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  • Petitionsbeschluss: Der Petition wurde nicht entsprochen oder überwiegend nicht entsprochen

    22-06-14 19:13 Uhr

    Liebe Unterstützer der Petition "Unsere Schule ist Schrott".

    Jetzt ist es ein Jahr her, dass die Petition von Ihnen gezeichnet wurde. Es ist Zeit für eine Sachstandsmitteilung :)
    Wir haben die Petition bei der Schulsenatorin, Sandra Scheres eingereicht und als Antwort eine Erklärung zur "Nichtzuständigkeit" bekommen. Die Sanierung der Schulen, so auch der 1.Gemeinschaftsschule Schöneberg, sei Sache es Bezirks. Punkt.
    Wir haben von der Schulstadträtin allerdings eine freundliche Einladung im September letzten Jahres bekommen, die uns die desolate Situation im Bezirk erklärte und die Not an vielen Schulen beschrieb.
    Dennoch haben wir den Eindruck, dass die Petition, welche wir in gedruckter Form mit den vielen Kommentaren, an mehrere politisch Verantwortliche übersandt haben, einen gewissen Weckruf ausgelöst hat. Die Sanierung gehen zumindest soweit wir es beurteilen können, etwas über das geplante Maß hinaus und der Austausch der Fenster geht ebenfalls voran.
    Keine befriedigende Situation, aber ein Grund, weiter aktiv zu bleiben und genau hin zu schauen. Vielen Dank an alle Unterstützer.

    Sönke Paulsen und Natalija Gorobtsova (Berlin)

  • Artikel, erschienen im Freitag am 13.5.2013

    13-05-13 14:46 Uhr

    Nützt Euch nix, auf der Titelseite zu stehen!

    Schulruinen Grundschul-Elend und die Berliner Schul-Slums. Kampf gegen kaputte Schulen, als Kampf gegen Normalität

    Der Berliner Schul-Skandal ist schon seit längerem bekannt. Etwa eine Milliarde Euro fehlen dem Land, um seine Schulen zu sanieren. Es scheint auch niemanden mehr wirklich aufzuregen und erstaunlicherweise werden auch keine Verbindungen zu dem schlechten Abschneiden der Berliner Schüler in den PISA-Tests gezogen. Berlin ist hier das bundesdeutsche Schlusslicht. Auch scheint es niemanden mehr aufzuregen, dass statt der dringend erforderlichen Sanierungsmaßnahmen an vielen Schulen, stattdessen die Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden sollen. Ein Programm das der Senat gerade beschlossen hat, führt jetzt die flächendeckende Installation von Sicherheitskameras an Berliner Schulen ein. Die Kinder sollen so von außen geschützt werden.

    Lobenswert, denkt man, aber wer schützt die Kinder vor dem verwahrlosten Zustand der Schulen selbst?

    Ich habe bereits mehrfach über die Bauruine berichtet, in der unsere drei Kinder unterrichtet wurden und werden. Die Peter-Paul-Rubensschule in Berlin Schöneberg sieht nicht nur von außen wie ein Geisterschloss aus, sie befindet sich auch von innen im fortgeschrittenen Stadium des Zerfalls. Höhepunkt seit einem Jahr: Der Putz wurde in den Klassenzimmern von den Fenstern geschlagen, weil ein Austausch der altersschwachen Fenster eigentlich geplant war. Da man aus Denkmalschutzgründen nicht recht weiter kam, hat man die Arbeiten einfach abgebrochen und unterrichtet die kleinen Kinder seitdem auf einer Baustelle mit undichten Fenstern und kaputten Wändenm - den ganzen Winter durch - jetzt seit 9 Monaten.

    Von Seiten des Bezirksamtes gibt es keinerlei Einsicht, die Eltern und Kinder müssten schließlich die Situation verstehen. Die Schulstadträtin (SPD), der Baustadtrat (CDU) und das Gesundheitsamt (Grüne) stellen sich taub. E-Mails und Briefe wurden nicht beantwortet. Auch die Berliner Schulsenatorin beantwortete unser Eltern-Anliegen erst, als die Sache schon von der BZ aufgegriffen wurde.

    Dennoch tut sich nichts und man möchte aus dem allgemeinen Schweigen der Verantwortlichen folgende Botschaft herauslesen:

    „Es nützt Euch gar nichts, wenn die Schule in der BZ auf der Titelseite steht.“

    www.newsdeutschland.com/n/Deutschland/74vs83qdq/Schul-Ruine-Hilfe-unsere-Schule-ist-Schrott!.htm

    Ergo, erscheint der Skandal wohl nicht groß genug zu sein.

    Kinder sind eben Kinder und haben zu essen, was auf dem Tisch steht, auch wenn es Müll ist. Das Gewissen hat sich bei keinem der vielen Politiker, die wir angeschrieben haben, geregt!

    Die Tatsache, dass viele Berliner Schulen ein Gewaltproblem haben, was in unserer Schule nicht anders ist, nur deshalb nicht so dramatische Konsequenzen hat, weil hier die Kleinsten unterrichtet werden, wird konsequent nicht mit dem schlechten Zustand der Schulen in Verbindung gebracht. Offiziell ist das soziale Milieu der Kinder Ursache ihrer Aggressivität. Gemeint sind natürlich die Eltern und nicht die Schule!

    Alle offiziellen Protagonisten verschanzen sich hier hinter ihrer Verantwortungslosigkeit, keiner ist bereit, offiziell nachzudenken.

    Dabei kann es jeder auf Anhieb verstehen: Kaputte Schulen machen aggressiv oder depressiv oder resignativ. Die Leidtragenden sind unsere Kinder, die von der Gesellschaft nicht respektiert werden.

    Wir wollen aber nicht resignieren und versuchen deshalb eine Petition auf den Weg zu bringen, um die Sanierung der Schule unserer Kinder zu erzwingen. Wir haben ein Recht so zu handeln, weil unsere Kinder keine andere Lobby haben, als uns.

    Wir sind dankbar für jeden Unterstützer unserer Petition an die Berliner Schulsenatorin.

    Hier ist der Link der Petition, die man auch an dieser Stelle unterschreiben kann:

    www.openpetition.de/petition/online/unsere-schule-ist-schrott-fuer-eine-sanierung-der-1-gemeinschaftsschule-schoeneberg-haus-peter

    Vielen Dank von Sönke Paulsen und Nataliya Gorobtsova, sowie von Karina und Jan!