• Beschwerde nach §24 GO NW

    at 21 Apr 2020 08:59

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    Die Initiative hat nun offiziell am 17.04.2020 eine Beschwerde nach §24 GO NW bei der Stadt Bochum zum Bauprojekt am Schlosspark Bochum eingereicht. Wer sich die gesamte Beschwerde durchlesen möchte, kann sie unten herunterladen.
    Wir gehen aktuell davon aus, dass die Beschwerde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 22.04.2020 behandelt wird. Ob dies so seien wird, bleibt abzuwarten.
    Falls nicht, sollte sie spätestens am 30.04.2020, in der Sitzung des Rates der Stadt Bochum, besprochen werden.

  • Änderungen an der Petition

    at 13 Apr 2020 15:24

    Korrektur des Layouts in der Aufzählung unter Begründung. Keine textlichen Änderungen.


    Neue Begründung: Die genannten Forderungen stützen sich auf folgende Argumente:
    1. **Lebensraum:**
    Bochum-Weitmar Mitte ist mittlerweile täglich Einzugsgebiet für die Bewohner umliegender Stadtteile. Das abgegrenzte neue Bebauungsareal verdichtet nicht nur Böden, sondern auch die Bevölkerung Weitmars. Dort wird zurzeit an unterschiedlichen Orten mit der Zielrichtung der Schaffung zusätzlichen Wohnraums neu gebaut, zukünftig auch an der Wasserstraße anstelle der alten Rettungswache. Infrastrukturell und räumlich ist dies für Bochum-Weitmar nicht wünschenswert. Es besteht kein Bedarf für 270 neue Wohneinheiten und die Ansiedlung von 600 neuen Bürgern im Stadtteil.
    2. **Nutzung des Schlossparks:**
    Die Attraktivität des - eher kleinen - Schlossparks als Erholungsraum wird durch eine erweiterte Nutzung durch eine größere Bevölkerung und deren Besucher weiter verringert; dies gilt insbesondere für die Sommermonate.
    3. **Verkehr:**
    Bei aktuell geplanten zusätzlichen 270 Wohneinheiten werden täglich – insbesondere zu Stoßzeiten – mehrere hundert Fahrzeuge aus der Hattinger Straße hinaus und in diese hineinfahren. Dazu addieren sich noch die Fahrzeuge der Besucher des Schlossparks sowie des Friedhofes. Die durch die zu erwartenden Dauerstaus für die neuen wie auch alten Anwohner entstehenden klima- und lärmseitigen und damit auch gesundheitsrelevanten Folgen wären demgemäß immens.
    Dieser Effekt wird sich auf der Hattinger Straße in beide Richtungen fortsetzen und wird dort durch die geplante neue Feuerwache vor Ort verstärkt werden. Schon heute ist die Hattinger Str. zu Rush-Hour Zeiten über weite Strecken kaum mehr befahrbar.
    4. **Parkplatzsituation:**
    Aktuell sind insgesamt ca. 74 Parkmöglichkeiten entlang der Schloßstraße für Besucher vorhanden. Trotz 270 zusätzlicher Wohneinheiten sind nach der aktuellen Planung nur noch insgesamt 63 öffentliche Parkplätze vorgesehen. Dies stellt eine deutliche Reduzierung dar und wird nur zu Chaos und Frust bei Besuchern sowie neuen und alten Anwohnern führen. Langes Suchen nach Parkplätzen wird die Abgasbelastung vor Ort erhöhen.
    5. **Umwelt:**
    Durch den seit 2014 in Bearbeitung befindlichen Bebauungsplan 964 würde das heute ausgewiesene intakte Naturschutzgebiet zugunsten einer geschlossenen Wohnbebauung beseitigt.
    Alle umweltrelevanten Auflagen, die seinerzeit anlässlich des Aufstellungsbeschlusses zum Bebauungsplan eingeflossen sind, sind offenbar gegenstandslos geworden.
    Auch wenn nicht direkt in einer der "Klimaschneisen" der Bochumer Innenstadt (sondern eher angrenzend zum Neveltal) gelegen, soll durch das Bauprojekt dennoch ein an Bedeutung nicht zu unterschätzender Flächenbereich (Friedhofsgelände und ehemalige Ackerfläche) weitestgehend denaturiert und/oder versiegelt werden.
    Sofern aber Parkplätze und Gebäude angelegt werden versiegeln diese den kostbaren Naturraum. Wie wissenschaftlich nachgewiesen, bewirkt die Versieglung eine Überwärmung der Innenstädte in Sommermonaten. Durch die fehlende Vegetation ist die Luft trockener und staubiger – dies in unmittelbarer Nachbarschaft der Hattinger Str.! Negativbeispiel in unmittelbarer Nähe ist derzeit die verbliebene Versiegelung von Naturflächen „Am Kuhlenkamp“.
    Durch den vermehrten oberflächigen Abfluss werden die Kanalisation und die Kläranlagen stark beansprucht. Die Grundwasserqualität verschlechtert sich insgesamt durch die fehlende Bodenfilterung.
    Jedes Stück Natur sollte, wenn irgend möglich, erhalten bleiben. Vor allem die alten Bäume, die der Schloßstraße ihren Charakter geben, würden wahrscheinlich der Bebauung weichen oder durch die Baumaßnahmen beschädigt werden. Damit verlieren sie ihre Funktion als Bestandteil der grünen Lunge. Einige dieser Bäume sind ca. 100 Jahre alt.
    Weiterhin werden unter Naturschutz stehende Tiere aus ihrem angestammten Revier verdrängt werden:
    Folgende Tiere wurden in der Schloßstraße bislang über die Jahre regelmäßig beobachtet: ein Bussardpaar, welches, ein paar Meter von dem geplanten Neubauvorhaben entfernt, jedes Jahr in einer Kiefer brütet; im letzten Jahr waren es drei Jungtiere die erfolgreich großgezogen wurden), Fledermäuse, Marder, Fuchs, Rehe (Aufzucht in Heckenlandschaft), Feldhasen, Eichhörnchen, Käuzchen, Amseln, Gimpel, Blaumeisen, Kohlmeisen, Eichelhäher, Grünspechte, Buntspechte, Wacholderdrossel, Stieglitze, Kleiber, Zaunkönige, Schwanzmeisen, Singdrosseln, Rotkehlchen, Haussperlinge, Buchfinken, Elstern, Ringeltauben, Mauersegler, Haubenmeisen, Heckenbraunellen, Grünfinken, Kernbeißer, Dohlen und andere Rabenvögel sowie der Rotmilan.
    Das alles zeigt, dass Bürgerinitiative notwendig und lohnenswert ist.
    Bitte unterzeichnen auch Sie diese Petition, hierdurch helfen Sie, die Natur, Bochum-Weitmar, die Schloßstraße und deren angrenzende Naturgrundstücke zu schützen!
    Weitere Informationen auf www.initiative-schlosspark.de

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 325 (282 in Bochum)

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