Region: Bochum
Construction

STOPPT DEN BEBAUUNGSPLAN NR. 964 – Schloßstraße – IN BOCHUM!

Petition is directed to
Rat der Stadt Bochum
635 Supporters 543 in Bochum
20% from 2.700 for quorum
  1. Launched 02/04/2020
  2. Collection yet 4 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
I agree to the storage and processing of my personal data. The petitioner can see name and place and forward this information to the recipient. I can withdraw my consent at any time.

Bei der vorliegenden Petition geht es nicht um das Verhindern, sondern um proaktive und maßvolle (Mit-)Gestaltung von Umwelt und Lebensraum durch Anwohner und Mitbürger – noch steht hier Zeit zur Verfügung!

Naturerbe für zukünftige Generationent: Es geht uns nicht nur um den Schutz der bedrohten Pflanzen und Tiere an der Schloßstraße samt ihren Lebensräumen. Es geht uns auch um die Weitmarer und deren Lebensqualität. Denn alles, was den Lebensraum beschneidet und unwiederbringlich mit Beton versiegelt wird, schadet den Bürgern, schadet unseren Kindern.

Ausgangslage: Verkehrsfluss und -intensität in Bochum-Weitmar Mitte werden durch die Hattinger Str. und deren Verkehrsanbindungen geprägt. Dies gilt auch hinsichtlich der innerstädtischen Querverbindungen zwischen den umliegenden Stadteilen Bochums (Innenstadt, Wiemelhausen, Linden, Weitmar Mark etc.) bzw. hin zur A 448 und deren Anschlussstellen an Kohlenstr. bzw. Wasserstr. In den vergangenen zehn Jahren hat die Beanspruchung der Hattinger Str. als innerstädtischer Verteiler enorm zugenommen. Insbesondere zu den Pendlerzeiten staut sich der Verkehrsfluss von Ampelanlage zu Ampelanlage teilweise über Kilometer in beide Richtungen. Entsprechendes ist in den Seitenstraßen und hier insbesondere für die Wasserstr. festzustellen. Die schon heute vorhandene problematische Parkraumsituation in Bochum-Weitmar Mitte ist allg. bekannt. Bereits heute gibt es in der Umgebung insbesondere rund um den Schlosspark nicht genügend Parkplätze. Zu dieser Situation, die zugleich eine erhebliche Klima- und Lärmbelastung für Gesamt-Weitmar darstellt, tragen jahrzehntelange Wohnraumverdichtungen, Lückenschließungen sowie die Ansiedlung von Gewerbe, aber auch die Neuanlegung bzw. der Ausbau von Verbindungsstraßen im Weitmarer Raum bei.

Bebauungsplan Nr. 964 Schloßstr. Ost: Dieser Zustand würde durch die Ansiedlung von mindestens 600 Anwohnern - wie es der in der Planung befindliche Bebauungsplan Nr. 964 „Schloßstraße Ost“ – vorsieht, nochmals erheblich verschärft und Bochum-Weitmar infrastrukturell überlastet. Hier geht es um die Lebensqualität der Bürger Weitmars. Die Planung dieses Bauvorhabens geschieht bislang ohne direkte Bürgerbeteiligung. Umweltaspekten genügt dieser Bebauungsplan in keiner Weise: das bisherige an der Hattinger Str. gelegene Landschaftsschutzgebiet mit Flora und Fauna nebst intakter Klimaschneise entfiele.

Daher fordert diese Petition folgendes:

  • Konkrete Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der ansässigen, teilweise unter Naturschutz stehenden Tierarten.

  • Den Erhalt aller Bäume der Schloßstraße sowie auf dem Weg in den Park.

  • Anwendung derselben Vorgaben für das Bauvorhaben wie zuletzt für Gebäude Schloßstr. 95 – 97 (u. a. maximal 2 geschossig, etc.).

  • Eine parkähnliche Bebauung für das Grundstück der Stiftung Situation-Kunst, die sich in die Landschaft integriert (Gartenstadtcharakter).

