Unser Zuhause darf nicht verkauft werden – Stopp dem Ausverkauf der WEG Karl-Marx in Potsdam

Petition is addressed to:
Wohnungsgenossenschaft Karl Marx

1,312 Signatures

Collection finished

1,312 Signatures

Collection finished

  1. Launched July 2025
  2. Collection finished
  3. Prepare submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

News

09/11/2025, 11:49

Ausverkauf Ost: Genossenschaft will Wohnungen privatisieren

Die Karl Marx Wohnungsgenossenschaft in Potsdam will 397 Wohnungen in neun WEGs über zehn Jahre verkaufen – zunächst leerstehende, später auch bewohnte. Kaufvorrang haben Mieter:innen und ihre engen Angehörigen, dann Genossenschaftsmitglieder, schließlich externe Privatpersonen; Unternehmen sind ausgeschlossen, ein fünfjähriger Schutz vor Eigenbedarfskündigungen und Mieterhöhungen ist vorgesehen. Der Beschluss löst massiven Protest aus, da Verdrängung, steigende Mieten und der Entzug gemeinwohlorientierten Wohnraums befürchtet werden; besonders ältere Mieter:innen sehen sich existenziell bedroht. Der Vorstand begründet den Schritt mit Sanierungsbedarf (Stränge, Barrierefreiheit), Wärmewende-Anpassungen und aufwendiger Abstimmung in gemischten WEG-Strukturen, die aus Umwandlungen in der Wendezeit stammen. Kritiker – darunter der Mieterverein Potsdam – halten die Begründung für unzureichend und verweisen darauf, dass viele Investitionen regulär finanzierbar seien und WEG-Abstimmungen der Regelfall sind. Mitglieder können laut Satzung mit 10 % Unterstützung eine Vertreter:innenversammlung einberufen, Beschlüsse anfechten oder eine Mitgliederversammlung zur Auflösung der Vertreterversammlung verlangen; eine Petition hat das nötige Quorum bereits erreicht. Der Artikel plädiert zudem für stärkere Förderung der gemeinwohlorientierten Wohnungswirtschaft und Kooperationen in WEGs, um Wärmewende und Sanierungen sozialverträglich zu bewältigen.


Help us to strengthen citizen participation. We want to support your petition to get the attention it deserves while remaining an independent platform.

Donate now