Wie groß ist der Einfluss von Prof. Dr. Reinhard Busse und Prof. Dr. Boris Augurzky?
Wer sich bereits mit der Richtlinienpapier des Barmer Institut für Gesundheitsforschung, der Bertelsmann Stiftung und der Robert Bosch Stiftung auseinandergesetzt hat, wer um die verringerte Covid-19-Freihaltepauschalen für Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung weiß, der wird anhand des nachfolgenden Interviews feststellen:
Es war alles argumentativ vorbereitet, der Einfluss von Prof. Dr. Reinhard Busse und Prof. Dr. Boris Augurzky auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist immens.
Lesen Sie bitte das Interview und im nachfolgenden Download die roten Kommentare von Klaus Emmerich dazu.
Neues Bündnis Klinikrettung.de fordert sofortigen Stopp der Schließungen von Krankenhäusern
von Katrin Kusche 21. Dezember 2020
Pressemitteilung von Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e. V.:
In einer bundesweiten Videokonferenz hat sich heute das Bündnis Klinikrettung der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel des Bündnisses ist es, den sofortigen Stopp von Schließungen von Krankenhäusern zu bewirken. In Deutschland werden zum Jahresende zwanzig Krankenhäuser geschlossen sein, doppelt so viele wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Betroffen sind im Corona-Jahr 2.144 Betten und circa 4.000 Stellen.
Dazu Laura Valentukeviciute, Vorstand von Gemeingut in BürgerInnenhand:
„Das Bündnis Klinikrettung hat sich gegründet, um klar machen: Die Menschen in Deutschland brauchen wohnortnahe stationäre Versorgung. Durch die aktuelle Politik gibt es immer weniger
Kliniken. Aber es gibt nicht weniger Kranke. Im Gegenteil: Aktuell füllen sich die Intensivstationen mit beängstigendem Tempo.“
Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R. und aktiv im Bündnis Klinikrettung, führt aus:
„Östlich der Metropolregion Nürnberg schlossen seit 2004 zehn von 34 Krankenhäusern, vier allein im Jahr 2020, drei seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Es ist Wahnsinn, dass das Krankenhaus Vohenstrauß im März und April noch Corona-Patienten intensivmedizinisch betreute, im zweiten Lockdown aber nicht mehr zur Verfügung steht.“
Manuel Humburg von der Initiative Krankenhaus Groß-Sand bleibt!“:
„Für Groß-Sand in Hamburg Wilhelmsburg sucht das Erzbistum Hamburg einen neuen Träger. Für uns kommt dafür nur ein Träger in Frage, der nicht Rendite-orientiert ist. Dafür sind der Erhalt von Grund-Regel und Notfallversorgung in Wilhelmsburg unverzichtbar. Sollte sich das ’nicht rechnen‘ muss die Versorgung durch eine städtische Übernahme sichergestellt werden. Gegen den akuten Pflegenotstand sollte die Pflegeschule als ‚Pflegecampus Wilhelmsburg‘ wieder eröffnet werden.“
Carl Waßmuth, Sprecher von Gemeingut in BürgerInnenhand ergänzt:
„Wir brauchen eine landesweite Klinikrettung. Sofort! Die fehlende Quantität schlägt sonst in fürchterliche Qualität um, bis hin zu steigenden Mortalitätsraten. Wir fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, zu garantieren, dass keine einzige Klinik mehr schließt.“
Pressekontakt: Carl Waßmuth, carl.wassmuth@gemeingut.org
Denn vom Einfluss der Gesundheitsberater und Stiftungen sind alle deutschen Krankenhäuser betroffen.
Es geht nicht um die konkrete Rettung eines Krankenhauses X am Standort Y. Presseberichte, die den Zusammenhang mit einzelnen Krankenhäuser herstellen, sind nicht im Sinne der Autoren. Dafür sind die Regionen verantwortlich.
Skandal NRW - der große Widerspruch
A) Wussten Sie: NRW-Krankenhausplanung sieht - trotz Corona - explizit Klinikschließungen vor?
B) NRW-Ministerpräsident Laschet fordert langen harten Lockdown und keine Gottesdienste zu Weihnachten.
Das passt nicht zusammen!