  • Damit einhergehend eine deutliche Reduzierung der geplanten Wohneinheiten (unter 100) für das gesamte Bauvorhaben.

  • Vermeidung von Verkehrslärm, Staus und Abgasen durch eine geeignete Straßenführung mit getrenntem Zu- und Abfluss.

  • Anlegung notwendiger Parkplätze insbesondere für Besucher entfernt von der Wohnbebauung.

  • Eine qualifizierte örtliche Bürgerbeteiligung im Rahmen von Workshops während des noch nicht abgeschlossenen Bauplanungsverfahrens.

Reason

Die genannten Forderungen stützen sich auf folgende Argumente:

  1. Lebensraum: Bochum-Weitmar Mitte ist mittlerweile täglich Einzugsgebiet für die Bewohner umliegender Stadtteile. Das abgegrenzte neue Bebauungsareal verdichtet nicht nur Böden, sondern auch die Bevölkerung Weitmars. Dort wird zurzeit an unterschiedlichen Orten mit der Zielrichtung der Schaffung zusätzlichen Wohnraums neu gebaut, zukünftig auch an der Wasserstraße anstelle der alten Rettungswache. Infrastrukturell und räumlich ist dies für Bochum-Weitmar nicht wünschenswert. Es besteht kein Bedarf für 270 neue Wohneinheiten und die Ansiedlung von 600 neuen Bürgern im Stadtteil.

  2. Nutzung des Schlossparks: Die Attraktivität des - eher kleinen - Schlossparks als Erholungsraum wird durch eine erweiterte Nutzung durch eine größere Bevölkerung und deren Besucher weiter verringert; dies gilt insbesondere für die Sommermonate.

  3. Verkehr: Bei aktuell geplanten zusätzlichen 270 Wohneinheiten werden täglich – insbesondere zu Stoßzeiten – mehrere hundert Fahrzeuge aus der Hattinger Straße hinaus und in diese hineinfahren. Dazu addieren sich noch die Fahrzeuge der Besucher des Schlossparks sowie des Friedhofes. Die durch die zu erwartenden Dauerstaus für die neuen wie auch alten Anwohner entstehenden klima- und lärmseitigen und damit auch gesundheitsrelevanten Folgen wären demgemäß immens. Dieser Effekt wird sich auf der Hattinger Straße in beide Richtungen fortsetzen und wird dort durch die geplante neue Feuerwache vor Ort verstärkt werden. Schon heute ist die Hattinger Str. zu Rush-Hour Zeiten über weite Strecken kaum mehr befahrbar.

  4. Parkplatzsituation: Aktuell sind insgesamt ca. 74 Parkmöglichkeiten entlang der Schloßstraße für Besucher vorhanden. Trotz 270 zusätzlicher Wohneinheiten sind nach der aktuellen Planung nur noch insgesamt 63 öffentliche Parkplätze vorgesehen. Dies stellt eine deutliche Reduzierung dar und wird nur zu Chaos und Frust bei Besuchern sowie neuen und alten Anwohnern führen. Langes Suchen nach Parkplätzen wird die Abgasbelastung vor Ort erhöhen.

