Durchgangsverkehr vom Schwarzwald zur Autobahn. Mit einem Gewerbegebiet „Steinbruch Süd“ könnten auch die angedachten Wohngebiete „Mittelberg II“ und „Bromenäcker II“ verkehrstechnisch angeschlossen werden, was zu einer Entlastung des Durchgangsverkehrs in Klengen Hauptstraße und Siedlerstraße führen würde (ist auf dem Bild bereits ersichtlich).

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