A) Die beabsichtigten Krankenhausschließungen in NRW und seine Folgen für Deutschland
Eskalationsstufe 1: Das Bundesland Nordrhein Westfalen gab 2019 die Bertelsmann Studie "Zukunftsfähige Krankenhausversorgung
Simulation und Analyse einer Neustrukturierung der Krankenhausversorgung am Beispiel einer Versorgungsregion in Nordrhein-Westfalen" heraus. *1)
Eskalationsstufe 2: In Folge der Studie forderte die Bertelsmann-Stiftung 2019 nur 600 statt 1.925 bundesdeutsche Krankenhäuser. *1)
Eskalationsstufe 3: Nordrhein Westfalen verabschiedet im Jahr 2020 eine neue Krankenhausplanung mit dem Ziel Krankenhäuser zu schließen. *2) *3)
Eskalationsstufe 4: Die gleichen Berater, Bertelsmann-Stiftung und Autoren Prof. Dr. Rainhard Budde und Prof. Dr. Boris Augurzki, wollen die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in Integrierte Versorgugnszentren mit überwiegender ambulanten Versorgung umwandeln, das sind mindestens 56%. *4) *5)
B) Die Forderungen von Ministerpräsident Laschet zum harten Lockdown *6)
Mit Blick auf die angespannte Corona-Lage hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet eine Diskussion über Gottesdienste an Weihnachten angestoßen. ... Laschet machte zudem klar, dass er nicht mit einem Ende des Lockdowns am 10. Januar rechnet. "Im Moment ist nicht mal der Hauch einer Möglichkeit dafür da, dass man darüber redet", sagte er auf die Frage nach Öffnungen.
Herr Ministerpräsident Armin Laschet:
Seien Sie angesichts der Corona-Entwicklung konsequent!
Schützen Sie Ihre Bevölkerung!
Setzen Sie dauerhaft jegliche Klinikschließung in NRW aus.
Die Bürger zeigen überwiegend Verantwortung.
Jetzt brauchen wir Ihre Verantwortung für die Bürger!
*1) Studie Publikation (bertelsmann-stiftung.de)
*2) Ärzteblatt: Reform der Krankenhausplanung für Nordrhein-Westfalen vorgelegt, Reform der Krankenhausplanung für Nordrhein-Westfalen vorgelegt (aerzteblatt.de)
*3) Kommentar: Trotz Corona: NRW-Krankenhausplanung sieht explizit Klinikschließungen vor, Trotz Corona: NRW-Krankenhausplanung sieht explizit Klinikschließungen vor | Gemeingut in BürgerInnenhand
*4) Studie: Publikation (bertelsmann-stiftung.de)
*5) Kommentar: Kahlschlag der deutschen Krankenhäuser verhindern! | Gemeingut in BürgerInnenhand
*6) Tagesthemen: Weihnachten in der Pandemie, Laschet sieht Gottesdienste skeptisch, Weihnachten in der Pandemie: Laschet sieht Gottesdienste skeptisch | tagesschau.de
Im Gegenteil: Das Barmer Institut für Gesundheitsforschung, die Bertelsmann Stiftung und die Robert Bosch Stiftung wollen sehr viele weitere Klinikschließungen.
Im Gegenteil: Das Barmer Institut für Gesundheitsforschung, die Bertelsmann Stiftung und die Robert Bosch Stiftung wollen sehr viele weitere Klinikschließungen.
Werden die Bürger nicht gefragt sondern lediglich die Gesundheitsberater Bertelsmann, Busse, Augurzki & Co, dann werden mindestens 56% der Krankenhäuser (Grund- und Regelversorger) *) zu integrierten Versorgungszentren mit überwiegend ambulanter Ausrichtung umgewandelt.
Das ist das "Aus" der wohnortnahen klinischen Versorgung in ländlichen bzw. dünn besiedelten Regionen.
*) Annahme. Mindestens alle Krankenhäuser unter 200 Betten gehören der Grund- und Regelversorgung an (1.086 von 1.925 = 56%)
wer weitere Hintergrundinformationen über die Vorhaben der Gesundheitsberater recherchieren möchte, hat dazu auf einer gesonderten Homepage Gelegenheit.
wer weitere Hintergrundinformationen über die Vorhaben der Gesundheitsberater recherchieren möchte, hat dazu auf einer gesonderten Homepage Gelegenheit.