  5. Umwelt: Durch den seit 2014 in Bearbeitung befindlichen Bebauungsplan 964 würde das heute ausgewiesene intakte Naturschutzgebiet zugunsten einer geschlossenen Wohnbebauung beseitigt. Alle umweltrelevanten Auflagen, die seinerzeit anlässlich des Aufstellungsbeschlusses zum Bebauungsplan eingeflossen sind, sind offenbar gegenstandslos geworden. Auch wenn nicht direkt in einer der "Klimaschneisen" der Bochumer Innenstadt (sondern eher angrenzend zum Neveltal) gelegen, soll durch das Bauprojekt dennoch ein an Bedeutung nicht zu unterschätzender Flächenbereich (Friedhofsgelände und ehemalige Ackerfläche) weitestgehend denaturiert und/oder versiegelt werden. Sofern aber Parkplätze und Gebäude angelegt werden versiegeln diese den kostbaren Naturraum. Wie wissenschaftlich nachgewiesen, bewirkt die Versieglung eine Überwärmung der Innenstädte in Sommermonaten. Durch die fehlende Vegetation ist die Luft trockener und staubiger – dies in unmittelbarer Nachbarschaft der Hattinger Str.! Negativbeispiel in unmittelbarer Nähe ist derzeit die verbliebene Versiegelung von Naturflächen „Am Kuhlenkamp“. Durch den vermehrten oberflächigen Abfluss werden die Kanalisation und die Kläranlagen stark beansprucht. Die Grundwasserqualität verschlechtert sich insgesamt durch die fehlende Bodenfilterung. Jedes Stück Natur sollte, wenn irgend möglich, erhalten bleiben. Vor allem die alten Bäume, die der Schloßstraße ihren Charakter geben, würden wahrscheinlich der Bebauung weichen oder durch die Baumaßnahmen beschädigt werden. Damit verlieren sie ihre Funktion als Bestandteil der grünen Lunge. Einige dieser Bäume sind ca. 100 Jahre alt. Weiterhin werden unter Naturschutz stehende Tiere aus ihrem angestammten Revier verdrängt werden: Folgende Tiere wurden in der Schloßstraße bislang über die Jahre regelmäßig beobachtet: ein Bussardpaar, welches, ein paar Meter von dem geplanten Neubauvorhaben entfernt, jedes Jahr in einer Kiefer brütet; im letzten Jahr waren es drei Jungtiere die erfolgreich großgezogen wurden), Fledermäuse, Marder, Fuchs, Rehe (Aufzucht in Heckenlandschaft), Feldhasen, Eichhörnchen, Käuzchen, Amseln, Gimpel, Blaumeisen, Kohlmeisen, Eichelhäher, Grünspechte, Buntspechte, Wacholderdrossel, Stieglitze, Kleiber, Zaunkönige, Schwanzmeisen, Singdrosseln, Rotkehlchen, Haussperlinge, Buchfinken, Elstern, Ringeltauben, Mauersegler, Haubenmeisen, Heckenbraunellen, Grünfinken, Kernbeißer, Dohlen und andere Rabenvögel sowie der Rotmilan.

Das alles zeigt, dass Bürgerinitiative notwendig und lohnenswert ist. Bitte unterzeichnen auch Sie diese Petition, hierdurch helfen Sie, die Natur, Bochum-Weitmar, die Schloßstraße und deren angrenzende Naturgrundstücke zu schützen!

Weitere Informationen auf www.initiative-schlosspark.de

Thank you for your support, Björn Echternach from Bochum
Question to the initiator

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News

  • Die Initiative hat nun offiziell am 17.04.2020 eine Beschwerde nach §24 GO NW bei der Stadt Bochum zum Bauprojekt am Schlosspark Bochum eingereicht. Wer sich die gesamte Beschwerde durchlesen möchte, kann sie unten herunterladen.
    Wir gehen aktuell davon aus, dass die Beschwerde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 22.04.2020 behandelt wird. Ob dies so seien wird, bleibt abzuwarten.
    Falls nicht, sollte sie spätestens am 30.04.2020, in der Sitzung des Rates der Stadt Bochum, besprochen werden.

Not yet a PRO argument.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

  • Not public Mannheim

    15 hours ago

    Ich bin in der Nachbarschaft groß geworden und finde die Idee, dort die Wiesen und Äcker zu bebauen sehr traurig und nicht sinnvoll. Es gibt genug alte Wohnungen/Häuser in Bochum, die man erst einmal attraktiver machen / renovieren sollte. Einfach neu bauen, ist einfach nur Geldmacherei und macht den Schlossplark und Weitmar hässlicher.

  • 2 days ago

    Ich bin dort gerne und genieße die Natur. Es sollen nicht noch mehr Grünflächen verschwinden.

  • 2 days ago

    Dieser Grünbereich sollte nicht durch massive Bebauung zerstört werden.

  • 4 days ago

    Es werden viele gesunde Bäume gefällt, das geht gar nicht!!!

  • 6 days ago

    Ich möchte den Park und die Natur schützen

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