Änderungen an der Petition

21.07.2014 18:00 Uhr

Rechtschreibfehler und Änderung von "Selbstmord" zu "Suizid"
Neuer Petitionstext: Alexander McQueen, David Foster Wallace, Jennifer Nitsch, Robert Enke und nun Andreas Biermann.
Es gibt zahllose Beispiele für bekannte Personen, welche aufgrund von psychischen Problemen Selbstmord Suizid begangen.
Sie rufen meist ein großes Medienecho hervor, Politiker und Prominente äußern sich, drücken ihr Bei- und Mitleid aus. Man brauche Solidarität für die schwachen. Schwachen. Depressionen seien lange kein Tabuthema mehr und solle nun endlich in der Gesellschaft als ernstzunehmende Krankheit wahrgenommen werden, so sagen sie.

DOCH PASSIERT IST NICHTS!

In Deutschland leiden etwa 4 Millionen Menschen an einer depressiven Störung und wenn man bedenkt, dass nur knapp jeder 3. überhaupt auf der Suche nach professioneller Hilfe ist, so stellt sich die Frage wie viele ihre Krankheit überhaupt zugeben und wie viele Erkrankte in der Statistik wohl fehlen.
Pro Jahr unternehmen 100.000 bis 150.000 Deutsche einen Selbstmordversuch. Suizidversuch. Bei den 15- bis 35-Jährigen ist der Suizid als Folge einer Depression mittlerweile die zweithäufigste Todesursache. Es sterben doppelt so viele Menschen durch Selbstmord Suizid wie durch einen Verkehrsunfall und trotzdem erhält nur jeder fünfte Erwachsene bei einer AKUTEN psychischen Erkrankung irgendeine Form der Behandlung.
Die Wartezeiten für kassenärztlich finanzierte Psychotherapeuten erstecken sich trotz des Selbstmordrisikos Suizidrisikos oftmals über viele Monate Wartezeit, teilweise in ländlichen Gebieten sogar über ein Jahr.

Während die Zahl der psychisch Kranken stetig steigt, hinkt das Gesundheitssystem hinterher. Über das gesetzliche Krankenversicherungssystem werden jährlich 900 Millionen an die Psychologischen Psychotherapeuten ausgeschüttet. Das ist 12 mal weniger als in Zahnärztliche Behandlung fließt und ca. 5 mal weniger als für Ergotherapien, Massagen und Krankengymnastiken ausgegeben wird.

Als Ursache für die fehlende ärztliche Unterstützung von psychisch Kranken wird häufig der Mangel an Psychotherapeuten benannt. Das auch dieser Umstand auf die mangelnde finanzielle Unterstützung von oben zurückzuführen ist, belegt dieser Spiegel Artikel aus dem Oktober 2012. www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/psychotherapeuten-klagen-ueber-ausbeutung-a-859024.html

"Folge für Unternehmen und Volkswirtschaft sind Ausgaben in Milliardenhöhe: Allein die direkten Krankheitskosten für psychische Erkrankungen betragen knapp 16 Milliarden Euro pro Jahr. Laut Berechnungen könnten sie bis 2030 auf rund 32 Milliarden Euro anwachsen. Dabei ist der noch größere Anteil an indirekten Kosten – verursacht durch reduzierte Produktivität während der Arbeitsjahre und vorzeitige Verrentung – noch gar nicht berücksichtigt." (www.bptk.de/uploads/media/20130524_bptk-standpunkt_politik-fuer-psychisch-kranke-menschen.pdf)

Eine Hilfe würde also nicht nur den Betroffenen zu Gute kommen, sondern auch der Volkswirtschaft. Investitionen müssen her, denn es bedarf den kranken Menschen zu helfen und ihnen gleichzeitig zu ermöglichen Mitglied der Gesellschaft zu sein und unsere Wirtschaft zu stärken.
Die deutsche Wirtschaft verzeichnet ein stetiges Wirtschaftswachstum, die Löhne werden sowieso nicht angemessen angeglichen und somit zählt die Ausrede, dass kein Geld da wäre, definitiv nicht. Wer mir hier widersprechen möchte, sollte sich mal die Ausgaben für Berliner Flughafen und weitere Steuerverschwendungen der letzten Jahre ansehen. (www.handelsblatt.com/politik/deutschland/sinnlose-subventionen-die-groessten-steuerverschwendungen-der-regierung/7963602.html?slp=false&p=2&a=false#image)

Zwar werden die gesetzlichen Krankenkassen von Arbeitnehmer und ihren Arbeitgeber finanziert, dennoch sollte ein staatlicher Zuschuss möglich sein um ein funktionierendes psychotherapeutisches System aufzubauen.

Ich danke ihnen fürs Lesen und ich hoffe auf ihre Unterschrift und ihre Hilfe.