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Information zur laufenden Petition
on 20 Jan 2026Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,
am 21.01.2026 endet die Petition „Unser Zuhause darf nicht verkauft werden“. Bislang haben 1.312 Menschen unterschrieben. Ich möchte mich persönlich bei Ihnen bedanken. Mit Ihrer Unterschrift unter die Petition „Unser Zuhause darf nicht verkauft werden“ haben Sie dazu beigetragen, dass sich eine neue, starke Bewegung formiert hat. Aus der ersten Empörung ist eine engagierte Gemeinschaft entstanden, die das notwendige Quorum erreicht und über 1.000 Unterschriften gesammelt hat. Dadurch ist die Genossenschaft nun verpflichtet, eine neue außerordentliche Vertreterversammlung einzuberufen.
Ein kurzer Rückblick:
Im Juli erreichte uns der Brief über den möglichen Verkauf. Viele von uns waren schockiert. Wir dachten immer: Wir wohnen doch in einer Wohnungsgenossenschaft. Doch das erste Stimmungsbild war geprägt von Unsicherheit, Traurigkeit und dem Gefühl, dass soziale Verantwortung und eine sozialverträgliche Lösung zunächst keine Rolle spielten.
Dabei basiert unsere Genossenschaft auf klar definierten Grundsätzen:
Sie ist Potsdams größte Wohnungsgenossenschaft mit Wohnungen in fast allen Stadtteilen. Zu ihren zentralen Aufgaben gehören das lebenslange Wohnen, ein sozial ausgewogenes Nutzungsentgelt und ein dauerhaft sicheres Zuhause für ihre Mitglieder.
Als Mitglieder gelten wir nicht nur als Nutzerinnen und Nutzer, sondern als mitbestimmungsberechtigte Miteigentümer, was fest im genossenschaftlichen Selbstverständnis verankert ist. Genossenschaftliches Wohnen bedeutet mehr als ein Dach über dem Kopf. Es steht für Solidarität, Gemeinschaft und ein freundliches, sicheres Umfeld – für ein Zuhause, das dauerhaft trägt.
Und es bedeutet auch ganz klar: KEINE SPEKULATION. Die Häuser der Genossenschaft bilden ihr Fundament. Ihre Wohnungen sind keine Spekulationsobjekte.
An diese von der Genossenschaft definierten Grundsätze müssen wir in der kommenden Vertreterversammlung erinnern. Dass wir heute gemeinsam an diesem Wendepunkt stehen, verdanken wir Menschen wie Ihnen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen und Ihren Mut, sich einzusetzen.
Herzliche Grüße -
Vielen Dank für Ihre Unterstützung
on 20 Jan 2026Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
am 21.01.2026 endet die Petition „Unser Zuhause darf nicht verkauft werden“. Bislang haben 1.312 Menschen unterschrieben.
Wir forderten:
Transparente Kommunikation der Genossenschaft
Demokratische Abstimmung über weitreichende Entscheidungen
Schutz für vulnerable Bewohner:innen vor Entwurzelung (Erhalt bezahlbaren Wohnraums)
Dank Ihrer Solidarität konnten wir einen wichtigen Zwischenerfolg erzielen: Die Genossenschaft muss eine außerordentliche Vertreterversammlung für den 13.02.2026 einberufen. Dort soll nochmals über die geplante Veräußerung von 397 Wohnungen entschieden werden. Wir setzen große Hoffnung in diese Versammlung und appellieren an Vorstand, Aufsichtsrat sowie die Vertreterinnen und Vertreter, die Entscheidung diesmal zugunsten des Erhalts bezahlbaren Wohnraums zu treffen.
In den vergangenen Wochen ist das Wissen über die sozialen Folgen eines Verkaufs gewachsen. Betroffen sind der städtische Wohnungsmarkt, ältere Menschen, Familien sowie Potsdamerinnen und Potsdamer, die nicht zu den extremen Reichen gehören.
Bitte bleiben Sie dran, teilen Sie diese Nachricht und verfolgen Sie die weiteren Ereignisse in der Presse.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und denken Sie daran nur gemeinsam können wir unser Zuhause retten und den Ausverkauf der Wohnungen stoppen.
Für Rückfragen schreiben sie mir einfach eine Nachricht.
Danke -
Ausverkauf Ost: Genossenschaft will Wohnungen privatisieren
Die Karl Marx Wohnungsgenossenschaft in Potsdam will 397 Wohnungen in neun WEGs über zehn Jahre verkaufen – zunächst leerstehende, später auch bewohnte. Kaufvorrang haben Mieter:innen und ihre engen Angehörigen, dann Genossenschaftsmitglieder, schließlich externe Privatpersonen; Unternehmen sind ausgeschlossen, ein fünfjähriger Schutz vor Eigenbedarfskündigungen und Mieterhöhungen ist vorgesehen. Der Beschluss löst massiven Protest aus, da Verdrängung, steigende Mieten und der Entzug gemeinwohlorientierten Wohnraums befürchtet werden; besonders ältere Mieter:innen sehen sich existenziell bedroht. Der Vorstand begründet den Schritt mit Sanierungsbedarf (Stränge, Barrierefreiheit), Wärmewende-Anpassungen und aufwendiger Abstimmung in gemischten WEG-Strukturen, die aus Umwandlungen in der Wendezeit stammen. Kritiker – darunter der Mieterverein Potsdam – halten die Begründung für unzureichend und verweisen darauf, dass viele Investitionen regulär finanzierbar seien und WEG-Abstimmungen der Regelfall sind. Mitglieder können laut Satzung mit 10 % Unterstützung eine Vertreter:innenversammlung einberufen, Beschlüsse anfechten oder eine Mitgliederversammlung zur Auflösung der Vertreterversammlung verlangen; eine Petition hat das nötige Quorum bereits erreicht. Der Artikel plädiert zudem für stärkere Förderung der gemeinwohlorientierten Wohnungswirtschaft und Kooperationen in WEGs, um Wärmewende und Sanierungen sozialverträglich zu bewältigen.